Blaulicht-Blog

Passagiermaschine muss Drohne bei BER-Anflug ausweichen

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Ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht (Archivbild).

Ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht (Archivbild).

Foto: Patrick Seeger / dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 15. Mai 2022.

Grünheide: Drohne behindert Passagiermaschine bei Anflug auf BER

Eine Drohne hat in rund 1000 Meter Höhe über der Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide (Oder-Spree) den Anflug einer Passagiermaschine auf den Hauptstadtflughafen BER behindert. Das Flugzeug habe der Drohne am Samstagmorgen in einer Höhe von 3000 Fuß ausweichen müssen, berichtete die Polizeidirektion Ost am Sonntag. Im Zuge der eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen habe kein Verdächtiger ermittelt werden können. Ermittelt wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Die Polizei wies darauf hin, dass das Tesla-Werk in der Kontrollzone des Flughafens stehe. Dort seien Drohnenflüge ohne Genehmigung der Flugsicherungsbehörde nur bis zu einer Höhe von 50 Metern zugelassen.

Schöneberg: Sturz von S-Bahn-Dach - Zustand von Jugendlichem weiter „kritisch“

Der Zustand des Jugendlichen, der in Berlin vom Dach einer fahrenden S-Bahn gefallen und dabei schwer verletzt worden ist, ist weiterhin „kritisch“. Das teilte eine Sprecherin der Bundespolizei am Sonntagnachmittag mit.


Der 16-Jährige war zusammen mit mindestens vier anderen Menschen am Freitagabend auf dem Dach der S1 mitgefahren, wie die Polizei am Sonnabend mitgeteilt hatte. Beim Herunterspringen am S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke in Tempelhof-Schönefeld sei er zwischen zwei Waggons auf die Gleise gefallen. Die S-Bahn rollte in dem Moment in den Bahnhof ein und fuhr über den im Gleisbett liegenden Jugendlichen. Dabei erlitt der 16-Jährige schwere Verletzungen an den Beinen, wie es hieß.

Die Polizei ermittelt nun und befragt Zeugen. Unter anderem sei derzeit noch unklar, wer die vier weiteren Menschen waren, die auf dem Dach der S-Bahn mitfuhren. Unklar sei außerdem, ob es sogar noch mehr als vier waren.

Waidmannslust: Radfahrerin lebensgefährlich verletzt

Am Samstagabend hat eine Radfahrerin in Waidmannslust bei einem Sturz lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Die 52-Jährige fuhr gegen 22 Uhr den Oraniendamm in Richtung Zabel-Krüger-Damm entlang. Dabei stürzte sie aus einem unbekannten Grund. Von Passanten alarmierte Rettungskräfte brachten die Radfahrerin mit lebensgefährlichen Verletzungen am Kopf, am Arm und an der Hüfte in ein Krankenhaus. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang, insbesondere ob andere Fahrzeuge involviert gewesen sein könnten, hat ein Fachkommissariat übernommen.

Schöneberg: Jugendlicher bei Streit lebensgefährlich verletzt

Ein Jugendlicher hat am Sonnabend in Schöneberg lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Der Polizei zufolge war der 16-Jährige am Abend gegen 21.30 Uhr mit sechs Bekannten am Innsbrucker Platz auf dem Weg zum Eingang des U-Bahnhofs an der Wexstraße. Dort trafen sie auf weitere fünf bis sechs Jugendliche. Aus noch ungeklärter Ursache hätten die Jugendlichen sich angepöbelt, so die Polizei. Aus der Gruppe sei einer auf den 16-Jährigen zugegangen und habe ihm mit der Faust so wuchtig in das Gesicht geschlagen, das der Jugendliche zu Boden ging und mit dem Kopf aufschlieg. Die Gruppe des Schlägers ergriff die Flucht. Der 16-Jährige musste mit einem Schädel-Hirn-Trauma in ein Krankenhaus gebracht werden.

E-Scooter-Fahrer fährt Polizisten an und leistet Widerstand

Ein jugendlicher E-Scooter-Fahrer hat sich am Sonnabend in Spandau mit der Polizei angelegt. Der 17-Jährige war mit zwei weiteren Jugendlichen auf E-Scootern unterwegs, so die Polizei, als er auf dem Gehweg des Lindenufers einen Polizisten in Zivil anfuhr und ihm gegen den Arm schlug. Der Beamte, der mit einem Kollegen auf Fußstreife war, konnte die Gruppe kurz darauf stellen. Zwei 16-Jährige wiesen sich aus, der 17-Jährige leistete jedoch Widerstand. Die Beamten brachten ihn zu Boden und legten ihm Handfesseln an. Nach Rücksprache mit dem Vater und nach Ende der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder freigelassen. Der Polizist erlitt eine leichte Verletzung.

