Tötungsdelikt

Mann tötet Frau mit Axt – Polizei erschießt ihn

| Lesedauer: 2 Minuten
Die tödliche Auseinandersetzung ereignete sich am Sonntagvormittag an der Löwenberger Straße in Berlin-Lichtenberg.

Die tödliche Auseinandersetzung ereignete sich am Sonntagvormittag an der Löwenberger Straße in Berlin-Lichtenberg.

Foto: Peise

In Lichtenberg hat ein Mann am Sonntagvormittag eine Frau getötet. Bei dem Einsatz machten die Beamten von der Schusswaffe Gebrauch.

Berlin. In Lichtenberg hat sich am Sonntagmorgen ein Drama mit tödlichem Ende ereignet. Ein Mann hat eine Frau mit einer Axt erschlagen. Polizisten erschossen den Mann. Gegen 7.40 Uhr hatten Nachbarn Schreie aus einer Wohnung in der neunten Etage einen Mehrfamilienhauses an der Löwenberger Straße gehört und die Polizei alarmiert. Als die Polizei eintraf, hat der Mann mit einer Axt auf die am Boden liegende Frau eingeschlagen, wie ein Sprecher sagte. Die Beamten feuerten mehrere Schüsse auf den Mann ab und verletzten ihn tödlich. Die 27 Jahre alte Frau erlag noch am Ort des Geschehens ihren schweren Verletzungen, die ihr der Mann mit der Axt zugefügt hatte.

Auch Stunden nach der Tat lagen noch keine Erkenntnisse darüber vor, in welcher Beziehung das streitende Paar zueinander stand. Auch zu wem die Wohnung gehört, war noch unklar. „Weder der Täter noch das Opfer sind in der Wohnung gemeldet“, sagte der Sprecher. Nach Morgenpost-Informationen handelt es sich bei dem Mann um einen Kosovo-Albaner, bei der 27-jährigen Frau um eine Ukrainerin. Die 4. Mordkommission des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen zu dem Tötungsdelikt übernommen. Von der Mordkommission wird auch untersucht, ob die von den Beamten abgegebenen Schüsse gerechtfertigt waren. Wie viele abgegeben wurden und wie viele Beamte geschossen haben, ist Teil der Ermittlungen. Die Polizisten wurden von einem Seelsorger betreut.

Tödlicher Angriff in Lichtenberg: "Schusswaffe als letztes Mittel"

Bodo Pfalzgraf, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft Berlin, teilte am Sonntag auf Twitter mit: „Solche Einsätze mit grausamen Szenen zeigen, wie gefährlich meine Kollegen täglich leben. Wenn Einsatzkräfte dann so angegriffen werden, dann bleibt nur die Schusswaffe als letztes Mittel, weil uns andere wirksame Mittel wie der Taser von der Politik vorenthalten werden.“

Erst vor wenigen Tagen hatte Berlins Gleichstellungssenatorin Ulrike Gote im Abgeordnetenhaus Zahlen zu Femiziden genannt. Demnach wird alle drei Wochen in Berlin eine Frau Opfer eines Femizids, Besserung ist bei dieser extremsten Form der Gewalt gegen Frauen bisher nicht in Sicht. 2019 wurden 18 Frauen von Ehemännern, Ex-Freunden, geschiedenen Partnern oder anderen Angehörigen umgebracht. 2020 waren es 20, 2021 dann wieder 18.