Rekordversuch

100 Helfer bauen Little Homes für Obdachlose

Petra Götze
Das etwas andere Fertighaus: Little-Home-Erfinder Sven Lüdecke (r.) und Bewohner Maurice.

Das etwas andere Fertighaus: Little-Home-Erfinder Sven Lüdecke (r.) und Bewohner Maurice.

Foto: Thomas Schubert

Rekordversuch: Der Verein Little Home e.V. will am 13. August 2002 mit 100 Helfern in 12 Stunden 10 kleine Häuser bauen.

Der Verein Little Home e.V. startete am heutigen Sonnabend, den 13. August 2022 in Berlin einen Weltrekord-Versuch: Innerhalb von zwölf Stunden wollen 100 freiwillige Helfer es schaffen, zehn fertige „Little Homes“ – kleine Häuschen – zu bauen. 12 Paletten OSB-Platten, 30 kg Schrauben, 50 Liter Farbe und 800 Holzleisten werden dabei auf dem ca. 1500 qm großen Parkplatz am Toom Baumarkt in Friedrichshain in der Hermann-Blankenstein-Straße 44 verarbeitet.

Rekordversuch für eine soziales Projekt

Die Aktion ist ein offizieller Rekordversuch für die „meisten Teilnehmenden an einem eintägigen sozialen Minihaus-Bauprojekt“. Die entstandenen Kleinen Häuschen werden an Obdachlose übergeben.

Eine Preisrichterin vom Rekord-Institut für Deutschland (RID), dem deutschsprachigen Pendant zum international ausgerichteten Guinness-Rekordbuch aus London, wird prüfen, ob die Bestleistung erreicht wurde. Höchstleistungen aus dem deutschen Sprachraum und Weltrekorde werden auf Internet-Seite www.rekord-institut.org präsentiert.

Mini-Häuser gibt es in 21 deutschen Städten

Der Verein „Little Home“ sammelt Spenden, baut davon mobile Holzhütten – mit Schlafplatz und Campingklo – und schafft so etwas, was Menschen, die auf der Straße leben fehlt: ein bisschen Privatsphäre und die Möglichkeit, die eigenen Sachen sicher zu verstauen. Die „Little Homes“ werden auf privatem Gelände errichtet und an Obdachlose verschenkt. Mittlerweile ist Initiator Sven Lüdecke aus Köln mit 160 Mini-Häusern in 21 deutschen Städten vertreten. Neben dem Bezirk Neukölln hat auch Kreuzberg mit Little Home e.V. eine langfristige Kooperation geschlossen. Der Bezirk stellt dem Verein 40 Stellplätze für Wohnboxen zur Verfügung. Es sollen auch Sozialarbeiter eingestellt werden, die sich in Absprache mit Vereinsgründer Sven Lüdecke um die Bewohner kümmern.