Blaulicht-Blog

Wasserschaden: Hochhaus in Mitte geräumt

| Lesedauer: 8 Minuten
Ein Feuerwehrmann im Einsatz. (Symbolbild).

Ein Feuerwehrmann im Einsatz. (Symbolbild).

Foto: Soeren Stache / dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 29. Mai 2022.

Mitte: Hochhaus nach Wasserschaden geräumt

Hunderte Menschen mussten wegen einer defekten Wasserleitung ihre Wohnungen in einem Berliner Hochhaus in Mitte verlassen. Ein herausgebrochenes Ventil habe am Samstagabend zu einem erheblichen Wasserschaden im elften Stock des 20-geschössigen Hochhauses in der Leipziger Straße geführt, teilte ein Sprecher der Feuerwehr am Sonntag mit. Zeitweise habe man von außen beobachten können, wie Wasser die Fassade des Gebäudes heruntergelaufen sei.

Das zuständige Bezirksamt Mitte entschied demnach aus Sicherheitsgründen, das Gebäude zu räumen. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr brachten den Angaben zufolge bis zum frühen Sonntagmorgen rund 200 Menschen in Sicherheit. Insgesamt sollen in dem Haus etwa 300 Menschen wohnen. Polizei und Feuerwehr waren nach den Angaben vom Sonntag mit rund 70 Einsatzkräften vor Ort.

Die Bewohner seien mit Unterstützung der Berliner Verkehrsbetriebe zum ehemaligen Flughafen Tegel gebracht worden, wo sie unter anderem in Hotels untergekommen seien, hieß es von der Feuerwehr. Ein Sprecher der zuständigen kommunalen Wohnungsgesellschaft WBM teilte mit, die meisten Betroffenen seien im Terminal A in Tegel untergekommen, hier habe der Senat geholfen. Dort befinden sich das Ankunftszentrum für Ukraine-Flüchtlinge und eine Notunterkunft.

Die WBM stehe mit den Mieterinnen und Mietern in Kontakt, so der Sprecher weiter. „Wir unterstützen, wo wir können. Wir befinden uns in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt Berlin-Mitte.“ Als nächstes werde der Gesamtschaden des Wohnhauses begutachtet. „Daraus leiten sich dann die nächsten Schritte ab.“

Die Behebung der Havarie werde vermutlich rund eine Woche dauern, sagte der für Facility Management zuständige Bezirksstadtrat in Berlin-Mitte, Ephraim Gothe, dem RBB. „Ich will den Teufel auch nicht an die Wand malen, dass das viel länger als eine Woche dauert, aber eine Woche wird es bestimmt sein.“ Dem „Berliner Kurier“ sagte Gothe, dass bei dem Einsatz wegen der Gefahr von Kurzschlüssen der Strom abgeschaltet worden sei.

Mitte: Polizisten nehmen Taschendieb fest

Polizisten haben am Samstagabend in Mitte einen 29-jährigen mutmaßlichen Taschendieb festgenommen. Der Mann soll nach Aussage eines ebenfalls 29 Jahre alten Mannes diesem gegen 20.30 Uhr in einem Einkaufszentrum am Leipziger Platz ein Portemonnaie mit Bargeld und mehreren Kreditkarten gestohlen haben, nachdem er ihn zunächst in ein Gespräch verwickelt haben soll. Als der Mann den Diebstahl bemerkte, alarmierte er die Polizei. Die Beamten konnten den Tatverdächtigen kurze Zeit später in der Friedrichstraße festnehmen. Aktuelle Abbuchungen von einer der entwendeten Kreditkarten hatten die Beamtinnen und Beamten auf die Spur des Mannes gebracht, den der Bestohlene schließlich wiedererkannte. Bei der Durchsuchung des mutmaßlichen Diebes wurden unter anderem die entwendeten Kreditkarten und die ID-Karte des Geschädigten gefunden. Der Tatverdächtige wurde zur erkennungsdienstlichen Behandlung in einen Polizeigewahrsam gebracht, von wo aus er dem ermittlungsführenden Dezernat für Taschendiebstahl beim Landeskriminalamt übergeben wurde. Er soll noch am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Gesundbrunnen: Zwei Festnahmen nach Einbruch in Autoteilehandel

Nach dem Einbruch in einen Autoteilehandel in Gesundbrunnen in der Nacht zu Sonntag konnten Polizisten zwei Tatverdächtige festnehmen. Gegen 5 Uhr hatte ein Zeuge über den Polizeinotruf die Beamten alarmiert und mitgeteilt, dass sich auf dem zu dem Geschäft in der Pankstraße gehörenden Parkplatz drei verdächtig verhaltende Personen befinden. Als die Polizisten eintrafen, stellten sie einen 18- und 19-jährigen Tatverdächtigen im Geschäft fest und nahmen beide beim Herausklettern durch ein zuvor offenbar aufgehebeltes Fenster fest. Bei einem der beiden fanden sie mutmaßlich bei dem Einbruch entwendetes Bargeld.

