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Berlin-Lichtenberg: SEK-Beamte stürmen Wohnung

| Lesedauer: 12 Minuten
Schwer bewaffnete SEK-Beamte stürmen eine Wohnung in Lichtenberg.

Schwer bewaffnete SEK-Beamte stürmen eine Wohnung in Lichtenberg.

Foto: Morris Pudwell

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Mittwoch, 20. April 2022.

Lichtenberg: SEK stürmt Wohnung

Gegen 1.20 Uhr hat ein schwer bewaffnetes Spezialeinsatzkommando der Berliner Polizei (SEK) eine Wohnung an der Landsberger Allee in Lichtenberg gestürmt. Die Beamten verschafften sich am Morgen Zugang zu der Wohnung und warfen eine Blendgranate, dann waren laute Rufe zu hören. Kurze Zeit später brachte ein Beamter anscheinend ein Beweisstück, einen grauen Rucksack aus der Wohnung. Die Beamten des örtlichen Polizeiabschnitts kamen kurze Zeit später mit einem jungen Mann in Handfesseln heraus. Die Wohnung wurde von den Beamten verschlossen und der Festgenommene zur Vernehmung bei einem Fachkommissariat gefahren.

Wie die Polizei mitteilte, hatte die 49 Jahre alte Ex-Freundin des Mannes die Polizei verständigt und ausgesagt, der 34-Jährige hätte sich mit einem Schlüssel Zutritt zu ihrer Wohnung in Hellersdorf verschafft, ihr eine Schusswaffe an den Kopf gehalten, sie verletzt und sie aufgefordert, eine Strafanzeige gegen ihn zurückzuziehen.

Die alkoholisierte Frau hatte laut Polizei eine leichte Schwellung im Gesicht, habe jedoch auf eine ärztliche Behandlung verzichtet. Wegen der möglichen Bewaffnung des Mannes sei das SEK hinzugezogen worden, das die Wohnung des 34-Jährigen gewaltsam geöffnet habe. Bei dem Mann, der die Vorwürfe bestritt, seien keine Waffe und auch kein Schlüssel zu der Wohnung der Frau gefunden worden. Er wurde erkennungsdienstlich behandelt und dann wieder entlassen.

Lichtenberg: Wohnhaus wegen Gefahr einer Gasexplosion evakuiert

Ein Mann hat mit einer angedrohten Selbsttötung einen großen Polizeieinsatz in Lichtenberg ausgelöst. Es gebe den Verdacht, dass Gas ausströmen könne, daher sei das 18-geschossige Mietshaus mit der Wohnung des 33-Jährigen am Mittwochnachmittag evakuiert worden, sagte ein Polizeisprecher. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK), Kriminalpolizei, Bereitschaftspolizei und die Feuerwehr waren vor Ort. Über dem Haus flog ein Polizeihubschrauber. Die Polizei betrat am Abend gegen 18.25 Uhr das Haus und nahm den Mann in Obhut. Er kam mit Rettungskräften der Berliner Feuerwehr zur Untersuchung in ein Krankenhaus.

Die Berliner Feuerwehr war um 13.50 Uhr alarmiert worden und war laut eines Sprechers mit 80 Kräften vor Ort. Die Polizei war mit 175 Kräften im Einsatz. Das Haus wurde geräumt, alle Bewohnerinnen und Bewohner kamen in einer benachbarten Schule unter. Auf den Fluren des Hochhauses habe man bereits eine Gaskonzentration feststellen können.

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

Neukölln: Frau in S-Bahn Weinflasche auf den Kopf geschlagen

Ein 33-Jahre alter Mann hat am Dienstagabend in einer S-Bahn der Linie 46 einer Frau eine Weinflasche auf den Kopf geschlagen. Die Tat ereignete sich gegen 21.30 Uhr am S-Bahnhof Hermannstraße in Neukölln. Die 24-Jährige hatte sich zuvor über den extremen Alkoholgeruch des Mannes beklagt und den Platz gewechselt. Nachdem Zeugen den Notruf gewählt hatten, nahmen Bundespolizisten den alkoholisierten Mann fest. Die Frau erlitt eine Kopfplatzwunde und kam ins Krankenhaus.

Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen den alkoholisierten 33-Jährigen (2,39 Promille Atemalkohol) ein, der sich zudem unerlaubt in Deutschland aufhält und sich gegenüber den Einsatzkräften aggressiv verhielt.

Ahrensfelde: Verletzte bei Kreuzungsunfall

Gegen 13.20 Uhr kam es am Mittwochh in Ahrensfelde an der Kreuzung Landsberger Chaussee/Stendaler Straße zu einem Kreuzungscrash, bei dem drei Personen leicht verletzt wurden. Ersten Informationen zufolge befuhr ein Fahrer eines Ford Transit die Landsberger Chaussee aus Richtung Hönow. Nach Angaben der Polizei wollte der Fahrer dann links in die Stendaler Straße abbiegen. Eine in Richtung stadtauswärts fahrende Fordfahrerin fuhr seitlich in den Transit. Infolge des Crashes gingen in dem Ford mehrere Airbags auf. Dadurch wurde die Frontscheibe beschädigt.


Durch den Zusammenstoß wurden beide Fahrzeuge erheblich beschädigt. Nach Angaben der Polizei wurden bei dem Unfall drei Personen leicht verletzt. Ob jedoch alle drei in eine Klinik transportiert werden mussten, ist nicht bekannt. Aufgrund des Unfalls war der Kreuzungsbereich voll gesperrt.

Westkreuz: Mann greift S-Bahn-Fahrgast mit Pfefferspray an

Am S-Bahnhof Westkreuz hat am Mittwochmorgen gegen 7 Uhr ein 34-Jähriger einen 41 Jahre alten Mann und seine 35 Jahre alte Begleiterin mit Reizgas angegriffen. Die Attacke ereignete sich vor einem Backsshop, an dem das Paar auf seine Bestellung wartete. Der Angreifer beleidigte den 41-Jährigen und warf einen Mülleimer in seine Richtung. Die Begleiterin des Angegriffenen verhinderte laut Bundespolizei weitere Attacken. Bundespolizisten nahmen den 34-Jährigen fest, gegen den nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung ermittelt wird.

Friedrichshain: Mann sticht auf anderen ein - Polizei sucht Zeugen

Die Bundespolizei sucht nach einem Messerangriff Zeugen des Vorfalls. Einer Mitteilung zufolge soll ein 29-Jähriger am Dienstagmorgen auf einem Bahnsteig des Bahnhofs Ostkreuz in Friedrichshain einen 46-Jährigen erst angerempelt und dann unvermittelt mit einem Messer von hinten in den Rücken gestochen haben. Das Opfer floh in Richtung einer Streife der DB-Sicherheit. Die Mitarbeiter hielten den Angreifer bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest.

Der 46-Jährige wurde von Rettungskräften versorgt und dann in eine Klinik gebracht. Der Angreifer warf das Messer kurz vor der Festnahme noch in die Gleise, zur Bergung musste der Zugverkehr kurzzeitig unterbrochen werden. Der Festgenommene, der Drogen bei sicht hatte, ist bereits polizeibekannt, gegen ihn liegen mehrere Haftbefehle vor, unter anderem wegen Eigentums- und Drogendelikten.

Zeugen, die sachdienliche Angaben zum Tathergang und zur möglichen Motivation des Täters machen können, werden gebeten, sich bei der Bundespolizei zu melden.

Die Videoauswertung ergab, dass sich zum Zeitpunkt der Tat etwa zehn Reisende auf dem Bahnsteig in unmittelbarer Nähe befanden.

Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Berlin-Ostbahnhof unter der Rufnummer 030/2977790 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Zudem kann auch die kostenlose Servicenummer der Bundespolizei (0800/6 888 000) genutzt werden.

Marzahn: Mann stürzt bei Flucht vor Polizei von Balkon

Ein 27-Jähriger hat am Dienstagnachmittag in Marzahn bei einem Sturz vom Balkon seiner Wohnung in der fünften Etage schwere Verletzungen erlitten. Der Polizei zufolge wollte der Mann sich der Vollstreckung eines Haftbefehls entziehen und sei dabei vom Balkon gefallen. Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten in ein Krankenhaus, Lebensgefahr besteht laut Polizei nicht.

Hellersdorf: Geldautomat gesprengt

Unbekannte haben nach ersten Informationen von vor Ort in der Nacht zu Mittwoch in Hellersdorf einen Geldautomaten gesprengt. Betroffen war demnach eine Postbank-Filiale in der Janusz-Korczak-Straße. Wie die Polizie mitteilte, hatten Zeugen gegen 5 Uhr einen lauten Knall gehört und wenig später den stark beschädigten Geldautomaten entdeckt. Laut einer Zeugin sollen drei Männer in einem dunklen Fahrzeug in Richtung Hellersdorfer Straße geflüchtet sein. Beute machten die Täter offenbar nicht.

Schöneberg: Ein Schwerverletzter bei Unfall zwischen Motorrad- und Fahrradfahrer

Bei einem Unfall ist am Dienstagnachmittag ein Motorradfahrer in Schöneberg schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, soll der 63 Jahre alte Motorradfahrer laut Zeugenaussagen gegen 16 Uhr die Belziger Straße Richtung Eisenacher Straße entlang gefahren sein. An der Kreuzung kam es dann zum Zusammenstoß mit einem 24 Jahre alten Radfahrer, der nach links in die Eisenacher Straße abbiegen wollte. Beide Fahrer stürzten auf die Straße, der Motorradfahrer erlitt dabei schwere Verletzungen am Unterschenkel und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Radfahrer erlitt Schürfwunden und Prellungen.

Weißensee: Taxifahrer rassistisch beleidigt und geschlagen

Ein Taxifahrer hat in der Nacht zu Mittwoch die Polizei verständigt, weil er zuvor rassistisch beleidigt und geschlagen worden sein soll. Der Polizei zufolge habe der 33-Jährige ausgesagt, er habe einen Mann und eine Frau gegen 22.50 Uhr in der Jacobsohnstraße in Weißensee (Pankow) aufgenommen. Die beiden hätten sich während der Fahrt beschwert, dass er einen Umweg fahre und ihn mehrfach rassistisch beleidigt. Der Taxifahrer habe daraufhin gestoppt, den Fahrpreis verlangt und die beiden aufgefordert, auszusteigen.

Das Pärchen habe ihn daraufhin weiterhin beleidigt, zudem soll der Mann dem 33-Jährigen mit der Faust gegen den Oberkörper geschlagen haben, worauf der Taxifahrer die Polizei rief. Die Beamten konnten einen 57 Jahre alten Tatverdächtigen in der Thulestraße aufgreifen, die Frau war nicht mehr bei ihm. Der Mann verweigerte die Aussage, die Polizei nahm seine Personalien auf.

Wedding: Juwelier beraubt

Drei Unbekannte haben am Dienstagmittag in Wedding (Mitte) einen Juwelier beraubt. Wie die Polizei mitteilte, seien zwei Männer und eine Frau gegen 13.40 Uhr in den Laden an der Müllerstraße gekommen und soll den 60 Jahre alten Inhaber ohne Vorwarnung geschlagen und getreten haben, bis dieser zu Boden ging. Die Täter sollen dann einen offenen Tresor und Schmuckauslagen teilweise ausgeräumt haben, bevor sie mit zwei weiteren Komplizen, die vor der Tür gewartet hatten, die Flucht ergriffen. Der 60-Jährige erlitt schwere Kopfverletzungen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Kreuzberg: Mann stiehlt Geld aus City-Toilette - Festnahme

Die Polizei hat am Dienstagnachmittag in Kreuzberg einen Mann festgenommen, der Geld aus einer City-Toilette gestohlen haben soll. Zivilpolizisten bemerkten den 41-Jährigen laut Polizei gegen 17.45 Uhr, als er in der Oberbaumstraße am Münzfach der Toilette hantierte. Als die Beamten den Mann festnahmen, hatte er schon Geld aus der gewaltsam geöffneten Geldkassette genommen. Die Polizisten fanden bei ihm Einbruchswerkzeug und Münzgeld. Er wurde der Kriminalpolizei überstellt.

Spandau: Polizei, Bezirksamt, Steuerfahndung und Zoll kontrollieren Lokale

Polizei, Bezirksamt, Steuerfahndung und Zoll haben am Dienstag in Spandau verschiedene Lokale bis in die späten Abendstunden kontrolliert. Es wurden Verstöße gegen die die Gaststätten-Verordnung und steuerliche Vergehen, unter anderem nicht verzollter Tabak, festgestellt. Zuerst überprüften die Einsatzkräfte gegen 19 Uhr ein Lokal mit Gästen an der Zeppelinstraße.

Luckau: Laster auf Bundesstraße in Brand geraten

Auf der Bundesstraße B87 ist nahe der Justizvollzugsanstalt Luckau (Dahme-Spreewald) ein Laster in Brand geraten. Die Bundesstraße sei wegen der Löscharbeiten voll gesperrt, teilte das Lagezentrum der Polizei in Potsdam mit. Menschen wurden nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt. Der Laster habe Paletten geladen und am Mittwochmorgen aus noch nicht geklärter Ursache Feuer gefangen.

Weitere Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin:

( BM/dpa )