Preisvergleich

Günstiger als ein eigenes Auto - Carsharing im Vergleich

Eigenes Auto oder doch lieber Carsharing – vor dieser Entscheidung stehen immer mehr Berliner. Hier finden Sie alle Vor- und Nachteile auf einen Blick.

Grundsätzlich gilt: Wer einen Führerschein hat, im Alltag hauptsächlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist und nur gelegentlich ein Auto braucht, kann mit Carsharing viel Geld sparen. Ein eigener Wagen verschlingt jeden Monat hunderte Euro an Unterhalt und Versicherung, steht aber die meiste Zeit ungenutzt in der Garage oder auf dem Parkplatz.

Carsharing: Autofahren ohne laufende Kosten

Beim Carsharing entfallen alle Fixkosten, stattdessen können Mitglieder eines Netzwerks die Autos nach Bedarf nutzen. Gerade für kürzere Fahrzeiten innerhalb Berlins lohnt sich das oft.

Die meisten Anbieter haben ihre Tarifstruktur so aufgebaut, dass man bei kurzen Fahrten bis 50 Kilometer am günstigsten wegkommt. Wer weniger als 7500 Kilometer im Jahr fährt, kann laut Stiftung Warentest mehr als 1000 Euro gegenüber einem eigenen Kleinwagen sparen.

Generell ist es wichtig, nicht nur Minutentarif und Kilometergeld zu betrachten. Andere Gebühren, etwa ein variabler Kraftstoffanteil, Anmeldegebühren oder Monatsbeiträge, können vermeintlich günstige Fahrtkosten in die Höhe treiben. Ein Anbietervergleich lohnt sich immer.

Längere Ausflüge ins Umland können mit Carsharing-Autos teuer werden. Wer trotzdem mal für ein paar Tage ins Grüne fahren möchte, kann auf die Wochenendtarife von Cambio (161 Euro) oder Stadtmobil (131 Euro) zurückgreifen. Allerdings gibt es für längere Fahrten oder einen Urlaub oft günstigere Mietwagenangebote.

Ab 10.000 Kilometern im Jahr lohnt sich ein eigenes Auto

Vielfahrer und Leute, die jeden Tag beruflich oder privat auf ein Auto angewiesen sind, sollten hingegen überdenken, ob Carsharing für sie das Richtige ist. Je mehr man fährt, desto kleiner wird die Ersparnis. Grundsätzlich gilt: Ab ca. 10.000 Kilometer pro Jahr wird Carsharing zu teuer, der finanzielle Vorteil gegenüber einem eigenen Auto ist aufgebraucht.

Hinzu kommt, dass gerade bei kleineren Carsharing-Anbietern wie Greenwheels, Cambio oder Stadtmobil ist nicht immer ein Auto in Reichweite ist, wenn man es braucht. Und auch bei den Großen, z.B. DriveNow oder Car2Go, kann es während der Stoßzeiten zu lokalen Engpässen kommen.

Ob Carsharing oder ein eigenes Auto die richtige Entscheidung ist, hängt also von den individuellen Lebensumständen ab.

Foto: MeMobility/BMO