Blaulicht-Blog

Oberschöneweide: Toter Mann in der Spree entdeckt

| Lesedauer: 8 Minuten
In der Spree trieb eine tote Person.

In der Spree trieb eine tote Person.

Foto: Morris Pudwell

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 22. Juli 2022.

Oberschöneweide: Tote Person in der Spree

Die Feuerwehr hat am Donnerstagabend im Bezirk Treptow-Köpenick eine männliche Leiche aus der Spree geborgen. Eine Passantin habe im Ortsteil Oberschöneweide eine leblose Person im Wasser treibend entdeckt und die Rettungskräfte der Feuerwehr alarmiert, sagte eine Sprecherin der Polizei am Freitag. Die Feuerwehr habe den Leichnam geborgen. „Es gibt keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.“

Der Tote wurde den Angaben zufolge als ein 57-jähriger Mann identifiziert, der in Berlin wohnhaft gewesen sei. Die Leiche sei ins gerichtsmedizinische Institut gekommen, sagte die Polizeisprecherin. Die Todesursache sei noch unbekannt. „Wenn Wasserleichen geborgen werden, wird ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet“, hieß es.

Mitte: Arbeiter stirbt in Versorgungstunnel unter der Spree

Bei einem schweren Arbeitsunfall ist am Freitagmittag in Mitte ein Mensch ums Leben gekommen. Wie die Berliner Feuerwehr auf Twitter mitteilte, sei die Person in einem 30 Meter unter der Spree liegenden Versorgungstunnel tödlich verletzt worden. Zwei weitere Arbeiter seien vor Ort betreut, eine Person mit Schocksymptomen in ein Krankenhaus gebracht worden. 35 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort. Der genaue Hergang war zunächst unklar.

Stolpe: Zu viele Getränkedosen - Polizei stoppt Party-Transporter

Auf dem Weg von Dänemark zu einer Party in Berlin hat die Polizei einen mit Getränkedosen überladenen Transporter gestoppt. Das Fahrzeug habe am Freitagmorgen auf dem Autobahnparkplatz Stolpe etwa 5,7 Tonnen auf die Waage gebracht, teilte die Polizei mit. Damit sei es etwa 60 Prozent schwerer gewesen als erlaubt. Der 30-jährige dänische Fahrer habe die Getränkepaletten für eine Privatfeier von Dänemark nach Berlin bringen wollen, gab er demnach an. Ihm drohen nun 470 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Außerdem musste er sich um die Umverteilung auf einen weiteren Transporter kümmern.

Kreuzberg: Mutmaßlicher Dealer verletzt drei Polizisten

Bei einem Polizeieinsatz in Kreuzberg sind am Donnerstagnachmittag drei Polizeikräfte verletzt worden. Gegen 16.45 Uhr beobachteten die in zivil eingesetzten Kräfte in der Brachvogelstraße, dass ein Mann kurzzeitig zu einem anderen Mann in ein Fahrzeug stieg, sich vorher sichernd umsah und den Wagen wenig später wieder verließ. Hierdurch entstand der Eindruck eines mutmaßlichen Drogendeals, woraufhin sich die beiden Polizisten und die Polizistin zu einer Kontrolle entschieden und Unterstützung anforderten. Sie sprachen den mutmaßlichen Käufer, einen 26-Jährigen, etwas abgesetzt vom Fahrzeug an, gaben sich als Polizeikräfte zu erkennen und hielten ihn fest. Der Angesprochene schlug und trat daraufhin wild um sich. Noch während die Polizeikräfte versuchten, ihm die Handfessel anzulegen, kam plötzlich der Fahrer des Wagens, ein 24-Jähriger, hinzu und schlug einem der Polizisten mit der Faust ins Gesicht. Hierdurch gelang es dem 26-Jährigen, sich der Festnahme zu entziehen und wegzurennen. Er konnte jedoch nach wenigen Metern durch die inzwischen eingetroffenen Unterstützungskräfte eingeholt und zu Boden gebracht werden. Auch hierbei schlug und trat der Mann weiterhin permanent um sich. Ihm wurde die Handfessel angelegt und er wurde vorläufig festgenommen.

Eine freiwillig gestattete Durchsuchung des Fahrzeugs verlief negativ, der 24-Jährige war jedoch nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Betäubungsmittel konnten bei beiden Männern nicht aufgefunden werden. Drei Polizeikräfte wurden durch die Schläge und Tritte verletzt. Die Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Tätlichen Angriffs, Gefangenenbefreiung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis dauern an.