Mitte: Mehrere Festnahmen bei Kurden-Demo in Berlin

Bei einer Demonstration von Kurden hat die Polizei am Sonnabend in Mitte 13 Personen festgenommen, wie sie am Sonntag mitteilte. Ein Beamter sei bei einem Flaschenwurf verletzt worden.

Zunächst hätten sich rund 230 Menschen am Vormittag am Potsdamer Platz versammelt. Bis zum Mittag sei die Teilnehmerzahl auf 650 angestiegen. Während der Demo seien wiederholt verbotene Parolen gerufen worden, sodass die Polizei den Aufzug mehrfach anhielt, damit der Versammlungsleiter Durchsagen machen konnte.

Zum Zusammenstoß kam es gegen 14.30 Uhr zwischen Jugendlichen und Einsatzkräften an der Kreuzung Unter den Linden / Schadowstraße. Dort hätten die Täter die Polizisten mit Schlägen und Tritten attackiert und dabei auch Fahnenstangen und Plakate als Schlagwaffen benutzt. Hier wurde auch der Beamte durch den Flaschenwurf verletzt. Die Polizisten konnten durch "Schieben und Drücken" weitere Übergriffe verhindern. Zwei Verdächtige im Alter von 15 und 24 Jahren wurden festgenommen. Dabei sei auch Widerstand geleistet worden.

Am Ende der Demo an der Wilhelmstraße gab es weitere Festnahmen, weil die Demo-Teilnehmer entweder die Einsatzkräfte erneut attackierten oder nach den vorherigen Attacken wiedererkannt wurden. Die Polizei leitete zunächst 18 Ermittlungsverfahren ein, die Auswertung von Videoaufnahmen dauere aber noch an.

Insgesamt seien 1050 Beamte im Einsatz gewesen, um diese Demonstration sowie drei weitere zu schützen, an denen weitere 285 Menschen teilgenommen hätten. Zudem sollten die Verbote zweier weiterer Demonstrationen durchgesetzt werden.

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Marzahn: Brennender Motorroller in Tiefgarage

In der Nacht zu Sonntag stand in einer Tiefgarage in Marzahn ein Motorroller in Flammen. Ein 33-Jähriger hatte zunächst gegen 2.50 Uhr einen Knall aus der Tiefgarage eines Geschäftsgebäudes an der Havemannstraße gehört. Er entdeckte dann das brennende Fahrzeug. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, der Roller brannte jedoch vollständig aus. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung.

Bad Wilsnack: Brand einer Gartenlaube - Anwohnerin bei Löschversuch verletzt

Beim Brand einer Gartenlaube in Bad Wilsnack (Prignitz) ist eine Anwohnerin verletzt worden. Die 38 Jahre alte Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses habe am frühen Sonnabendmorgen versucht, die nahe gelegene Laube mit einem Gartenschlauch zu löschen, teilte die Polizei am Sonntag am. Dabei erlitt die Frau Rauchgasvergiftungen, sie musste im Krankenhaus behandelt werden.

Nach Angaben der Polizei waren zwei Mülltonnen in Brand geraten, die Flammen griffen dann auf einen Schuppen und die Laube über. Der Brand wurde von der Feuerwehr gelöscht. Nach ersten Erkenntnissen könnte ein technischer Defekt an der Elektrik die Ursache für den Brandausbruch gewesen sein, so die Polizei.

Schwedt: Flucht vor der Polizei - 17-jähriger Mopedfahrer schwer verletzt

Auf der Flucht vor der Polizei hat sich ein 17-jähriger Mopedfahrer in Schwedt (Uckermark) schwer verletzt. Der junge Mann sei in der Nacht zum Sonnabend mit stark überhöhter Geschwindigkeit durch die Stadt gerast, berichtete die Polizei am Sonntag. Die Anhaltesignale eines Streifenwagens mit Blaulicht und Martinshorn habe der 17-Jährige ignoriert und versucht, sich der Kontrolle zu entziehen. Dabei stieß der Mopedfahrer mit dem Streifenwagen zusammen und raste ungebremst in einen Maschendrahtzaun. Er wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Das Moped wurde wegen offensichtlicher technischer Veränderungen von den Polizeibeamten sichergestellt. Gegen den 17-Jährigen wurde Strafanzeige wegen Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis erstattet.