Preisverleihung

Das sind die Gewinner des achten Green Buddy Awards

Fünf Unternehmen erhalten den von Tempelhof-Schöneberg ausgelobten Umweltpreis. Die Jury sprach von nachhaltigen und innovativen Ideen.

Die Gewinner der Green Buddy Awards.

Die Gewinner der Green Buddy Awards.

Foto: Jörg Klamm

Berlin. Die Gewinner der achten Green Buddy Awards stehen fest. Mit dem Umweltpreis haben Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD), die Wirtschaftsförderung Tempelhof-Schöneberg und Kooperationspartner am Donnerstagabend die fünf nachhaltigsten und innovativsten Unternehmen und Projekte bei einer Feier im Urban Nation, Museum für Urban Contemporary an der Bülowstraße ,ausgezeichnet. „Die 42 Bewerbungen zeigen, dass sich der Preis seinen festen Platz unter den Auszeichnungen für Nachhaltigkeit erobert hat", betonte Schöttler (SPD) bei der Verleihung. „Gewürdigt werden Unternehmen, Projektgruppen und Privatpersonen, die sich für Ökologie und Nachhaltigkeit einsetzen.“

Das sind die Preisträger in den fünf Kategorien:

Kategorie „Smart Cities Lösungen"

Der Green Buddy Award in der Kategorie „Smart Cities Lösungen" ging an die Gewobag Wohnungsbau AG. In der Begründung hieß es, die Gesellschaft modernisiere 734 Wohnungen und reduziere damit den CO2-Ausstoß des Quartiers um 3.000 Tonnen pro Jahr. Der ganzheitliche Ansatz mit einzigartigem Energiekonzept, umweltschonenden Technologien, Reduzierung von Barrieren, Neubau durch Aufstockung und modernster Smart-Home-Technologie mache den „Wohnpark Mariendorf“ zum Vorzeigeprojekt.

Kategorie Einzelhandel

In der Kategorie Einzelhandel erhielt einen Green Buddy Award das Berliner Startup Sirplus auf dem Euref-Campus in Schöneberg. Das Unternehmen rettet Lebensmittel und führt sie zurück in den Kreislauf. 18 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland pro Jahr weggeworfen. Das entspricht einer LKW Ladung pro Minute. Zu groß, zu klein, zu krumm, nicht der Norm entsprechend oder mit ablaufendem Mindesthaltbarkeitsdatum, aber alles noch genießbar und landet dennoch im Müll. „Sirplus verkauft diese Lebensmittel in Berlins erstem Rettermarkt und per Online-Shop und sagt so der Lebensmittelverschwendung den Kampf an“, lobte die Jury.

Kategorie Young Green Buddy

Der Lette Verein Berlin in Schöneberg siegte in der Kategorie Young Green Buddy. Seit Anfang Mai 2018 gibt er in seiner Mensa ausschließlich Mehrwegbecher und Porzellantassen aus. Davor wurden monatlich 2.500 Pappbecher verteilt, die nach einmaliger Benutzung im Müll landeten, hieß es.

Kategorie umweltschonende Produktion

In der Kategorie Umweltschonende Produktion und produktionsnahe Dienstleistungen ging der Green Buddy Award an den Marienfelder Schornsteinfegermeister Christian Liebermann. Er betreibe nicht nur einen komplett klimaneutralen Betrieb, auch sein Privathaushalt ist laut Jury komplett klimaneutral. So effizient und sparsam ein Unternehmen auch produziere – CO2 wird unausweichlich ausgestoßen. Für den Betrieb werden zwangsläufig zum Beispiel Papier, Wasser, Erdgas und so weiter benötigt. „Doch unser Gewinner arbeitet komplett klimaneutral“, so die Jury. „Er hat sich einen Partner gesucht und seinen CO2 Ausstoß in Geld umrechnen lassen und mit diesem Geld unterstützt er Klimaschutzprojekte.“ Diese Klimaschutzprojekte sparten CO2 ein, zum Beispiel durch Aufforstung oder Ausbau erneuerbarer Energien.

Kategorie Abfallvermeidung/Reduce

Mit dem Green Buddy Award in der Kategorie Abfallvermeidung/Reduce, Reuse und Recycle wurde die AfB GmbH ausgezeichnet, die auf dem Gelände der Malzfabrik zu finden ist. „Als Europas größtes gemeinnütziges IT-Unternehmen verbindet AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung) hochwertige IT-Dienstleistung mit ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit“, begründete die Jury dies. Im Rahmen von Partnerschaften übernimmt, löscht und bereitetet die AfB gebrauchte Firmen-Hardware wieder auf. Defekte Produkte werden repariert oder für Ersatzteilgewinnung zerlegt bzw. gehen an zertifizierte Recyclingbetriebe. In allen Unternehmensbereichen arbeiteten Menschen mit und ohne Behinderung daran, dieses ressourcenschonende Geschäftsmodell umzusetzen.

Die Gewinner erhalten einen individuellen Buddy Bären, ein Preisgeld in Höhe von 2000 Euro. „Der Green Buddy Award hat sich zu einer festen Größe im Bezirk entwickelt und bietet den Unternehmen eine Bühne zur Präsentation ihrer Umweltschutzprojekte“, unterstrich Bezirksbürgermeisterin Schöttler. „Ich hoffe, dass diese Projekte noch viele Nachahmer finden.“

Kooperationspartner sind die Buddy Bär Berlin GmbH, sowie Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, die Investitionsbank Berlin, die BSR und die Marienpark Berlin, die Preise stiften und die feierliche Verleihung fördern. Weitere Auslobungen übernehmen der Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V. sowie das Umwelt- und Naturschutzamt des Bezirks.

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