Blaulicht-Blog

Mann nach Schlägen mit Klobürste aus Wohnung verbannt

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Das Blaulicht an einem Polizeiwagen ist eingeschaltet (Symbolbild).

Das Blaulicht an einem Polizeiwagen ist eingeschaltet (Symbolbild).

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Mittwoch, 27. Oktober 2021.

Wittstock: Mann nach Schlägen mit Klobürste aus Wohnung verbannt

Ein 47 Jahre alter Mann hat im Alkoholrausch seine Freundin mit einer Klobürste geschlagen. Die 26-Jährige habe daraufhin mit einem Toilettensitz auf den Mann eingeschlagen, teilte die Polizei zu dem Vorfall in Wittstock (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) am Mittwoch mit. Beide wurden bei der Auseinandersetzung in der Nacht zum Dienstag leicht verletzt. Tests ergaben 1,86 Promille beim Mann und 0,89 Promille bei seiner Freundin. Polizeibeamte verwiesen den 47-Jährigen anschließend für zehn Tage aus der Wohnung. Zudem seien Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen worden.

„Cum-Ex“-Geschäfte: Ermittler durchsuchen Berliner Sparda-Bank

Ermittler unter Federführung der Staatsanwaltschaft Köln haben die Zentrale der Sparda-Bank Berlin durchsucht. Dabei geht es um den Verdacht der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit „Cum-Ex“-Geschäften zu Lasten der Staatskasse. Ein Sprecher der Bank sagte am Mittwoch, die Durchsuchung am Dienstag habe sich auf die Zentrale beschränkt. Es seien keine Filialen betroffen gewesen. „Inhaltlich können wir zu laufenden Ermittlungsverfahren nichts sagen. Natürlich kooperieren wir mit den Ermittlungsbehörden.“ Die Staatsanwaltschaft Köln teilte auf Anfrage mit, das Ermittlungsverfahren sei Bestandteil des „Cum-Ex“-Komplexes und richte sich gegen mehrere Personen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Zuerst hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet.

Bei „Cum-Ex“-Geschäften nutzten Investoren eine Lücke im Gesetz, um den deutschen Staat über Jahre hinweg um Geld zu prellen. Rund um den Dividendenstichtag schoben mehrere Beteiligte Aktien mit („cum“) und ohne („ex“) Ausschüttungsanspruch hin und her. In der Folge erstatteten Finanzämter Kapitalertragsteuern, die gar nicht gezahlt worden waren. Dem Staat entstand so ein Milliardenschaden. 2012 wurde das Steuerschlupfloch geschlossen. Gerichte bundesweit arbeiten das Thema „Cum-Ex“ seit Jahren auf. Im Juli dieses Jahres entschied der Bundesgerichtshof (BGH), dass die „Cum-Ex“-Aktiengeschäfte als Steuerhinterziehung zu bewerten und daher strafbar sind.

Die Staatsanwaltschaft Köln vollstreckt nach eigenen Angaben mehrere Durchsuchungsbeschlüsse, unter anderem für Arbeitsplätze von Beschuldigten in den Räumlichkeiten der Bank. An der Durchsuchung sind nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft auch Ermittlungspersonen der Steuerfahndung Nordrhein-Westfalen sowie des Bundeszentralamtes für Steuern beteiligt. Weitere Angaben seien mit Blick auf das zu wahrende Steuergeheimnis nicht möglich.

Charlottenburg: Zehn Sprayer festgenommen - U-Bahn-Waggons beschmiert

In Charlottenburg sind in der Nacht zu Mittwoch zehn Sprayer festgenommen worden. Die Gruppe sei von Mitarbeitern der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) beim Besprühen von mehreren auf einem Abstellgleis an der Nürnberger Straße stehenden U-Bahn-Waggons erwischt worden, teilte die Polizei mit. Die Gruppe im Alter von 17 bis 27 Jahren habe zunächst Feuerlöscher in Richtung der BVG-Mitarbeiter geleert und sei dann über einen Notausgang aus dem U-Bahn-Schacht geflüchtet. Beim Ausstieg wurden sie von der Polizei festgenommen. Die Beamten fanden 50 Spraydosen im Schacht. Nun wird wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung ermittelt.

