Wohnen

Die Traumvillen stehen am Ufer des Griebnitzsees

Die Hälfte Babelsbergs ist bereits saniert. In kleinen Weberhäusern wohnen Menschen mit alternativem Lebensstil. Am Ufer des Griebnitzsees stehen die Villen, die Babelsberg den Ruf des Potsdamer Beverly Hills einbrachten. Für fast jeden Geldbeutel ist etwas dabei.

Wassernähe sorgt meist für beste Wohnlage, das ist auch in Babelsberg so. Dort sind die Villen am Griebnitzsee das Nonplusultra – auch was die Preise angeht. Für die großzügigen und stilistisch vielfältigen Villen müssen Käufer weit über 3000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche bezahlen. Wer so viel Geld für den täglichen Blick auf das einst innerdeutsche Grenzgewässer nicht zahlen kann oder möchte, dem bleiben dennoch reizvolle Alternativen: Villen mit ausladenden Grundstücken im Nordosten Babelsbergs. Hier bewegen sich die Quadratmeterkaufpreise für Wohnfläche zwischen 1500 und 2500 Euro. Zum Teil müssen die Objekte noch saniert werden, doch wer die Mühe auf sich nimmt, wohnt in einer ruhigen Gegend, die durch ihre alten Bäume sehr romantisch wirkt.

Weniger herrschaftlich, dafür sehr pittoresk sind die Bauten im Zentrum von Babelsberg. Hier sind es die vielen kleinen Läden und Fachgeschäfte „um die Ecke“, die das Leben angenehm machen. Zwischen den Straßen Alt Nowawes, Karl-Liebknecht-Straße und Rudolf-Breitscheid-Straße finden sich viele liebevoll sanierte „Weberhäuer“. Die oft nur eingeschossigen Gebäude der einst aus Böhmen eingewanderten Textilhandwerker sind beliebt bei Familien und selbstständigen Kleinunternehmern mit alternativem Lebensstil. Hier kostet der Wohnquadratmeter zwischen 1000 und 1800 Euro. Die Babelsberger Nettokaltmieten reichen in einfacher bis guter Lage von 3 bis 7,50 Euro, in guter bis sehr guter Lage von 3,50 bis 10,50 Euro.

Beinahe alle Straßenzüge in Babelsberg sind offiziell „Sanierungsgebiet“. Die Stadt erneuert die Fahrbahnen, Hauseigentümer müssen ihr Objekt in Schuss bringen. Die Fördermittel, aber auch die Gebühren und Abgaben sind vom Land Brandenburg geregelt. Der Altbaubestand ist etwa zur Hälfte saniert, und auch bei der Instandsetzung der Straßen geht es deutlich voran. An etlichen Stellen engagieren sich Anlieger für eine behutsame Erneuerung des traditionellen Kopfsteinpflasters.