BMW hält an den Bauplänen fest, am Messedamm Ecke Kaiserdamm seine neue Berliner Hauptstadt-Repräsentanz zu errichten. Doch es gibt eine Verzögerung von rund einem halben Jahr. BMW-Sprecher Frank Wienstroth erklärte sie mit "architektonischen und organisatorischen Detailfragen, die noch geklärt werden müssen". Noch gebe es keine Entscheidung darüber, wann Baustart ist.

Der bisherige Hauptsitz an der Huttenstraße in Moabit soll nach der Fertigstellung geschlossen werden, die 220 Mitarbeiter ziehen nach Auskunft des Unternehmens alle in den neuen Firmensitz um. "Personalabbau ist nicht geplant", bestätigte Kai Lichte, Marketingleiter in der Niederlassung Berlin. In der internen Abstimmung, so Lichte, sei beispielsweise noch, wie das Parken auf dem Areal in die Abläufe integriert wird. Offen sei auch noch die Frage, ob die BMW-Motorräder in der neuen Hauptstadt-Niederlassung verkauft werden. Die Produktion bleibe aber in jedem Fall in Spandau. Minis und BMW sollen am neuen Sitz in eigenen Markenwelten erhältlich sein.

Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen (SPD) geht ebenfalls davon aus, dass das 80-Millionen-Euro-Projekt realisiert wird. Das Bauamt schafft im Moment das Planungsrecht für die Bebauung der Brache unweit des Messegeländes. Auf dem Filetgrundstück nahe der Autobahn, die zu den am stärksten befahrenen Schnellstraßen Deutschlands gehört, hatte zuletzt 1997 die Volksbank bauen wollen. Das Unternehmen entschied sich jedoch dann für den Potsdamer Platz. BMW hat das 16 240 Quadratmeter große Grundstück Ende 2007 erworben.

bsm