Kreuzberg: Raubserie - Vierter Verdächtiger gefasst

Im Zusammenhang mit einer Serie brutaler Raubüberfälle im Norden Berlins hat die Polizei einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Der 16-Jährige sei per Haftbefehl gesucht worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch gemeinsam mit. Der Verdächtige wurde am Dienstagnachmittag in Kreuzberg gefasst. Zuvor waren am Morgen bereits drei Jugendliche im Alter von 16, 17 und 18 Jahren in Mitte und Neukölln sowie ein 15-Jähriger am vergangenen Donnerstag festgenommen worden.

Die fünf sollen als Teil einer siebenköpfigen Bande in Wedding in Reinickendorf ahnungslose Menschen überfallen haben, um Wertsachen zu erbeuten. Dabei seien die Jugendlichen mit „massiver Gewalt“ vorgegangen. Einige der Opfer wurden dabei schwer verletzt. Ermittelt wurde wegen der Raubserie, zu der nach bisherigen Erkenntnissen 23 Taten gehören, seit März.

Britz und Hellersdorf: Unbekannte sprengen Geldautomaten

In der Nacht zu Mittwoch alarmierten Zeugen die Berliner Feuerwehr und Polizei zur Postbank Filiale in der Gutschmidtstraße 29-31 in Britz (Neukölln). Zuvor hatten sie beobachtet, wie sich mehrere Menschen in der Filiale an einem Geldautomaten zu schaffen machten. Dann hörte ein BVG-Mitarbeiter eine heftige Detonation. Die Täter flüchteten mit einem Rollkoffer auf einen nahegelegenen Parkplatz und flüchteten mit einem Auto. Vor dem gesprengten Geldautomaten lagen noch viele Banknoten. Vor der Eingangstür der Postbankfiliale blieb ein Gullydeckel zurück, der auf dem Parkplatz fehlte. Obgleich die Scheibe der Bankfiliale keine Schäden aufwies, gelangten die Täter in den Innenraum, der um diese Zeit für gewöhnlich verschlossen ist.

In der Alten Hellersdorfer Straße (Hellersdorf) sprengten Unbekannte einen Geldautomaten der Sparda-Bank. Ein Anwohner hatte einen lauten Knall gehört und die Polizei alarmiert. Die Einsatzkräfte fanden im Vorraum den gewaltsam geöffneten Geldautomaten fest. Auch in diesem Fall beobachtete der Zeuge zwei Personen, die mit einem Auto in Richtung Landsberger Allee davonfuhren. Unklar war nach Polizeiangaben am Mittwochvormittag noch, ob die Täter Geld stehlen konnten.

In beiden Fällen wurden keine Menschen verletzt. Es wird geprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen beiden Taten gibt. Die beiden mutmaßlichen Sprengungen reihen sich in diesem Jahr in eine Vielzahl von Taten ein, bei denen Automaten gewaltsam geöffnet wurden. Jüngst berichtete die Polizei etwa von zwei Fahrkartenautomaten, die am vergangenen Freitag am S-Bahnhof Lichtenrade mit Pyrotechnik geknackt wurden.

Zwischen 1. Januar und 15. Oktober zählten die Beamten in der Hauptstadt neun Sprengungen und elf Versuche. Das bedeutet einen erstmaligen Anstieg seit 2018. Im Jahr 2020 hatte die Polizei den Angaben zufolge vier Sprengversuche registriert. 2019 gab es acht versuchte und drei vollendete Sprengungen. Im Jahr 2018 registrierte die Polizei 14 Sprengversuche und neun vollendete Sprengungen. Eine Tat gilt als vollendet, wenn Bargeld erbeutet wird. Regelmäßig würden kriminelle Banden hinter den Taten stecken.

Zehlendorf: Polizei sperrt kurz die BAB115

Auf dem Sprengplatz Grunewald (Zehlendorf) wird die Polizei Berlin in den nächsten Wochen immer mittwochs gegen 10 Uhr Munition sprengen. Die erste Aktion startet am heutigen 27. Oktober, die letzte am 24. November. Wegen der Sprengungen werden an diesen Tagen die Avus (BAB 115) zwischen den Anschlussstellen Hüttenweg und Nikolassee kurzzeitig für beide Richtungen für den Fahrzeugverkehr sowie der Kronprinzessinnenweg für den Radfahrverkehr gesperrt.

