Blaulicht-Blog

Eigene Mutter mit Messer getötet - Anklage erhoben

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Polizeiauto mit Blaulicht.

Polizeiauto mit Blaulicht.

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Mittwoch, 21. Juli.

Tempelhof: Eigene Mutter mit Messer getötet - Anklage erhoben

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 24-Jährigen erhoben. Timur C. soll am Morgen des 3. März 2021 in Tempelhof seine eigene Mutter mit einem Küchenmesser angegriffen und durch Stiche in den Oberkörper und in Kopf- und Halsbereich tödlich verletzt haben, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch bei Twitter mitteilte.

Eine konkretes Motiv für die Tat hätten die Ermittlungen nicht ergeben, hieß es weiter. Möglicherweise liege bei dem bislang polizeilich nicht in Erscheinung getretenen Mann eine psychotische Störung vor, die durch hohen Cannabiskonsum verursacht wurde. Seite dem 4. März befindet sich der 24-Jährige in Untersuchungshaft.

Mitte: Rassistisch beleidigt, dann mit Flasche verletzt

In Mitte soll heute früh ein Unbekannter einen Mann beleidigt, angegriffen und verletzt haben. Gegen 4.20 Uhr betrat ein stark alkoholisierter 22-Jähriger mit einer blutenden Handverletzung die Wache auf dem Alexanderplatz und bat um Hilfe. Während alarmierte Rettungskräfte den Verletzten erstversorgten, teilte dieser den Polizistinnen und Polizisten mit, dass er zusammen mit einem Bekannten an einer Bar unter der S-Bahnunterführung an der Rathausstraße vorbeikam. Kurz entschlossen wollte er sich dort nach eigenen Angaben ein Bier kaufen und dazu die Bar betreten, als sich ihm ein Unbekannter im Eingang in den Weg gestellt haben soll.

Mit einer rassistischen Beleidigung soll der Tatverdächtige dem 22-Jährigen den Zugang zur Bar verwehrt haben. Im Verlauf eines deshalb entstandenen Streits, soll der unbekannte Täter eine Bierflasche zerschlagen, ihn damit angegriffen und an einer Hand verletzt haben. Sowohl der unbekannte Angreifer als auch der Verletzte und sein Begleiter entfernten sich anschließend vom Tatort. Nach Beendigung der ambulanten Behandlung setzten der 22-Jährige und dessen Bekannter ihren Weg fort. Die Ermittlungen zum Verdacht der Beleidigung und dem Verdacht der gefährlichen Körperverletzung führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

Kreuzberg: Verfolgungsfahrt auf dem Rad - Polizei nimmt Dealer fest

Polizisten der Fahrradstaffel haben am Dienstagnachmittag in Kreuzberg einen mutmaßlichen Drogenhändler festgenommen. Gegen 15.20 Uhr fiel den Beamten an der Kreuzung Mehringdamm/Gneisenaustraße ein Radfahrer auf, der während der Fahrt telefonierte. Die Kräfte stoppten den Mann, bei dem ein intensiver Marihuana-Geruch auffiel. Dieser flüchtet auf seinem Rad, am Tempelhofer Ufer gelang es einem Polizeibeamten jedoch, ihn einzuholen.

Bei den Versuchen, den Mann zum Anhalten zu veranlassen, kam es zu einem Zusammenstoß eines Beamten mit dem Flüchtenden. Der Polizist stürzte mit seinem Rad und verletzte sich. Den anderen beiden Polizeikräften gelang es jedoch wenig später, den Dealer zu stoppen. Bei der Festnahme leistete der 39-Jährige erheblichen Widerstand. Er schlug und trat um sich und biss einem Polizisten ins Bein. Erst mit Unterstützung weiterer Polizeikräfte gelang es schließlich den aggressiven Mann am Boden zu fixieren und ihm Handfesseln anzulegen. Da dieser über Unwohlsein klagte, brachten ihn Rettungskräfte der Feuerwehr in ein Krankenhaus.

Ermittlungen ergaben, dass gegen den bereits polizeibekannten Mann drei offene Haftbefehle vorlagen. Es wurde deshalb eine Bewachung im Krankenhaus veranlasst, um ihn anschließend der Justiz zu überstellen. In seinem Rucksack und einer weiteren Tasche, fanden die Polizeikräfte rund drei Kilogramm Marihuana, etwas über ein Kilogramm Haschisch, eine kleine Menge Kokain sowie Bargeld und drei Handys. Alle gefundenen Gegenstände, sowie das Fahrrad wurden beschlagnahmt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln dauern an. Der gestürzte Polizist trat vom Dienst ab.

Schöneberg: Zwei 17-Jährige schlagen Mann zusammen und rauben ihn aus

In Schöneberg haben Polizisten einer Einsatzhundertschaft in der Nacht zu Mittwoch zwei 17 Jahre alte Jugendliche festgenommen. Die beiden stehen im Verdacht, gegen 1.30 Uhr in der Nähe des U-Bahnhofs Yorckstraße an einem Raubüberfall auf einen 45-jährigen Mann beteiligt gewesen zu sein. Dem Angriff soll eine Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen vorausgegangen sein. Nach bisherigen Erkenntnissen und Zeugenbefragungen wurde der 45-Jährige von mehreren Personen geschlagen und getreten. Im weiteren Verlauf soll eine bislang unbekannt gebliebene Person aus der Gruppe von ihm die Herausgabe seiner Umhängetasche mit Bargeld gefordert, ihm mehrfach ins Gesicht geschlagen haben und dann mit den anderen Angreifern in Richtung Katzbachstraße geflüchtet sein. Mitarbeiter einer Bar, in die sich der 45-Jährige anschließend geflüchtet hatte, riefen Rettungskräfte und die Polizei. Die Polizisten konnten in der Nähe die zwei 17-Jährigen festnehmen. Atemalkoholtests ergaben bei ihnen Werte von 2,2 und 0,7 Promille. Beide kamen in einen Polizeigewahrsam, aus dem sie nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung entlassen wurden. Der Überfallene wurde mit einer Platzwunde am Kopf und Prellungen ambulant in einem Krankenhaus behandelt.

Im Regionalexpress nach Berlin: Unerlaubte Einreise aufgedeckt

Am Dienstag deckten Bundespolizisten die unerlaubte Einreise von elf irakischen Staatsangehörigen auf. Gegen 20.30 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte eine achtköpfige Großfamilie sowie drei weitere Reisende in der Regionalbahn zwischen Angermünde und Eberswalde. Weder die sieben Männer im Alter zwischen 18 und 48 Jahren noch die vier Frauen
im Alter zwischen 14 und 50 Jahren waren im Besitz gültiger Reisedokumente. Die Bundespolizei nahm die Personengruppe in Gewahrsam und leitete Ermittlungsverfahren wegen unerlaubter Einreise sowie unerlaubten Aufenthalts ein. Des Weiteren ermittelt die Bundespolizei wegen des Einschleusens von Ausländern gegen Unbekannt. Im Rahmen der Vernehmung äußerten die Personen ein Schutzersuchen.

Schlalach: Großbrand in Milchviehbetrieb - Zahlreiche Tiere verletzt

m Dorf Schlalach (Potsdam-Mittelmark) ist in einem Milchviehbetrieb ein Großbrand ausgebrochen. Ein Stall von etwa 30 mal 15 Metern stehe aus zunächst unbekannter Ursache im Vollbrand, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle Brandenburg/Havel am Mittwoch. Eine noch unbekannte Zahl von Kühen sei verletzt. Das Dach des Stalls sei bereits eingestürzt und die Wände drohten ebenfalls einzustürzen. Bei den Löscharbeiten seien 70 bis 80 Feuerwehrleute aus dem Amt Niemegk, Treuenbrietzen und Bad Belzig im Einsatz. Die Rettungskräfte hätten zunächst eine Biogas-Anlage und einen Gastank in der Nähe des Brandorts sichern können, sagte der Sprecher. Das Feuer werde von allen Seiten bekämpft. Der Amtstierarzt sei zur Versorgung der Kühe am Einsatzort.

Siehe auch: PM der Polizei

Pankow: Jogger zusammengebrochen und reanimiert

Mit Unterstützung eines Arztes und eines Medizinstudenten haben Polizisten am Dienstag einen 57 Jahre alten Mann in Prenzlauer Berg erfolgreich reanimiert. Passanten meldeten sich gegen 16.45 Uhr in der Wache in der Eberswalder Straße und berichteten von einem Jogger, der auf dem gegenüberliegenden Parkplatz plötzlich zusammengebrochen war. Als die Polizeikräfte bei dem leblosen Mann eintrafen, war dieser bereits blau angelaufen. Sie leiteten sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ein und alarmierten die Feuerwehr. Ein zufällig vorbeikommender 30 Jahre alter Arzt übernahm die Beatmung, während sich ein ebenfalls zufällig anwesender 28 Jahre alter Medizinstudent um den Anschluss eines Defibrillators aus dem Revier kümmerte. Atmung und Puls setzten wieder ein. Der Rettungsdienst brachte den Mann in eine Klinik. Nach ersten Erkenntnissen soll der Jogger einen Herzinfarkt erlitten haben.