Prenzlauer Berg: Mann attackiert Fahrgäste in Tram

Am Donnerstagabend wurde die Polizei zu einer Straßenbahnhaltestelle in Prenzlauer Berg alarmiert. Nach den Angaben von Zeuginnen und Zeugen bestieg gegen 19.45 Uhr ein 37 Jahre alter Mann an der Haltestelle Humannplatz die Bahn und beleidigte und bedrohte mehrere Mitfahrende. Als ein 33-jähriger Fahrgast schlichtend eingreifen wollte, wurde dieser von dem Pöbler rassistisch beleidigt und zudem in den Schwitzkasten genommen. Der 56-jährige Tramfahrer forderte an der Pappelallee den 37-Jährigen auf, die Straßenbahn zu verlassen, woraufhin dieser einen Hammer aus seinem Rucksack holte und damit den Fahrer und den Fahrgast bedrohte. Schließlich verließ der aggressive Mann die Tram. Einsatzkräfte nahmen den Tatverdächtigen wenig später dort fest. Während der polizeilichen Maßnahmen beleidigte und bedrohte der Festgenommene mehrere Polizisten verbal. Er wurde nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung und einer Blutentnahme wieder entlassen und muss sich nun wegen Bedrohungen und Beleidigungen verantworten.

Gesundbrunnen: Mann geht mit Axt auf Kontrahenten los

Ein Mann ist bei einem Streit in Gesundbrunnen mit einer Axt auf seinen Kontrahenten losgegangen. Die beiden Männer beschimpften sich am Donnerstagabend lautstark in der Wollankstraße, teilte die Polizei am Freitag mit. Demnach stand einer der Männer, ein 37-Jähriger, vor dem Haus, der andere, ein 26-Jähriger, auf dem Balkon.

Unter den Augen von Zivilpolizisten tauchte der Jüngere mit einer Axt vor dem Haus auf, lief auf den Älteren zu und holte aus. Die Polizisten gingen mit gezogenen Waffen dazwischen. Der 26-Jährige wurde festgenommen. Laut Polizei sollen sich die Männer bereits eine Stunde zuvor gestritten haben. Auch dort sei es zu einem Polizeieinsatz gekommen. Die Ermittlungen laufen.

Prenzlauer Berg: Polizei nimmt jugendliche Einbrecher fest

Polizisten haben am DonnerstagaAend einen 15- und zwei 17-jährige Jugendliche sowie einen 18 Jahre alten Heranwachsenden in Prenzlauer Berg festgenommen. Sie stehen im Verdacht, in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Varnhagenstraße eingebrochen zu haben. Gegen 20.15 Uhr beobachtete ein Zeuge eine männliche Person, die mit vermeintlichem Diebesgut aus einem Fenster der betroffenen Wohnung sprang und informierte einen der in der Wohnung befindlichen 25-jährigen Mieter über seine Beobachtung. Dieser alarmierte die Polizei, die kurze Zeit später in der Nähe des Tatorts vier Tatverdächtige festnehmen konnte. Bei diesen fanden und beschlagnahmten die Beamten das mutmaßliche Diebesgut­ – mehrere Laptops und Schmuck sowie ein Portemonnaie. Die Tatverdächtigen wurden zur erkennungsdienstlichen Behandlung in einen Polizeigewahrsam gebracht und dann wieder auf freien Fuß gelassen.

Mitte: Dooring-Unfall - Radfahrerin schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall in der vergangenen Nacht wurde eine Radfahrerin in Tiergarten schwer verletzt. Nach den bisherigen Ermittlungen und Aussagen parkte gegen 22.50 Uhr der 49-jährige Fahrer eines Opel das Fahrzeug verkehrswidrig auf dem Gehweg der Bellevuestraße. Die 51-jährige Radfahrerin, die vom Potsdamer Platz kommend die Bellevuestraße befuhr, versuchte noch der sich öffnenden Fahrertür auszuweichen, stürzte und verletzte sich am Kopf sowie an den Beinen. Rettungskräfte brachten die Verletzte in ein Krankenhaus, in dem sie stationär aufgenommen wurde.

Spandau: Schreibwarengeschäft überfallen

Am Donnerstagabend haben zwei Männer den Mitarbeiter eines Schreibwarengeschäfts in Spandau überfallen. Der 18-jährige Angestellte gab an, dass er gegen 20.10 Uhr beim Verlassen der Filiale in der Klosterstraße an der Hintertür von einem Unbekannten überrascht und in die Räume zurückgedrängt wurde. In einem Büro soll der Tatverdächtige ihn dann aufgefordert haben, Geld herauszugeben, was dieser auch tat. Als der 18-Jährige versuchte, sich gegen den Räuber zu wehren, soll ein mutmaßlicher Mittäter des Angreifers, den der junge Mann bis dahin nicht bemerkt hatte, ihm einen Reizstoff ins Gesicht gesprüht haben. Anschließend flüchtete das Duo mit der Beute. Der 18-Jährige erlitt Augenreizungen und musste ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden.

( BM/dpa )