Freizeit

Das sind die besten Tipps zum Wochenende in Berlin

Ausgehen nur in der Innenstadt? Weit gefehlt. Das Veranstaltungsangebot ist in allen Berliner Stadtteilen vielfältig. Eine Auswahl.

Auf drei Bühnen gibt es beim Havelfest Programm.  

Auf drei Bühnen gibt es beim Havelfest Programm.  

Foto: Partner für Spandau

Stände, Musik und Feuerwerk: Spandau feiert das 25. Havelfest

Rund um das Lindenufer in Spandau wird in diesen Tagen ein Jubiläum gefeiert: Zum 25. Mal findet dort zurzeit das Havelfest statt. Noch bis Sonntagabend, 2. Juni, gibt es ein vielfältiges Programm für Besucher. Auf drei Bühnen – am Bootsanleger, am Stabholzgarten und am Parkplatz in der Breiten Straße – treten Solisten, Bands und DJs auf. Unter anderem sind am Sonnabendnachmittag die Blues Brothers von der Show „Stars in Concert“ zu hören, die Cover-Band Quotime, die an die Hits der Band Status Quo erinnert und der Country-Musiker Larry Schuba. Daneben gibt es Kunsthandwerks-, Handels- und Spezialitätenstände. Mehrere Biergärten sind aufgebaut. Für Kinder sind ein historisches Karussell und Möglichkeiten zum Spielen vorgesehen. Ein Highlight bildet das Höhenfeuerwerk über der Havel, das am Sonnabend um 22.44 Uhr beginnt und eigens für das Fest in Spandau komponiert wurden, wie der Veranstalter, die Bezirksmarketing-Agentur Partner für Spandau, betont.

Sbd., 11 – 24 Uhr, So., 11 – 20 Uhr, Havelfest am Lindenufer, Spandau, Eintritt frei.

Malerei, Plastik und Grafik rund um den Bahnhof Lichterfelde West

Ganz Lichterfelde West verwandelt sich einen Monat lang in eine Kunstmeile. Vom 1. bis 30. Juni läuft die Veranstaltung „Kunst im Kiez“, die der Förderverein Bürgertreffpunkt Bahnhof Lichterfelde West organisiert hat. An dem Kunstevent beteiligen sich zahlreiche Geschäfte rund um den Kulturbahnhof. Sie präsentieren in ihren Schaufenstern und Läden die Arbeiten von Kreativen aus dem Lichterfelder Kiez und der Umgebung. Vertreten sind fast alle Genres: Malerei, Grafik, Plastik, Fotografie sowie genähte Unikate. Im großen Saal des Bürgertreffpunkts sind zudem Arbeiten von Kindern der benachbarten Clemens-Brentano-Grundschule zu sehen. Am 1. Juni wird dort ebenfalls eine Ausstellung über den Königlichen Hofphotographen aus Groß-Lichterfelde, Hermann Rückwardt (1845–1919), eröffnet. Die Lichterfelderin Wilma Gütgemann-Holtz hat diese Dokumentation erarbeitet und zusammengestellt.

Kunst im Kiez, 1. bis 30. Juni, rund um den Bahnhof Lichterfelde West

Rückschau auf das Friedrichshain der Vorwende-Jahre

Der neue Werkraum in der Bezirksbibliothek eta-bliert sich zunehmend als Bürgertreffpunkt. Dafür sorgen die Veranstaltungen für Menschen nahezu jeden Alters. Jetzt stehen jene im Mittelpunkt, die alt genug sind, um Erinnerungen an die letzten beiden Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts mitzubringen. Denn das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum ist dort zu Gast und sammelt Material und Geschichten für eine neue Ausstellung. Dabei soll diesmal unter dem Motto „Erzählcafé: Vom Alltagsleben in den 1980er/90er-Jahren“ Fragen nachgegangen werden wie: Wie gestaltete sich das Alltagsleben in Ost-Berlin? Wie veränderte sich das Wohnen im Laufe der Zeit? Welche Rolle spielte der Mauerfall? Der Nachmittag wird moderiert und lebt von seinen Teilnehmern. Wer etwas zu berichten hat, sollte sich vorbereiten: Bild- und Tonmaterial sind willkommen.

Sonnabend, 8. Juni von 14 bis 15.30 Uhr, Pablo-Neruda-Bibliothek, Frankfurter Allee 14, Friedrichshain, Tel. 030/902 98 57 50

„Skandal! Mythos! Moderne!“ im Bröhan-Museum in Charlottenburg

Die „Vereinigung der XI“, so lautet der exzentrische, an Geheimbünde erinnernde Titel, der die Kunstwelt revolutionieren sollte. Am 5. Februar 1892 gründen elf Maler, darunter Max Liebermann, Walter Leistikow und Hans Herrmann, in Berlin eine Gemeinschaft zur Veranstaltung von künstlerischen Ausstellungen. Schon die Gründung erregt die Gemüter: Noch nie hat es einen vergleichbaren Zusammenschluss moderner Künstler als Alternative zur Akademie und den traditionellen Künstlervereinen gegeben. Ihre Mitglieder vertreten fortschrittliche Kunstrichtungen wie Impressionismus und Symbolismus, die im kaiserzeitlichen Berlin sonst kaum einen Ort haben. Die „Vereinigung der XI“ erhält großes Presseecho, ihre Ausstellungen werden kontrovers und hitzig diskutiert. Die Ausstellung „Skandal! Mythos! Moderne!“ zeigt anhand von mehr als 100 Werken erstmals die Geschichte dieser Künstlerorganisation.