Wilmersdorf: Mann nach Kellerbrand reanimiert

Auch in Wilmersdorf konnte ein Mann am Dienstagnachmittag nach einem Kellerbrand reanimiert werden. Aus noch unbekannter Ursache war ein Kellerverschlag eines Wohnhauses in der Schlangenbader Straße kurz vor 15 Uhr in Brand geraten. Einsatzkräfte der Feuerwehr fanden bei den Löscharbeiten den leblosen 35-Jährigen und versorgten ihn bis zur Übergabe im Krankenhaus. Dem Vernehmen nach soll Lebensgefahr bestehen. Weitere Menschen wurden nicht verletzt, jedoch mussten sämtliche Wohnungen, eine Kindertagesstätte und ein Restaurant während des Einsatzes geräumt werden.

Bernau: Betrunkener Lkw-Fahrer verletzt zwei Polizisten

11.44 Uhr: Ein betrunkener Lkw-Fahrer ist bei einer Blutabnahme ausgerastet und hat dabei zwei Polizisten leicht verletzt. Der 47-Jährige sei zuvor auf der A11 zwischen den Anschlussstellen Wandlitz und Bernau Nord gestoppt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Ein zunächst durchgeführter Atemalkoholtest ergab 1,95 Promille. Mehrere Zeugen hatten zuvor beobachtet, wie das Gespann Schlangenlinien fuhr und informierten die Polizei. Die Beamten griffen den Fahrer auf und brachten ihn in ein Krankenhaus nach Bernau (Barnim), wo er plötzlich gewalttätig wurde. Jetzt muss sich der 47-Jährige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

Betrugsverdacht: Fahnder nehmen drei Verdächtige fest

Bei Durchsuchungen in Berlin, Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen haben Fahnder mehr als 200.000 Euro, eine scharfe Schusswaffe und drei Fahrzeuge beschlagnahmt. Rund 100 Beamte waren in Geschäftsräumen und Wohnungen wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs aktiv, wie die Staatsanwaltschaft Verden und die Polizei Diepholz am Mittwoch gemeinsam mitteilten. Im Visier der Ermittler standen bei der Aktion am Dienstag 22 Beschuldigte im Alter von 20 bis 56 Jahren.

Der Gruppe wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Zusammensetzung bei Kanalreinigungsarbeiten nicht erforderliche Arbeiten ausgeführt und abgerechnet oder gar nicht erbrachte Leistungen abgerechnet zu haben. Die beiden hauptbeschuldigten Männer im Alter von 56 und 43 Jahren stammen aus den Landkreisen Diepholz und Nienburg. Sie und ein weiterer Beschuldiger wurden verhaftet.

Vorausgegangen waren monatelange aufwendige Ermittlungen einer eigens bei der Polizei in Diepholz eingerichteten Ermittlungsgruppe. Zusammen mit der Staatsanwaltschaft Verden wurden die Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle erwirkt. Außer dem Bargeld, der Waffe und den Autos wurden auch Geschäftsunterlagen, Laptops und Handys beschlagnahmt.

Spandau: Auto überschlägt sich - Fahrer leicht verletzt

Bei einem Verkehrsunfall in Spandau hat sich in der Nacht zu Mittwoch ein Auto überschlagen. Der Fahrer wurde leicht verletzt und konnte das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand war der 52-Jährige gegen 22.30 Uhr mit seinem Mercedes im Brunsbütteler Damm in Richtung Magistratsweg unterwegs. In Höhe Egelpfuhlstraße touchierte der Wagen zwei parkende Autos sowie einen Lastwagen und überschlug sich. Es entstand erheblicher Sachschaden.

Kreuzberg: Unfall auf dem Halleschen Ufer

Auf der Straße Hallesches Ufer in Kreuzberg hat es am Mittwochmorgen einen Unfall gegeben, wie die Verkehrsinformationszentrale per Twitter mitteilte. Das Hallesche Ufer sei zwischen Möckernstraße und Schöneberger Straße gesperrt. Zudem sei bei dem Unfall die Ampelanlage beschädigt worden und arbeite nicht mehr. Laut VIZ bildete sich ein Stau mit 25 Minuten Passierdauer. Ab ca. 10 Uhr war das Hallesche Ufer wieder befahrbar und die Unfallstelle geräumt.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM )