Zum fünften Mal wurde beim Unionhilfswerk der Eberhard-Diepgen-Preis verliehen, der Organisationen und Einrichtungen würdigt, die sich um den sozialen Zusammenhalt in Berlin in herausragender Weise verdient machen. Benannt ist der Preis nach Berlins langjährigem Regierenden Bürgermeister und Stadtältestem, Eberhard Diepgen.

Ehrenamtliche zum Reden am Telefon

In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf dem Engagement gegen die Einsamkeit. Ausgezeichnet wurden der Verein Silbernetz, der gegen die Vereinsamung im Alter ankämpft, indem er am „Silbertelefon“ kostenlose und anonyme Gesprächsangebote für Senioren macht, mit denen rund 300 Ehrenamtliche sprechen.

Zweiter Preisträger ist die Telefonseelsorge Berlin-Brandenburg e.V. , die mit 240 Ehrenamtlichen etwa 30.000 Telefongespräche mit überwiegend alleinstehenden Menschen führt. Die beiden Vereine teilen sich das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro.

In Berlin leidet jeder Zehnte an Einsamkeit

„In unserer Stadt leidet mittlerweile jeder Zehnte unter Einsamkeit. Das sind rund 378.000 Menschen. Diese Zahl ist erschreckend und zutiefst bedrückend“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister und CDU-Landesvorsitzender Kai Wegner in seiner Rede und dankte den Preisträgern für ihr Engagement „Sie erinnern uns daran, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein – nicht nur an Weihnachten, sondern an jedem Tag im Jahr. Dafür gebührt Ihnen unser größter Respekt.“

Der Eberhard-Diepgen-Preis für sozialen Zusammenhalt wird seit 2018 von der CDU Berlin verliehen. Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre gehörten die Tee- und Wärmestube für Obdachlose in Neukölln, das Sozialkaufhaus Rabauke und das Christliche Kinder- und Jugendwerk Arche und das Nachbarschaftsheim Neukölln e.V.

Der Jury unter Vorsitz der langjährigen Präsidentin des DRK in Berlin, Sabine Bergmann-Pohl, gehören neben anderen die ehemalige Ausländerbeauftragte Berlins, Babara John, und der Landesvorsitzende des Unionhilfswerks, Thomas Georgi, an.