Teltow

Biber gefährdet Fußgänger und Schiffe - Polizei im Einsatz

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In Teltow hinterließ ein Biber einen Baum "in einem sehr gefährlichen Zustand", wie die Polizei bei Facebook schilderte.

In Teltow hinterließ ein Biber einen Baum "in einem sehr gefährlichen Zustand", wie die Polizei bei Facebook schilderte.

Foto: Polizei Berlin

In Teltow hat ein Biber einen Baum "in einem sehr gefährlichen Zustand" hinterlassen. Polizei, THW und Feuerwehr rückten an.

Berlin. Ein Biber hat am Wochenende in Teltow am südwestlichen Stadtrand von Berlin einen Einsatz der Polizei ausgelöst. Wie die Polizei bei Facebook mitteilte, hatte am Sonnabend ein Passant am Uferweg einen Baum "in einem sehr gefährlichen Zustand" entdeckt.

"Der Biberfraß an dem 12 bis 15 Meter hohem Baum war so grenzwertig, dass eine Gefahr für Fußgänger und/oder den Schiffsverkehr auf dem Teltowkanal bestand", hieß es von der Polizei. Einsatzkräfte der Polizei, des Technischen Hilfswerks (THW) und der Feuerwehr sicherten den Baum. Der Einsatz dauerte etwa zwei Stunden.

Weiter schrieb die Polizei: "Am Samstag stand das Werk eines Bibers im Rampenlicht. Nicht zu verwechseln mit dem heiß geliebten Sänger."

Biber galten in Berlin lange als ausgestorben

In Berlin leben etwa 150 bis 200 Biber in rund 60 Bauen, wie die Senatsumweltverwaltung im Februar 2021 auf eine parlamentarische Anfrage der FDP mitgeteilt hatte. Demnach galten Biber in Berlin als ausgestorben, ehe sie 1994 wieder zuwanderten und die Stadt von Nordwesten aus langsam wieder besiedelten.

Den Anfang machten die Berliner Oberhavel und der Tegeler See, es folgten Unterhavel, der westliche Innenstadtbereich und die Dahme- und Spree-Gewässer im Südosten Berlins sowie Zuflüsse wie die Wuhle.

Biber fühlt sich in naturnahen Gewässern und Uferbereichen am wohlsten

In den vergangenen Jahren verlangsamte sich der Zuwachs der Population, wie die Umweltverwaltung weiter mitteilte. Da die Revierinhaber keine weiteren Biberansiedlungen in ihrer Nähe duldeten, wanderten Tiere in weniger attraktive Lebensräume wie Kanäle, Gräben und Kleingewässer ab.

Am wohlsten fühlen sich Biber, die sich ausschließlich pflanzlich ernähren, demnach in naturnahen Gewässern und Uferbereichen. Diese seien jedoch vom Menschen vielfach stark verändert worden und würden weiter bebaut, hieß es.

( BM )