Di bis So von 10 bis 18 Uhr und an allen Feiertagen, Bröhan-Museum, Schloßstraße 1a, Charlottenburg, bis 15. September 2019 im , Eintritt: 8, erm. 5 Euro.

Double von Tina Turner tritt im Estrel Hotel auf

2019 ist das Jahr von Rock-Legende Tina Turner: Nicht nur, dass ihr das vor genau 35 Jahren veröffentlichte Album „Private Dancer“ damals den weltweiten Durchbruch als Solokünstlerin verschaffte – die stimmgewaltige Sängerin feiert im November auch ihren 80. Geburtstag. Zudem wird ihr mit „Simply the Best – Die Tina Turner Story“ ein musikalisches Denkmal gesetzt. Die erfolgreiche Show, die weltweit bereits mehr als 50.000 Zuschauer angelockt hat, gastiert ab dem 5. Juni bis zum 28. Juli im Estrel Hotel in Neukölln. Hauptdarstellerin Dorothea „Coco“ Fletcher singt die Hits von Tina Turner wie „Private Dancer“oder „Simply the Best“. An ihrer Seite spielt und singt Grammy-Award-Gewinner Vasti Jackson als Ike Turner. Denn die Show ist als musikalische Biografie der Rock-Sängerin konzipiert – Erfolge und Niederlagen inklusive.

„Simply the Best – Die Tina Turner Story“, 5. Juni bis 28. Juli im Estrel Berlin, Sonnenallee 225. Karten ab 24 Euro. Tickets unter 030/68 31 68 31 oder www.stars-in-concert.de

Trainieren mit den Profis vom Racingteam auf dem Tempelhofer Feld

Am Sonntagnachmittag noch nichts vor? Die Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin (IKKBB) bietet die Möglichkeit, sonntags auf dem Tempelhofer Feld von Profisportlern aus dem IKKBB Racing Team trainiert zu werden. Egal, wie fit man ist. Teilnehmer, die länger nicht trainiert haben oder ganz neu mit dem Laufen beginnen möchten, sind besonders willkommen. Man kann zwischen Laufen, Skaten, Walken und Funktionstraining wählen. Das Training beginnt mit einem Warm-up, danach werden die Teilnehmer in die Fitness-Level-Gruppen eingeteilt. Nach dem Haupttraining beginnt das Funktional-Training. Es besteht unter anderem aus Dehnübungen und Funktionsübungen.

14 Uhr, Professional Training, Treffpunkt 13.45 Uhr am Kultur-Gate, roter Container, Haupteingang Tempelhofer Damm. Teilnahme kostenlos und ohne Anmeldung möglich, die Teilnahmezahl ist aber auf 150 Personen begrenzt.
Anmeldung: contact@pure-health-company.de;https://pure-health-company.de/trainingstermine

Schwäbische Gemütlichkeit an der Uhlandstraße

Die „Besenwirtschaft“ an der Uhlandstraße gab es schon, als die Schwaben noch nicht den Ruf hatten, ganz Berlin annektieren zu wollen, um dann flächendeckend die Kehrwoche einzuführen. Vielleicht ist das kleine Weinlokal an der Uhlandstraße deshalb seit fast 50 Jahren so beliebt bei Wilmersdorfern und „Reingeschmeckten“, wie Schwaben Neubürger zu nennen pflegen.

„Besenwirtschaft“ nennt sich im Südwesten eine Lokalität auf Weingütern, in dem Winzer nur wenige Wochen im Jahr ihren alten, noch unverkauften Wein preiswert ausschenken dürfen, um Platz für neuen zu machen. Dazu gibt es Deftiges und Gehaltvolles aus der eigenen Küche. Zum Anlocken ist es seit jeher der Brauch, einen Reisigbesen so vor das Haus zu hängen, dass es Vorbeigehenden schier unmöglich ist, ohne Einkehr zu passieren. Dieses Konzept scheint auch an der Uhlandstraße zu wirken, wo die „Besenwirtschaft“ allerdings ganzjährig geöffnet hat, und rund 40 Rot-, Weiß- und Rosé-Weine aus dem ganzen „Ländle“ ausschenkt. Getreu der Tradition, wenn auch an die Berliner Situation angepasst, bekommt man hier ein redliches „Viertele“ Riesling, Müller-Thurgau oder Kerner, Schiller oder Trollinger zwischen fünf und sechs Euro. Die Grundlage liefert Wirtin Antje Frühholz, von den Stammgästen liebevoll „Konzernleitung“ genannt“, mit Spezialitäten aus ihrer Küche. Für den kleinen Hunger gibt es Brühe mit Mini-Maultaschen (4,70 Euro), Leberknödel (4,40 Euro) oder „Flädle“ (3,80 Euro), wie die feinen Pfannkuchenstreifen im Süden genannt werden. Deftig geht es auf den Vesperplatten mit Wurst, Schinken oder Käse für Preise zwischen fünf und 9,60 Euro zu. Wenn es etwas Warmes sein soll, gibt es Maultaschen in Großformat (9,30 Euro), Leberkäs‘ mit Brot und Salat (7,70 Euro), Käsekrainer auf Kraut (7,50 Euro) oder Winzertoast (7,70 Euro), der mit Leberkäse und Ananas belegt und mit Käse überbacken ist.

Ab 18 Uhr, „Besenwirtschaft“, Uhlandstraße 159, Wilmersdorf, Tel. 030/8 81 16 23.