Kriminalität

Prostituierte in Bayern getötet: Spur führt nach Berlin

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Luca V. hielt sich in den Monaten vor ihrem Tod vorwiegend in Berlin auf.

Luca V. hielt sich in den Monaten vor ihrem Tod vorwiegend in Berlin auf.

Foto: Polizei/BM Montage

Luca V. wurde im Januar in einem Waldstück bei Starnberg getötet. Zuletzt lebte sie in Berlin. Die Polizei bittet um Hinweise.

Berlin/Starnberg. Nach dem gewaltsamen Tod einer Prostituierten in Bayern bittet die dortige Polizei um Hinweise auch aus dere Berliner Berlin. Denn Luca V. hatte sich zuletzt viel in der Hauptstadt aufgehalten. Die Leiche der 25-Jährigen war am 16. Januar in einem Waldstück bei Starnberg (Oberbayern) vom Hund einer Spaziergängerin gefunden worden – etwa 25 Kilometer südlich von München. Sie lag mit Laub bedeckt im Geäst. Die Ermittler gehen davon aus, dass Luca V. zwischen November und Dezember 2021 umgebracht wurde. Genauer könne der Zeitraum wegen der bereits teilweise eingetretenen Verwesung nicht bestimmt werden, heißt es.

Luca V. war Ungarin und stammte aus Budapest. Zwischen August und November 2021 lebte sie jedoch in verschiedene Hotels in Berlin, wo sie der Prostitution nachging. Ihre Dienste bot sie dabei über verschiedene Escort- und Erotik-Portale im Internet unter den Namen „Maya und „Alina“ an. Im November 2021 ging sie dann nach München, wo sie weiter als Prostituierte arbeitete. Im April nahmen Kräfte der bayerische Polizei gemeinsam mit ungarischen Kräften den Lebensgefährten der Getöteten in Budapest fest. Der 26 Jahre alte Nigerianer gilt als dringend tatverdächtig, Luca V. getötet zu haben, und wurde inzwischen nach Deutschland überstellt, wo er in Untersuchungshaft sitzt. Nach Auskunft von Andreas Aichele, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, weist der Verdächtige sämtliche Vorwürfe zurück.

Bayerische Ermittler wollen Verhältnis zum Lebensgefährten beleuchten

Den bayerischen Ermittlern geht es vor allem darum, die letzten Monate im Leben der jungen Frau bestmöglich rekonstruieren zu können. „Wir wollen vor allem das Verhältnis zu ihrem Lebensgefährten besser beleuchten und die Hintergründe der Tat objektiv einschätzen“, sagt Aichele der Berliner Morgenpost. Die Ermittlungsgruppe (EG) Kapellenweg der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck – benannt nach dem Fundort der Leiche am Starnberger See – bittet daher Arbeitskolleginnen, Freunde, Freier oder weitere Zeugen, die Luca V. begegnet sind oder Kontakt zu ihr hatten, sich zu melden.

Bereits am Mittwoch hatte die bayerische Polizei in Berlin einen entsprechenden Aufruf veröffentlicht. Rückmeldungen aus der Hauptstadt seien aber bisher ausgeblieben, so Sprecher Aichele weiter. Daher bestehe weiter die Bitte, sich mit der Kriminalpolizei in Fürstenfeldbruck unter der Telefonnummer 08141-6120 in Verbindung zu setzen.

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