Es hat länger gedauert als erhofft, aber dafür ist die Freunde nun umso größer: Das neue Auto für den kleinen Dean ist da! „Ich bin so glücklich, dass macht unseren Alltag doch erheblich leichter“, sagt die Mutter des schwer behinderten Jungen.
Im Mai vergangenen Jahres hatte die Berliner Morgenpost über den damals achtjährigen Dean und seine Mutter berichtet. Wie die beiden den Alltag meistern zwischen Arztbesuchen und Therapien und wie viele Hindernisse ihnen dabei im Weg stehen – von kaputten oder ekelhaft verunreinigten Aufzügen an Bahnhöfen, übervollen U-Bahnen und unfreundlichen Mitmenschen, die nicht bereit sind, für einen kleinen Jungen im Rollstuhl Platz zu machen.

„Die Leute rücken nicht nach hinten durch im Bus, wenn der Rollstuhlbereich voll ist. Manche tun so, als sei es eine Zumutung, wenn sie für Deans Rollstuhl Platz machen müssen“, erzählt die 28-jährige Mutter. Diese Rücksichtslosigkeit mache den Alltag mir einem behinderten Kind noch mühsamer, als er ohnehin schon ist.
Den Alltag mit einem behinderten Kind meistern
Ihr großer Traum war ein Auto, dass groß genug ist, um den Rollstuhl darin zu transportieren – vor allem, wenn Dean älter und schwerer wird und sie ihn nicht mehr so leicht heben kann. Dieser Traum ist nun in Erfüllung gegangen – dank der Hilfe der Leserinnen und Leser der Berliner Morgenpost. Berliner helfen e.V., der Verein der Berliner Morgenpost hatte im vergangenen Jahr zu Spenden für ein Rollstuhl-taugliches Auto für Dean aufgerufen: 13.000 Euro wurden daraufhin gespendet, dazu kamen 5000 Euro aus einer zweckgebundenen Erbschaft an den Verein. Weitere knapp 16.000 Euro hatten ihr Lebensgefährte, Freunde und Familie privat gesammelt, um Dean und seine Mutter zu unterstützen.
Das Jugendamt hatte eine Förderung abgelehnt und auch die Suche nach einem passenden Fahrzeug gestaltete sich langwieriger als gedacht – doch nun parkt der gebraucht gekaufte aber fast neuwertige Ford Tourneo vor der Wohnung der Familie in Buckow auf einem Behindertenparkplatz.
Fahrstühle der BVG oft nicht benutzbar
„Ich bin so froh, dass es endlich geklappt hat! Besonders jetzt, wo der BVG-Fahrstuhl am Bahnhof Johannisthaler Chaussee für ein halbes Jahr ausfällt“, sagt Deans Mutter. Mit dem großen Auto komme sie schon gut zurecht. „Nur in Parkhäuser habe ich mich noch nicht getraut“, berichtet Deans Mutter.
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Die 28-jährige Verwaltungsangestellte ist sehr jung Mutter geworden, mit 19 Jahren. „Das war natürlich nicht geplant, ich war mitten in den Vorbereitungen aufs Abitur, als ich schwanger wurde“, erzählt sie. Dass etwas mit ihrem Sohn nicht stimmt, hat sie sehr schnell gemerkt. Nach zahlreichen vergeblichen Arztbesuchen kam die niederschmetternde Diagnose, als Dean etwa ein Jahr alt war: Cerebralparese, eine Schädigung des Gehirns, Ursache unbekannt.
Bis zum Alter von zweieinhalb Jahren konnte Dean sich nur auf dem Fußboden hin- und her rollen, kaum den Kopf heben, berichtet Jennifer. „Seitdem wird es Stück für Stück besser, er kann sich besser halten, muss nicht mehr permanent gestützt werden“, sagt sie.
Erleichterung für die Wege zum Therapeuten
Sie arbeitet in Teilzeit im Bezirksamt Neukölln, um ihren Sohn zu versorgen und tut alles, damit er weitere Fortschritte machen kann. Entscheidend dafür sind die Therapien zweimal in der Woche, bei denen der Therapeut alltägliche Dinge wie Sitzen ohne Lehne oder ein paar Schritte mit den Orthesen laufen trainiert.

Die Übungen mit dem Therapeuten machen Dean viel Spaß, ebenso wie die Fahrten im neuen Auto. „Die Wege zur Therapie nach Steglitz und zu den Ärzten sind mit dem Auto so viel unkomplizierter geworden. Und wir können auch mal einen Ausflug machen. Ich bin allen Spendern so unendlich dankbar“, sagt Deans Mutter.
Wir wünschen allzeit gute Fahrt und bedanken uns ebenfalls herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern, die das möglich gemacht haben.
Zuschüsse zu behindertengerechten Fahrzeugen
Berliner helfen e.V., der gemeinnützige Verein der Berliner Morgenpost, gewährt auf Antrag und nach sorgfältiger Prüfung Zuschüsse zur Finanzierung von behindertengerechten Fahrzeugen, dem barrierefreien Umbau von Wohnung und zu Hilfsmitteln oder Therapien, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Satzungsgemäß können wir diese Unterstützung nur im Raum Berlin-Brandenburg gewähren. Weitere Informationen dazu per E-Mail an kontakt@beliner-helfen.de
Wenn Sie spenden möchten:
Berliner helfen e.V.
IBAN DE73 3702 0500 0003 3071 00 bei der SozialBank
Für eine Spendenbestätigung bitte die vollständige Anschrift bei der Überweisung angeben.




