Westend

Mieter am Dickensweg sollen „gleichwertige“ Wohnungen bekommen

Der Eigentümer Deutsche Wohnen muss bei seinem Bauprojekt am Dickensweg nachweisen, dass eine Modernisierung wirtschaftlich nicht haltbar ist - und Umsetzwohnungen bereitstellen.

Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses haben dem Eigentümer Deutsche Wohnen bei seinem Bauvorhaben am Dickensweg auferlegt, dass er die Mieter umfassend in die Planungen einbezieht. „Die BVV erwartet vom Investor, dass ausführliche Informationen zur Verfügung gestellt werden, die darstellen, dass die Modernisierung im Vergleich zum geplanten Neubau wirtschaftlich nicht vertretbar ist“, heißt es im Antrag von SPD und Grünen. Den Mietern müsse zudem, falls sie es wünschen, „mindestens gleichwertiger Wohnraum zur gleichen Mietgesamtbelastung sowohl während als auch nach der Fertigstellung der Baumaßnahme zur Verfügung gestellt werden“, heißt es weiter.

Die 200 Wohneinheiten der ehemaligen Siedlung der britischen Streitkräfte sollen 560 neuen Wohnungen weichen. Deutsche Wohnen ist Eigentümerin der ehemaligen britischen Siedlung am Dickensweg, wo in den 50er-Jahren nördlich der Heerstraße für Angehörige der britischen Streitkräfte Wohnungen errichtet wurden. Es gibt 200 Wohneinheiten, die den 560 geplanten neuen Wohnungen weichen sollen. Den Mietern sollen gleichwertige Umsetzwohnungen zur Verfügung gestellt werden, wie Heike Schmitt-Schmelz, die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Stadtentwicklung sagte.

Außerdem solle in einem städtebaulichen Vertrag festgelegt werden, dass die Bestandsmieter die Möglichkeit erhalten, zu gleicher Mietgesamtbelastung in die Neubauten ziehen zu können. Die CDU verlangte vom Investor zudem Zahlen, wie viele Parkplätze dort künftig für die Bewohner zur Verfügung stehen

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.