Michael und Tamara Teppich (67, 59), Inhaber des Modegeschäfts „Tatem“ In Charlottenburg: „Wir haben unsere Öffnungszeiten geändert, weil wir davon ausgehen, dass Menschen erst nach einiger Zeit wieder ihren normalen Tagesrhythmus finden. Viele arbeiten noch immer im Homeoffice und gehen zwischendurch in die Stadt, um gezielt einzukaufen, was sie brauchen. Vermutlich werden erst einmal nicht mehr so viele Leute abends durch die City West bummeln. Wir erwarten, dass sie vor allem tagsüber unseren Laden aufsuchen werden, darum haben wir nur bis zum frühen Abend geöffnet. Es gibt aber auch individuelle Termine nach Vereinbarung. Wenn wir sehen, dass unsere Stammkunden doch später kommen, passen wir die Öffnungszeiten an.
Bislang hatten wir unseren Laden nur ein paar Stunden geöffnet. Zum einen, um Ware entgegenzunehmen, die uns geliefert wurde, zum anderen, um die Kunden, die einen Termin hatten, zu beraten. Schon vor der Corona-Krise haben wir verschiedene Produkte in unserem Online-Shop angeboten. Wir denken, dass Kunden die Schaufenster in Zeiten der Digitalisierung auch online sehen wollen. Vor Kurzem haben wir den dritten großen Relaunch unserer Website gestartet, damit der Einkauf dort bequemer und nutzerfreundlicher wird. Unter den Kollegen ist die Stimmung angesichts der Lockerungen gut. Während des Lockdowns mussten wir niemanden entlassen. Unsere Beschäftigten können nun wieder zu 90 Prozent in Vollzeit arbeiten, davor haben wir Kurzarbeit angemeldet.“
Tatem, Bleibtreustraße 12, 10623 Berlin-Charlottenburg, geöffnet Mo. bis Do. von 11 Uhr bis 17 Uhr, auch Termine nach Vereinbarung möglich, Website: www.tatem.de


