Blaulicht-Blog

Polizeiauto landet bei Unfall auf dem Dach - fünf Verletzte

| Lesedauer: 14 Minuten
Bei dem Unfall ist ein Polizeiwagen auf das Dach geschleudert worden.

Bei dem Unfall ist ein Polizeiwagen auf das Dach geschleudert worden.

Foto: Thomas Peise

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Montag, 12. Juli.

Wedding: Polizeiauto landet bei Unfall auf dem Dach - fünf Verletzte

Beim Zusammenstoß eines Polizeifahrzeuges mit einem Transporter sind am Montag in Berlin fünf Menschen verletzt worden, drei von ihnen schwer. Noch nicht geklärt war nach Angaben der Polizei zunächst, ob das Einsatzfahrzeug mit Sonderrechten - also mit Blaulicht - unterwegs war. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der Wagen an der Kreuzung Seestraße/Dohnagestell in Wedding (Mitte) von dem links abbiegenden Kastenwagen seitlich erfasst. Das Polizeifahrzeug landete bei dem Zusammenstoß auf dem Dach.

Die Polizistin am Steuer und ihr Kollege auf dem Beifahrersitz sowie der Fahrer des Transporters mussten mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Zwei weitere Personen im Polizeiwagen wurden den Angaben zufolge leicht verletzt. Die Ermittlungen dauerten an, hieß es.

Potsdam: 14 Giftschlangen in Wohnung gefunden

In einer Wohnung in Brandenburg sind am Wochenende 14 gefährliche Giftschlangen gefunden worden. Einsatzkräfte des Ordnungsamtes beschlagnahmten mit Unterstützung der Feuerwehr die Tiere in der Landeshauptstadt Potsdam, wie eine Sprecherin der Stadt am Montag mitteilte. Reptilienexperte Marko Hafenberg war eigenen Angaben zufolge als Sachverständiger vor Ort und transportierte die Schlangen am frühen Samstagnachmittag in eine von ihm geführte Auffangstation für exotische Tiere. Zuvor berichteten mehrere Medien über den Fall.

Die Terrarien in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses seien nicht verschlossen und nicht beschriftet gewesen, sagte Hafenberg der Deutschen Presse-Agentur. „Um eine Gefährdung unbeteiligter Dritter auszuschließen, mussten die Tiere sichergestellt werden.“

Beim Verpacken der Schlangen sei es mehrmals zu brenzligen Situationen gekommen, sagte Hafenberg weiter. Der Halter habe ihn nicht an die Schlangen herangelassen und sie selbst aus den Terrarien geholt. Teils seien Schlangen entwischt, zweimal habe eine Schlange knapp am Finger des Halters vorbeigebissen. Der Halter sei in einem gesundheitlich offensichtlich desolaten Zustand gewesen.

Laut Hafenberg handelte es sich unter anderem um Tigerklapperschlangen, zwei Kettenvipern und Felsenklapperschlangen. Die Kettenviper sei für einen Großteil aller tödlichen Giftschlangenbisse in Asien verantwortlich.

Der Halter habe ihm eine Bestandsliste mit 16 Schlangen gezeigt, sagte Hafenberg. In der Wohnung seien aber nur 14 Schlangen gefunden worden. Der Halter habe die Differenz damit begründet, dass eine Schlange gestorben und eine weitere von einer anderen gefressen worden sei.

Dagegen erklärte die Stadt Potsdam am Abend in einer Mitteilung, die Auswertung weiterer Hinweise habe ergeben, dass der Verbleib eines Tieres noch unklar sei. Daher würden die Wohnung und das Umfeld noch einmal gründlich abgesucht, um eine mögliche Gefahr für die Hausbewohner abzuwenden. Die Stadt wies darauf hin, dass es in Brandenburg grundsätzlich keine Rechtsvorschriften gebe, die die Haltung von Giftschlangen durch Privatpersonen untersagten.

Tempelhof: Angetrunkener transportiert Kühlschrank auf E-Scooter

Polizisten wollten bei einer Streifenfahrt auf der Dudenstraße in Tempelhof ihren Augen nicht trauen. Dort lief ein Mann in Schlangenlinien den Radstreifen entlang, der auf einem E-Scooter einen riesigen Kühlschrank transportierte. Der Kühlschrank habe sich ebenfalls in Schlangenlinien fortbewegt, so die Polizei auf Facebook, wo sie auch ein Foto des abenteuerlichen Transports postete. Der Mann habe die Bremsen des E-Scooters wegen des Kühlschranks nicht erreichen können.

