Schule

Viele Gewinner bei "Mathe im Advent"

Nun fand die Preisverleihung vom bundesweiten Wettbewerb „Mathe im Advent“ statt - mit vielen Berliner Siegern.

So sehen Sieger aus: Schüler der Bilingual School waren Spitze beim Lösen der Aufgaben im Mathe-Adventskalender.

So sehen Sieger aus: Schüler der Bilingual School waren Spitze beim Lösen der Aufgaben im Mathe-Adventskalender.

Foto: Charles Yunck

Berlin. Kniffelige Mathematik-Aufgaben lösen statt sich einfach eine Süßigkeit in den Mund zu stopfen? Bei der Aktion „Mathe im Advent“ funktioniert das tatsächlich: bei dem bundesweiten Wettbewerb können sich Schüler der Klassenstufe vier bis neun online zum Gewinnspiel anmelden und allein oder im Klassenverband mitspielen und spannende Preise gewinnen.

Hinter 24 Türchen verbergen sich liebevoll illus­trierte Knobel-Aufgaben mit den Weihnachtswichteln. Sie zeigen, wie die Mathematik bei Alltagsproblemen helfen kann – und dass es dabei nicht nur ums Rechnen geht. Gefragt war zum Beispiel der kürzeste Weg um den Zuckerhut im erzgebirgischen Rüodeschanerow oder Hilfe beim Bau eines dreidimensionalen Hauses vom Nikolaus. In einer Aufgabe galt es, die Zeit für die Vorbereitung einer großen Party zu berechnen.

Erster Preis für Grundschule in Heiligensee

„Mathe im Advent“ steht unter der Schirmherrschaft von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und wird von der Mathe im Leben gemeinnützigen GmbH in Kooperation mit der Deutschen Mathematiker-Vereinigung ausgerichtet, gefördert von der Gisela und Erwin Sick Stiftung. In diesem Jahr hat sich auch Berliner helfen e. V. mit einer Spende beteiligt, um Schulklassen im Märkischen Viertel die kostenfreie Teilnahme zu ermöglichen. Einzelne Schüler können kostenlos mitspielen, für das Klassenspiel zahlen Schulen pauschal 300 Euro.

Unter dem Motto „Nicht nur schlau aussehen“ haben sich 6861 Schülerinnen und Schüler in Berlin beteiligt, bundesweit waren es insgesamt 114.751. Der Mädchenanteil lag in Berlin bei 46,3 Prozent (bundesweit: 51,9 Prozent). Viele von ihnen waren in der vergangenen Woche zur großen Preisverleihung ins Audimax der Technischen Universität gekommen. Sogar aus den deutschen Schulen in Caracas und Barcelona war jeweils eine Klasse angereist.

Die Berliner schnitten mit ihren Rechenkünsten nicht schlecht ab: Der Mathe-Preis für die beste Grundschule in Deutschland ging an die Ellef-Ringnes-Grundschule in Heiligensee. 72 Schülerinnen und Schüler dieser Schule hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt: Von ihren 1181 Antworten auf gestellte Fragen und Aufgaben waren 998 richtig. Unter den Schulen in freier Trägerschaft schnitt die Berlin Bilingual School Pfefferwerk in Friedrichshain am besten ab.

470 Schülerinnnen und Schüler vom Käthe-Kollwitz-Gynmasium nahmen Teil

Gut gerechnet wird auch im Käthe-Kollwitz-Gymnasium im Prenzlauer Berg: 470 Schüler und Schülerinnen nahmen teil und landeten bei den Klassenpreisen ganz vorn: einmal auf dem ersten Platz bei den sechsten Klassen und zweimal auf dem zweiten Platz unter den Fünft- und Siebentklässlern. „In meiner fünften Klasse waren alle mit Begeisterung dabei. Wir machen jedes Jahr mit“, sagte Gabriele Neumann, Mathematik-Lehrerin am Käthe-Kollwitz-Gymnasium.

Die beste Begründung für den Mathe-Wettbewerb lieferte der Drittklässler Jonas (9) aus Soest, Sieger in der Kategorie „Frühstarter“. „Ich möchte das lernen!“, erklärte er auf der Bühne. 16 Einzelgewinner kamen aus Berlin und konnten sich über Gutscheine für Bücher, Elektronik, Experimentier-Sets bis hin zu Skateboards und Tablets freuen. Für Schulkassen gab es ganze Wandertage zu gewinnen, unter anderem mit Sonderführungen durch den Reichstag.

Ein halbes Jahr tüftelt das „Mathe im Advent“-Team an dem Kalender, auch Schüler können sich Ausgaben ausdenken und einreichen. Raquel Engel von der Kurt-Schwitters-Oberschule in Prenzlauer Berg hat die Teilnahme viel Spaß gemacht: „Manches war ganz schön ausgefuchst, aber ich mag Mathe“, sagt die Zwölfjährige.

Berliner helfen gratuliert allen, die mitgemacht haben und wird „Mathe im Advent“ auch in diesem Jahr mit einer Spende unterstützen.

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