Blaulicht-Blog

Jugendliche Räuberbande verübte brutale Überfälle

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Das Blaulicht an einem Polizeiwagen ist eingeschaltet (Symbolbild).

Das Blaulicht an einem Polizeiwagen ist eingeschaltet (Symbolbild).

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Dienstag, 26. Oktober 2021.

Mitte und Neukölln: Jugendliche Räuberbande verübte brutale Überfälle - Festnahme

Die Berliner Polizei hat eine Bande mutmaßlicher jugendlicher Räuber gefasst und eine lange Serie brutaler Raubüberfälle im Norden der Hauptstadt aufgeklärt. Zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren sowie ein 18-Jähriger wurden am Dienstagmorgen in Mitte und Neukölln festgenommen, wie mitgeteilt wurde. Ein weiterer 16-Jähriger konnte am Mittwoch festgenommen werden,. Ein 15-jähriger Jugendlicher wurde bereits am Donnerstag festgenommen. Die Polizei durchsuchte zudem fünf Wohnungen.

Seit März ermittelte die Kriminalpolizei wegen der Raubserie, zu der nach bisherigen Erkenntnissen 23 Taten gehören. Die Bande von sieben Jugendlichen und jungen Männern soll in Wedding und Reinickendorf ahnungslose Menschen hinterrücks überfallen haben, um Wertsachen zu erbeuten. Die Täter gingen mit „massiver Gewalt“ vor, die Opfer erlitten laut Polizei zum Teil schwere Verletzungen.

Berliner Tourist stirbt nach Kletter-Unglück im Allgäu

Ein Tourist aus Berlin ist beim Klettern am Tegelbergsteig in den Ammergauer Alpen abgestürzt und seinen Verletzungen erlegen. Zeugen hatten am Montag die Bergwacht im Ostallgäu alarmiert, die allerdings nur noch den Tod des 63-Jährigen feststellen konnten, wie die Polizei mitteilte. Der Berliner war etwa 50 Meter frei gefallen und anschließend weiter bergabwärts gerutscht, wie ein Sprecher der Polizei am Dienstag sagte. Das Kriseninterventionsteam der Bergwacht kümmerte sich um die Ehefrau des Mannes, die mit der Bahn auf den Tegelberg gefahren war.

Wilmersdorf: Verfolgungsjagd führt zu Unfall mit Polizeiwagen

Bei einer Verfolgungsjagd in Berlin hat ein voll besetztes Auto mit fünf Männern ein Polizeiauto gerammt. Eine Zivilstreife der Polizei hatte am späten Montagabend mit ihrem Wagen am Mehringdamm in Kreuzberg die Verfolgung des verdächtigen Wagens aufgenommen, der zuvor mehrere rote Ampeln missachtet hatte. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Die Verdächtigen rasten durch Tempelhof, überfuhren weitere rote Ampeln, fuhren auf die Stadtautobahn und verließen diese wieder an der Konstanzer Straße in Wilmersdorf.

Auch einem weiteren Polizeiwagen gelang es nicht, den Fluchtwagen zu stoppen. Die Zivilstreife setzte sich neben den Wagen, dabei kollidierten beide Autos, die Verfolgungsjagd ging aber weiter. Schließlich konnten die beiden Polizeiautos den Wagen am Kurfürstendamm stoppen, dabei kam es erneut zum Unfall. Zwei junge Männer sprangen aus dem Auto, um zu fliehen, wurden aber gefasst. Drei weitere junge Männer stiegen aus und wurden festgenommen. Bei einem Mann wurden Drogen gefunden. Die Polizei ermittelt - auch um zu klären, wer der Fahrer war.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht hier.

A100: Langer Stau nach Unfall auf der Stadtautobahn

Nach einem Unfall auf der Berliner Stadtautobahn A100 ist es am Dienstagvormittag zu langen Staus gekommen. Der Unfall ereignete sich laut Verkehrsinformationszentrale (VIZ) Richtung Wedding in Höhe der Rudolf-Wissell-Brücke. Zwischenzeitlich war nur eine Spur frei. Ab Dreieck Neukölln gab es am Morgen einen Stau in Länge von 15 Kilometern. Mittlerweile konnten die gesperrten Fahrstreifen wieder freigegeben werden. Dennoch müssen Autofahrer weiterhin mit Behinderungen rechnen. Auch auf den Umfahrungsstrecken kam es zu Staus und stockendem Verkehr, insbesondere in der westlichen Innenstadt.

Betroffen vom erhöhten Verkehrsaufkommen am Dienstagvormittag waren zudem die Landsberger Allee, die Frankfurter Allee, Am Juliusturm, die A113 und die B158.

Zehlendorf: Polizei kündigt Sperrungen wegen Sprengungen an

Auf dem Sprengplatz Grunewald (Zehlendorf) wird die Polizei Berlin in den nächsten Wochen immer mittwochs gegen 10 Uhr Munition sprengen. Die erste Aktion startet am 27. Oktober, die letzte am 24. November. Wegen der Sprengungen werden an diesen Tagen die AVUS (BAB 115) zwischen den Anschlussstellen Hüttenweg und Nikolassee kurzzeitig für beide Richtungen für den Fahrzeugverkehr sowie der Kronprinzessinnenweg für den Radfahrverkehr gesperrt.

Spandau: Mann bei Angriff lebensbedrohlich verletzt

Drei Unbekannte haben einen Mann in Spandau lebensbedrohlich verletzt. Sie sollen laut Polizei am späten Montagabend den 36-Jährigen am Altstädter Ring dazu aufgefordert haben, laut „Free Palestine“ (Deutsch: „Freies Palästina“) zu rufen. Die Parole gilt als anti-israelisch, da sie das Existenzrecht des Staates Israel infrage stellt. Als der Mann sich weigerte, schlugen und traten die drei Männer auf ihn ein und verletzten ihn lebensbedrohlich am Kopf, wie die Polizei mitteilte. Der 36-Jährige verlor für kurze Zeit das Bewusstsein. Die drei Unbekannten flüchteten den Angaben nach anschließend. Zeugen alarmierten einen Rettungswagen, der den Mann in ein Krankenhaus brachte. Erkenntnisse zu einer möglichen Verbindung zwischen den drei Männern und dem 36-Jährigen gebe es bisher nicht, sagte eine Polizeisprecherin.

Kreuzberg: Autos brennen

Erneut haben in der Nacht in Berlin Autos gebrannt. Menschen wurden dabei nicht verletzt, wie die Feuerwehr mitteilte. Zunächst brach am frühen Dienstagmorgen in Kreuzberg an der Admiralbrücke, Ecke Planufer, aus noch ungeklärter Ursache Feuer im Motorraum eines Wagens aus. Stunden später standen ebenfalls in Kreuzberg in der Böckhstraße zwei Kleintransporter komplett in Flammen. In den vergangenen Monaten brannten in Berlin immer wieder Autos. Die Polizei geht in vielen dieser Fälle von Brandstiftung aus.+Polizeieinsatzkräfte angegriffen und verletzt

Spandau: Polizei sucht Zeugen

Im Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall auf der Nonnendammallee (Spandau) bittet die Polizei Berlin um Mithilfe. Am vergangenen Donnerstag war ein Fußgänger tödlich verletzt worden, als er die Straße überquerte. Er war von einem Sattelzug erfasst und überrollt worden. Die Polizei fragt:

  • Wer hat den Unfall gesehen und kann Angaben zum Unfallgeschehen machen?
  • Wer kann weitere sachdienliche Hinweise geben?

Hinweise sind unter den Telefonnummern (030) 4664-272345 und - 272800, per E-Mail an dir2k23@polizei.berlin.de oder an die Internetwache der Polizei Berlin möglich. Jede andere Polizeidienststelle nimmt sie ebenfalls entgegen.

Neukölln: Angriff auf Polizisten

Zwei Polizisten sind in Berlin in der Nacht zum Dienstag von drei Männern angegriffen und verletzt worden. Das Trio habe auf die Beamten eingeschlagen und -getreten, teilte die Polizei mit. Unter ihnen sei ein 35-Jähriger gewesen, der im Vorfeld bereits wegen häuslicher Gewalt aufgefallen sein soll. Die Beamten waren gerade für eine sogenannte Gefährderansprache auf dem Weg zu ihm in die Erkstraße in Neukölln, als er den Einsatzkräften im Treppenhaus mit zwei Verwandten im Alter von 36 und 41 Jahren entgegenkam. Die drei seien auf die beiden Polizisten losgegangen und hätten nur mit hinzugerufener Verstärkung und Reizgas unter Kontrolle gebracht werden können.

Der 35-Jährige wurde bis zum Dienstagmorgen in Gewahrsam genommen. Seine Verwandten kamen auf freien Fuß, nachdem deren Identität geklärt war. Alle drei müssen sich nun wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Spandau: Fahrer oder Fahrerin flüchtet vom Unfallort

Bei einem Verkehrsunfall in Staaken (Spandau) wurden gestern Abend ein 43-jähriger Kradfahrer und dessen 18-jährige Beifahrerin, seine Tochter, schwer verletzt. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand wollte der Mann vom Klosterbuschweg in den Torweg abbiegen, als eine unbekannt gebliebene Person mit ihrem Fahrzeug von hinten gegen das Krad fuhr. Durch den Aufprall sollen der 43- und die 18-Jährige gegen einen entgegenkommenden Mazda gestoßen und zu Boden gestürzt sein. Der Kradfahrer kam mit Nacken- und Rückenschmerzen, seine Tochter mit einem Bruch im rechten Arm sowie Rücken- und Beinschmerzen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der Unfallverrusacher oder die Unfallverursacherin floh.

Hellersdorf: Mann wird von Straßenbahn erfasst

Mit schweren Verletzungen kam ein 71-Jähriger am Montagvormittag in ein Krankenhaus, nachdem er in Hellersdorf mit einer Tram kollidiert war. Er war vermutlich unachtsam durch die Gitter an den Gleisen in der Riesaer Straße (Hellersdorf) gegangen. Dabei wurde er von einer von links kommenden Straßenbahn erfasst. Der 48 Jahre alte Fahrer leitete sofort eine Gefahrenbremsung ein, konnte einen Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Der Fußgänger prallte gegen die Bahn, fiel zu Boden und blieb schwer verletzt im Gleisbett liegen. Er war nicht ansprechbar und blutete im Gesicht. Rettungskräfte brachten den Fußgänger nach einer Erstversorgung am Unfallort in ein Krankenhaus. Während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme war der Schienenverkehr bis 12.30 Uhr in beide Richtungen unterbrochen.

Guben: Illegale Migration aus Belarus gestoppt

Am vergangenen Wochenende haben Bundespolizisten in zwei Fällen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern eingeleitet und zwei ukrainische Staatsangehörige in Untersuchungshaft geschickt. Im ersten Fall hatten Beamte im Bereich der Bundespolizeiinspektion Forst in Guben den 25-jährigen Fahrer eines Fiat Doblo kontrolliert. In dem Kastenwagen befanden sich neben dem Fahrer noch weitere neun Männer und eine Frau. Eine halbe Stunde später kontrollierten Einsatzkräfte ein weiteres Auto in Guben. In dem Kleinwagen befanden sich neben dem 48-jährigen Fahrer zwei weitere Männer. In beiden Fällen hatten die irakischen Staatsangehörigen keine erforderlichen Dokumente für einen legalen Aufenthalt in Deutschland.

Im laufenden Jahr 2021 nahm die Bundespolizeidirektion Berlin somit 3.871 unerlaubt eingereiste Personen mit Belarus-Bezug in Gewahrsam. Die Personen stammen vorrangig aus dem Irak sowie aus Syrien, dem Jemen und Iran.

Lübben: Betrug mit vermeintlicher Online-Geldanlage - Mann verliert viel Geld

Ein Mann aus Brandenburg ist Opfer von Betrug im Internet geworden. Der 65-Jährige habe versucht, über einen Online-Anbieter Geld anzulegen, teilte die Polizei im Landkreis Dahme-Spreewald am Dienstag mit. Dabei war er offenbar auf eine betrügerische Firma reingefallen. Der Mann meldete sich dann am Montag beim Polizeirevier Lübben.

Ein halbes Jahr lang habe er mehrfach online Geld überwiesen, berichtete die Polizei. Nach Aussagen der Firma habe er sein Geld ums Vielfache vermehrt. Den vermeintlichen Gewinn bekam er jedoch nicht zu Gesicht. Stattdessen entstand dem 65-Jährigen ein hoher Schaden.

Die Täter versprechen über Angebote auf Internetseiten hohe Gewinne mit Geldanlagen. Doch das Geld ist am Ende wie bei Fakeshops, die nicht existente Waren anbieten, einfach weg.

Die Polizei rät angesichts des Vorfalls, im Internet niemandem sensible Daten wie Konto-, Kredit- oder Personalausweisdaten zukommen zu lassen. Zudem sollten sich Internetnutzerinnen und -nutzer fragen, wie ein vermeintlich satter Gewinn bei geringen Einzahlungssummen zustande kommen könnte.

Uckerland: Lagerhalle eines Agrarbetriebes in Uckermark brennt ab

Die 65 Meter mal 25 Meter große Lagerhalle eines Agrarbetriebes ist in Uckerland (Uckermark) abgebrannt. Menschen wurden nicht verletzt, wie das Einsatz- und Lagezentrum der Polizei in Potsdam mitteilte. Das Feuer war demnach aus noch ungeklärter Ursache am Montagmittag ausgebrochen. In der Halle waren etwa 35 Tonnen Sonnenblumenkerne sowie rund 60 Tonnen Getreide gelagert, die durch das Feuer vernichtet wurden. Die Löscharbeiten hätten sich schwierig gestaltet, hieß es. Der Schaden wurde auf etwa 300.000 Euro geschätzt.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )