Mathe macht Spaß – das haben die fast 700 Gewinnerinnen und Gewinner der Mathe-Adventskalender bei der großen Preisverleihung in Berlin gezeigt. Nach einem Adventsmonat voller mathematischer Herausforderungen unter dem Motto „Zurück zu den Wurzeln – Mit den Wichteln auf mathematischer Zeitreise“ wurden die besten Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und deutschen Schulen im Ausland im Audimax der Freien Universität gefeiert.
Im Foyer drehte sich alles um die Faszination der Mathematik: Im Mathe-Bazar konnten sich die kleinen und großen Gäste an mathematischen Spielen und interaktiven Ständen ausprobieren, bevor im Festsaal die Gewinner ausgezeichnet wurden. Erstmals gab es einen Jugend forscht Stand, wo erfolgreiche Projekte präsentiert wurden, Sponsor HP stellte einen Supercomputer vor.

Wie die Mathe-Wichtel logisches Denken fördern
„So fröhlich laut und lebendig geht es hier ja sonst nicht immer zu“, meinte Professor Günther Ziegler, Präsident der FU und Initiator des Wettbewerbs „Mathe im Advent“ für die Grund- und Mittelstufe aller Schulformen und Leistungsniveaus. Die Aufgaben werden in zwei Altersstufen angeboten. Kernzielgruppen sind die Klassen 4 bis 6 und 7 bis 9. Kinder der zweiten und dritten Klasse können als „Frühstarter“ mitspielen. Vom 1. bis 24. Dezember gab es täglich spannende und interessante Aufgaben für Klein und Groß. Die kleinen Geschichten mit den Mathe-Wichteln fördern mathematisches Entdecken, logisches Denken sowie Kreativität und Lesefähigkeit. Die Teilnahme ist als Einzelspieler oder im Klassenverbund möglich.

Die besten Schulen aus Berlin
Die besten Berliner Klassen im bundesweiten Wettbewerb waren die 4. Klasse der Ellef-Ringnes-Grundschule in Reinickendorf (2. Platz im Klassenspiel) und die 5G des Immanuel-Kant-Gymnasiums (3. Platz im Klassenspiel) in Lichtenberg. Den Schulpreis als beste Freie Schule hat die Katholische Schule Liebfrauen in Charlottenburg erhalten. Alle Gewinner unter www.mathe-im-advent.de
Zum dritten Mal bei dem Wettbewerb dabei und erneut ausgezeichnet als beste Klasse in Neukölln wurde die 6c der Michael-Ende-Grundschule mit Lehrerin Olivia Czarnecki. „Der Mathe-Adventskalender bietet eine tolle Möglichkeit, Mathematik mal von einer anderen Seite kennenzulernen“, sagte die Lehrerin. Drei ihrer 22 Schülerinnen und Schüler haben sogar alle 24 Aufgaben im Mathe-Adventskalender gelöst – im Mathematik-Unterricht und am Wochenende zu Hause. „Mir gefallen am besten die Aufgaben, bei denen man um die Ecke denken muss“, meinte der elfjährige Antonius. Er will später gern Bauingenieur werden.
Die neunte Klasse vom Otto-Nagel-Gymnasium in Marzahn-Hellersdorf hat ebenfalls zum dritten Mal bei „Mathe im Advent“ mitgemacht, aber zum ersten Mal gewonnen. Die 14- und 15-jährigen Schülerinnen und Schüler wurden von ihrem Mathematik-Lehrer Frank Schiller und Schulleiterin Dana Wolfram-Gagel zur Preisverleihung begleitet. „Wir brauchen ja unbedingt Nachwuchs in der Wissenschaft, da sind solche Wettbewerbe und die Förderung dafür sehr wichtig“, sagte sie.
Berliner helfen e.V. ist Regionalförderer
„Mathe im Advent“ wird von der gemeinnützigen Mathe im Leben GmbH und der Deutschen Mathematiker-Vereinigung ausgerichtet. Berliner helfen e. V., der Verein der Berliner Morgenpost, ermöglicht als Regionalförderer die kostenlose Teilnahme aller Schulklassen in Neukölln und im Märkischen Viertel. Die Berliner Sparkasse übernimmt die Kosten in Höhe von 385 Euro pro Schule für das Klassenspiel in allen Schulen in Marzahn-Hellersdorf, Gesundbrunnen, Hansaviertel, Moabit und Wedding. Dazu stiftete die Sparkasse für die regionalen Berliner Gewinnerklassen jeweils 500 Euro für die Klassenkasse.
Der Schirmherr des Wettbewerbs, Bundesbildungs- und Forschungsminister Cem Özdemir, dankte in seiner Video-Grußbotschaft ausdrücklich den mehr als 10.000 Lehrerinnen und Lehrern für ihre Beteiligung an den Mathe-Adventskalender.
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Ausgezeichnet wurden bei der Preisverleihung auch die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am digitalen Math+ Adventskalender ab der 10. Klasse. Die Aufgaben stammten dabei aus aktuellen Forschungsprojekten, die sich unter anderem mit künstlicher Intelligenz, Meinungsdynamiken, Spieltheorie und agentenbasierter Modellierung befassten. Der Math+ Adventskalender ist ein Projekt des Forschungszentrums der Berliner Mathematik in Kooperation mit niederländischen Kollegen.
200.000 Teilnehmer aus 70 Ländern haben mitgemacht
Tolle Preise wie Eintrittskarten zu Museen und Ausstellungen, Keyboards, Surfboards, Computer und Gesellschaftsspiele konnten die kleinen Frühstarter ab der 2. Klasse gewinnen. Wichtel-Preise gab es für Kinder, die mindestens 13 Aufgaben richtig gelöst hatten. „Wir möchten zeigen, dass es Spaß macht, Probleme zu lösen und die Kinder belohnen, die durchhalten“, erklärte Robert Wöstenfeld von der Mathe im Leben gGmbH. Insgesamt haben fast 200.000 Teilnehmer aus 70 Ländern bei den digitalen Mathe-Adventskalender von „Mathe im Leben“ und dem „Exzellenzcluster Math+“ mitgemacht.
Berliner helfen e.V. wird auch in 2025 die Regionalförderung für alle Schulen in Neukölln und dem Märkischen Viertel übernehmen, die Berliner Sparkasse für Marzahn-Hellersdorf und Spandau. Hauptförderer von „Mathe im Advent“ sind die Gisela und Erwin Sick Stiftung, die Mittelbrandenburgische Sparkasse und die Klaus Tschira Stiftung.




