Die Mittelbruchzeile ist zwar als ein verkehrsberuhigter Bereich gekennzeichnet. Doch an die Schrittgeschwindigkeit hält sich kein Fahrer. Das zeigen die jüngsten Messungen der Polizei. Die Ergebnisse sind eindeutig: Die anonymisierten Verkehrsdaten wurden in einem Zeitraum von 14 Tagen für jeweils 24 Stunden aufgenommen.
Durchschnittlich fuhren die Fahrzeuge 28 Kilometer pro Stunde, die Höchstgeschwindigkeit hält ein Fahrer mit 80 Kilometer pro Stunde in Richtung Kühleweinstraße. Eigentlich darf im verkehrsberuhigten Bereich nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Die Überschreitungsrate liegt bei erschreckenden 100 Prozent. Die Anwohner plädieren bereits seit Längerem dafür, dass dort etwas unternommen werden muss.
Gemeinsam mit der Abgeordneten Bettina König (SPD) und der Polizei haben sich die Anwohner das Problem vor Ort angesehen. Das war im Juni dieses Jahres. Den damaligen Lösungsvorschlag, Bodenwellen zu installieren, könne laut Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) aufgrund der Behinderungen für die Rettungswagen nicht umgesetzt werden. Zudem seien die Parkplätze im Rahmen der Sanierung 2015 versetzt angeordnet worden. Geholfen hat diese Maßnahme scheinbar nicht.
Nach den vorgelegten Ergebnissen der Polizei sieht der Bezirk Reinickendorf jetzt Handlungsbedarf. Es ist bereits ein gemeinsamer Termin mit der Polizei im November geplant, um über mögliche Varianten der Verkehrsberuhigung zu beraten, heißt es.