Mitte: Feuerwehr holt Mann aus Gleisbett der U-Bahn

In der Nacht hat die Feuerwehr in Mitte einen Mann aus dem Gleisbett der U-Bahn geholt. Obwohl er offensichtlich unverletzt geblieben war, wurde er dennoch zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Die Führerin eines Triebwagens hatte demnach den wohnungslosen Mann Mittwochmorgen gesehen, der sich möglicherweise zum Schlafen in die Fluchtmulde unterhalb des Bahnsteiges gelegt hatte, und die Rettungskräfte alarmiert. Solche Ausbuchtungen gibt es laut Bahn an manchen Bahnhöfen, damit sich Menschen, die sich im Gleisbereich aufhalten und von der Bahn überrascht werden, dort in Sicherheit bringen können. Zur Identität des Mannes konnten zunächst keine Angaben gemacht werden.

Spandau: Sechs Menschen bei Autounfall verletzt

Sechs Menschen sind bei einem Autounfall in Spandau verletzt worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, war eine 24 Jahre alte Mitsubishi-Fahrerin auf dem Grünhofer Weg in Richtung Bullengraben unterwegs. An der Kreuzung zur Altonaer Straße soll sie einem 18 Jahre alten Autofahrer die Vorfahrt genommen haben. Auf der Kreuzungsmitte kollidierten die Fahrzeuge, wodurch der Mitsubishi nach links von der Fahrbahn abkam und auf dem Gehweg zum Stehen kam. Der VW des 18-Jährigen drehte sich um seine Achse und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen.

Neben der 24-Jährigen wurden auch deren weitere Insassen, vier Männer im Alter von 23, 30, 51 und 52 Jahren schwer verletzt. Alle vier mussten von Rettungskräften der Feuerwehr aus dem Auto befreit werden. Ebenfalls schwer verletzt wurde der 18-Jährige. Alle Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Ermittler stellten den Mitsubishi zur Erstellung eines technischen Gutachtens sicher.

Während der Unfallaufnahme sammelten sich mehrere Schaulustige, darunter auch Familienmitglieder der 24-Jährigen sowie Journalistinnen und Journalisten am Unfallort. Zwischen einem der genannten Familienmitglieder und einem Journalisten kam es zu einem Streit, wobei der 27 Jahre alte Pressefotograf von dem 24-Jährigen zunächst beleidigt, später noch angespuckt worden sein soll. Der 27-Jährige erstattete Strafanzeige. Einsatzkräfte stellten die Identität des 24-Jährigen fest. Für die Rettungsarbeiten und die Unfallaufnahme blieb der Kreuzungsbereich bis gegen 5.30 Uhr gesperrt.

Friedrichshain: 30 Jahre alter Radfahrer mit Waffe bedroht

Unbekannte haben am Dienstag in Friedrichshain einen Mann angegriffen. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, fuhr der 30-Jährige mit seinem Rad auf der Wühlischstraße in Richtung Warschauer Straße. An der Einmündung Knorrpromenade soll ein Auto mit überhöhter Geschwindigkeit links in diese abgebogen sein, woraufhin sich der Radfahrer erschrak, bremste und stürzte. Als der 30-Jährige daraufhin in Richtung des Autos gespuckt habe, soll der Beifahrer ausgestiegen und zweimal in seine Richtung geschlagen haben. Ihm gelang es dem Angriff auszuweichen. Nachdem auch der Autofahrer den Radfahrer mit einer mutmaßlichen Schusswaffe bedroht haben soll, flüchteten die beiden Männer mit dem Auto. Der 30-Jährige wurde leicht verletzt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Bedrohung und der versuchten Körperverletzung übernahm das Kommissariat des Polizeiabschnitts 51.

Neukölln: Männer rasen durch den Bezirk und fliehen

Zwei Männer sind mit ihrem Auto vor der Polizei geflohen und nach einer Verfolgungsjagd in Neukölln entkommen. Zivilpolizisten wollten die Männer am Dienstagabend stoppen, weil sie mit knapp 130 statt erlaubtem 80 Stundenkilometern über die Stadtautobahn in Neukölln fuhren. Die Polizisten sprachen die Männer an einer Autobahnausfahrt durch das geöffnete Autofenster an, diese gaben aber Gas und rasten davon. Die Polizisten folgten mit Blaulicht und Sirene über mehrere Straßen.

Nahe der Rungiusstraße bog der flüchtende Fahrer in eine Schrebergartensiedlung ab, beide Insassen sprangen aus dem noch rollenden Auto und rannten davon. Während ihrer Flucht durch den Stadtteil Britz hatten die Männer eine Tüte aus dem Autofenster geworfen. In ihr befanden sich mehrere sogenannte PTB-Waffen, also etwa Schreckschuss- oder Gaspistolen.

Tempelhof: Betrunkene Frau beleidigt Fahrgäste im Bus fremdenfeindlich

Eine alkoholisierte Frau soll am Dienstagabend in einem Linienbus in Tempelhof andere Mitfahrende fremdenfeindlich beleidigt haben. Die 60-Jährige unterhielt sich während der Fahrt lautstark mit ihrem Begleiter abfällig über Geflüchtete. In Höhe der Gottlieb-Dunkel-Straße verbat sich ein jüngerer Fahrgast solche Äußerungen. Daraufhin wurde er von der Alkoholisierten fremdenfeindlich beleidigt. Die 60-Jährige soll auch versucht haben, den Mann zu treten. Als ihm eine 48-jährige Frau zur Hilfe kam, soll die 60-Jährige der Helfenden den Inhalt ihrer Bierdose ins Gesicht geschüttet haben. Alarmierte Einsatzkräfte baten die Tatverdächtige zur Atemalkoholkontrolle, die einen Wert von mehr als 1,9 Promille ergab.

Tempelhof: SUV kommt von Fahrbahn ab

Am Dienstagabend kam ein Fahrer an der Kreuzung Mariendorfer Damm/Alt-Mariendorf (Tempelhof) mit seinem Mercedes-SUV nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei fuhr er auf den Bürgersteig, erfasste eine Fußgängerampel und ein Straßenschild. Dabei gab der Mercedes Vollgas. Knapp 25 Meter, auf der anderen Straßenseite, weiter stoppte ihn eine parkender Elektro-Miet-SUV. Der Fahrer kam verletzt in ein Krankenhaus. Nach ersten Angaben war ihm schwarz vor Augen geworden und er konnte sein Fahrzeug nicht mehr kontrollieren. Es gab weder Passanten noch entgegenkommende Autos, so dass keine weiteren Personen verletzt wurden.

Kreuzberg: Auto brennt

In der Nacht zu Mittwoch brannte in Kreuzberg ein Fahrzeug. Polizisten entdeckten den in Flammen stehenden Wagen gegen 22.30 Uhr in der Wrangelstraße und alarmierten die Feuerwehr. Die Brandbekämpfer löschten den Fiat, der im Innenraum stark beschädigt wurde.

Buckow: Zwei Tote nach Bungalow-Brand - Kriminalpolizei ermittelt

Nach dem Brand eines massiven Bungalows in Buckow (Landkreis Märkisch-Oderland) am Dienstagnachmittag sind bei Löscharbeiten zwei Leichen entdeckt worden. Die Identität der Toten müsse nun eine Obduktion klären, sagte die Sprecherin der Polizeidirektion Ost in Frankfurt (Oder) am Mittwoch. Das Gebäude sei vollkommen abgebrannt. In dem Haus waren zwei Bewohner gemeldet. Ob es sich bei den beiden Toten um diese handele, sei unklar, hieß es. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung. Kriminaltechniker des Landeskriminalamtes untersuchten den Brandort am Mittwoch. Nach einem Bericht der „Märkischen Oderzeitung“ waren bei den Löscharbeiten 40 Feuerwehrleute im Einsatz. Zur Schadenshöhe lagen noch keine Angaben vor.

Perleberg: Zwölf Jahre alter Fahrradfahrer bei Unfall schwer verletzt

Ein zwölf Jahre alter Fahrradfahrer ist bei einem Unfall in Perleberg (Landkreis Prignitz) schwer verletzt worden. Eine 41 Jahre alte Autofahrerin habe einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern können, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Junge hatte nach den Angaben offenbar den Verkehr beim Queren der Straße nicht beachtet. Die Frau blieb bei dem Unfall am späten Dienstagnachmittag unverletzt.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )