Nach dem russischen Angriff auf den Flughafen Lwiw soll ein Benefizkonzert in Pankow Unterstützung für das Krankenhaus der ukrainischen Metropole signalisieren. Am Sonnabend, 19. März, ab 19.30 Uhr plant ein Zusammenschluss von Akteuren aus Pankow und dem Brandenburger Umland im früheren Jüdischen Waisenhaus an der Berliner Straße spontan ein Musikprogramm mit einem Mix aus Klassik bis Pop.

Spenden, die sich aus dem Konzert ergeben, gehen direkt an das Sheptytsky-Krankenhaus in Lwiw. Dabei will das Leitungsteam der Medizineinrichtung in einer Videoschalte von seiner Arbeit berichten. Ein Anlass der Konzertveranstaltung, die maßgeblich vom Bildungsträger „Pankower Früchtchen“ organisiert wird, ist eine Partnerschaft des ukrainischen Krankenhauses mit der Caritas-Klinik Maria Heimsuchung in Alt-Pankow.

Pankower Krankenhaus pflegt Partnerschaft mit ukrainischer Klinik

Ebenfalls beteiligt sind die Neuen Musikschule Panketal, die Kunstbrücke Panketal, das Gymnasium Wandlitz, die SchuleEins und die Dr. Walter und Margarete Cajewitz-Stiftung.

Bewusst habe man einen Ort mit historischem Kontext gewählt, teilten die Veranstalter am Freitag mit. Als Gäste angekündigt haben sich Pankows Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) und der Bürgermeister der Gemeinde Wandlitz, Oliver Borchert (Freie Bürgergemeinschaft Wandlitz) – beide wollen die Krankenhaus-Partnerschaft thematisieren.

Ohne den Ernst der Lage zu vergessen werde man mit Partnern aus Berlin und Brandenburg ein reiches musikalisches Programm aufbieten, heißt es in der Ankündigung. Es gelten die derzeit aktuellen Hygiene- und Corona-Bestimmungen unter Anwendung der 3G-Regel. Besucher sollen Impf- oder Testnachweis bereithalten und eine FFP2-Maske tragen.

Jüdisches Waisenhaus Pankow nahm schon einmal ukrainische Kinder auf

Das Jüdische Waisenhaus Pankow wurde in den 1910er Jahren einst für Kinder aus dem Gebiet der heutigen Ukraine, die vor Pogromen in ihrer Heimat auf Asyl angewiesen waren, durch das Engagement der Zivilgemeinschaft erbaut.

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