Staaken: Fahrzeug in Brand gesteckt

Ein Zeuge bemerkte am Sonntagvormittag ein brennendes Auto in Staaken. Kurz vor 10 Uhr vernahm der Anwohner des Blasewitzer Ringes einen lauten Knall und sah auf einem Parkplatz einen Mercedes-Benz in Flammen stehen. Das Feuer breitete sich auch auf einen benachbarten Hyundai aus. Alarmierte Brandbekämpfer der Feuerwehr löschten die Flammen, die den Hyundai bereits stark beschädigt und den Mercedes beinahe vollständig zerstört hatten. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes übernahm die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachtes der Brandstiftung.

Zehlendorf: Suche nach vermissten Bootsfahrern am Wannsee

Ein herrenloses Kanu auf dem Berliner Wannsee hat am Samstag eine größere Suchaktion ausgelöst. Dutzende Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Deutschem Rotem Kreuz und der DLRG hätten dort am Samstagabend nach drei Männern gesucht, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Angestellte der Berliner Bäderbetriebe hatten demnach ein gestrandetes Boot entdeckt, das die Männer zuvor gemietet hatten.

Bei der Suche kamen laut dem Sprecher der Feuerwehr zwölf Rettungsboote zum Einsatz, dazu Taucher, ein Rettungshubschrauber des ADAC und ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkameras. Die Suche sei nach rund 90 Minuten abgebrochen worden, hieß es weiter. Die Männer im Alter von rund 20 Jahren wurden bisher nicht als vermisst gemeldet, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte - man gehe darum davon aus, dass niemand zu Schaden gekommen sei.

Mitte: Gruppe schlägt auf 19-Jährigen ein und versucht Bar zu stürmen

Mehrere Unbekannte sollen einen 19-Jährigen in Mitte geschlagen, verfolgt und ihn sowie seine Begleiter mit Pfefferspray attackiert haben. Zuvor sei im James-Simon-Park ein Streit zwischen zwei Gruppen eskaliert, teilte die Polizei mit.

Mitarbeiter einer nahegelegenen Bar brachten den jungen Mann demnach in der Nacht zum Sonntag in ihrem Laden in Sicherheit, nachdem er von mehreren Männern einer rund 30-köpfigen Gruppe geschlagen und getreten worden war. Die Angreifer sollen daraufhin Flaschen gegen die Fenster der Bar geworfen haben, beim Eintreffen der Polizei aber geflohen sein - genauso wie der 19-Jährige. Wenig später hätten mehrere Männer ihn und drei Begleiter im Alter von 17 bis 19 Jahren in der Burgstraße mit Pfefferspray angegriffen. Ob es sich dabei um dieselben Angreifer handelt, ist nach Angaben eines Polizeisprechers vom Sonntag unklar.

Rettungskräfte behandelten die vier jungen Männer ambulant vor Ort, wie es weiter hieß. Demnach wollten sie keine Anzeige erstatten. Die Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung.

Mitte: Räuber verletzten Tankstellenmitarbeiter

Bei einem Raub in Moabit ist in der vergangenen Nacht ein 25 Jahre alter Mann leicht verletzt worden. Laut Polizei brachte der Mitarbeiter einer Tankstelle an der Quitzowstraße gegen 22.20 Uhr die Tageseinnahmen vom Verkaufsraum der Tankstelle zum wenige Meter entfernten Bürogebäude, als zwei Männer auf ihn zugerannt kamen. Wie der 25-Jährige bei der Befragung angab, habe einer der Männer ihm einen Reizstoff ins Gesicht gesprüht, während der zweite ihm mehrfach gegen ein Bein getreten und die Herausgabe von Geld gefordert habe.

Nachdem der Mitarbeiter der Forderung nachkam, seien die Tatverdächtigen davongerannt. Eine sofort eingeleitete Absuche des Nahbereichs verlief erfolglos. Der Mitarbeiter erlitt bei dem Raub Reizungen der Augen und klagte über Schmerzen. Er wurde durch Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr ambulant behandelt.

Auf Friedhof in Oranienburg eingebrochen

Mehrere Männer sollen auf den städtischen Friedhof von Oranienburg (Oberhavel) eingebrochen sein und sich danach eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert haben. Das Auto der drei wurde am Samstagmorgen in der Nähe des Friedhofs gestoppt, nachdem dort kurz zuvor eine Alarmanlage ausgelöst worden war, wie die Polizei mitteilte. Zwei der drei Insassen sollen daraufhin zu Fuß geflohen sein - ein Fährtenhund habe allerdings einen der Flüchtigen wenig später auf einem Kinderspielplatz aufgespürt, hieß es weiter.

Im Fluchtauto fanden die Beamten den Angaben zufolge hochwertige Werkzeuge vom Friedhofsgelände. Der Fahrer soll sich demnach mit falschen Personalien ausgewiesen haben und per Haftbefehl gesucht sein. Außerdem sei er betrunken und ohne Führerschein unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit.

Die beiden mutmaßlichen Diebe im Alter von 47 Jahren wurden demnach am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt. Der dritte Tatverdächtige ist nach den Angaben eines Polizeisprechers vom Sonntag weiterhin auf der Flucht.