Die Beamten hielten den Mann an, wobei der ungesicherte Kühlschrank umgekippt sei. Der 40-Jährige seit mit 0,61 Promille angetrunken gewesen. Weil er den Elektroroller mitten auf der Dudenstraße im Straßenverkehr in Betrieb genommen habe, sei eine Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung mit Fahrunsicherheit in Folge von Alkoholgenuss aufgenommen worden. Zudem musste er mit zur Blutentnahme.

Lichtenberg: Autofahrer gehen aufeinander los

Weil sie sich uneinig waren, wer von beiden mit seinem Fahrzeug zurücksetzen müsse, lieferten sich gestern Nachmittag in Lichtenberg zwei Autofahrer eine körperliche Auseinandersetzung. Beide Männer gaben an, gegen 17.10 Uhr auf einem Gelände in der Herzbergstraße darüber in Streit geraten zu sein, wer von beiden wem Platz machen sollte. Beide waren dann aus ihren Fahrzeugen ausgestiegen.

Der 30-Jährige gab an, der 34-Jährige hätte ihn mit einem Messer, das er in seinem Gürtel trug, verletzt und zudem mit einem Gürtel gegen die Frontscheibe seines Fahrzeugs geschlagen, so dass diese splitterte. Der 34-Jährige wiederum gab an, er sowie seine Frau und sein 12-jähriger Sohn von seinem Kontrahenten sowie dessen 26 Jahre alten Bruder mit Fäusten attackiert worden zu sein, wobei auch ein Schlagring verwendet worden sei. Alle Beteiligten wiesen leichte Verletzungen auf und wurden vor Ort von alarmierten Rettungskräften der Feuerwehr behandelt. Weder ein Messer noch ein Schlagring konnten aufgefunden werden. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an.

Marzahn: Autofahrer flüchtet vor Verkehrskontrolle und baut Unfall

Auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle durch Brandenburger Polizisten verursachte ein 21-jähriger Autofahrer in der vergangenen Nacht einen Verkehrsunfall in Marzahn. Nach den bisherigen Ermittlungen und Aussagen soll der junge Fahrer des VW kurz vor 2 Uhr in Ahrensfelde eine allgemeine Verkehrskontrolle in der Dorfstraße missachtet haben und in Richtung Berlin geflüchtet sein. Die Streife der Polizeiinspektion Barnim folgte dem Fahrzeug, dessen Fahrer zwischenzeitlich mit hoher Geschwindigkeit die Märkische Allee in Richtung Wuhletalstraße befuhr.

Etwa einhundert Meter hinter der Kreuzung Märkische Allee/Wuhletalstraße verlor der Polo-Fahrer die Kontrolle über das Auto, geriet auf eine Böschung und prallte gegen einen Baum. Die Brandenburger Polizisten trafen, unterstützt durch Berliner Kollegen und Kolleginnen, den Fahrer und seine 18 Jahre alte Beifahrerin in der Nähe des VW an. Beide wiesen nur leichte Verletzungen auf, die ambulant am Ort behandelt wurden. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest beim 21-Jährigen verlief negativ, ein Drogentest positiv. Ferner stellten die Einsatzkräfte fest, dass die Kennzeichen an dem VW als gestohlen gemeldet waren. Der 21-Jährige wurde in einen Polizeigewahrsam gebracht. Nach einer Blutentnahme konnte er seinen Weg zu Fuß fortsetzten. Gegen ihn wurden mehrere Ermittlungsverfahren, u.a. wegen des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Verkehrsunfall mit verletzter Person und Urkundenfälschung eingeleitet.

Mitte: Kleinwagen brennt aus

Heute früh brannte ein Kleinwagen in Mitte fast vollständig aus. Kurz nach 4 Uhr bemerkte eine Anwohnerin der Sebastianstraße einen Feuerschein an einem am Straßenrad geparkten Smart und rief die Feuerwehr. Die Brandbekämpfer löschten wenig später den zwischenzeitlich in Vollbrand stehenden Wagen. Ein vor dem Smart stehender VW wurde durch die Hitze am Heck stark beschädigt. Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung dauern an und wurden von einem Brandkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.

Mariendorf: Geldautomat gesprengt - Verdächtiger festgenommen

Nach der Sprengung eines Geldautomaten in der Nacht zu Montag in Mariendorf haben Polizeieinsatzkräfte einen Tatverdächtigen festgenommen. Nach bisherigem Ermittlungsstand hörten Anwohner in der Königstraße gegen 0.50 Uhr einen lauten Knall und alarmierten die Polizei. Ein weiterer Zeuge beobachtete anschließend, wie zwei Unbekannte die dortige Postfiliale verließen. Als Polizeieinsatzkräfte des Abschnitts 44 am Ort eintrafen, kam es unmittelbar zu einem leichten Zusammenstoß mit einem vom Ort flüchtenden Mercedes. Der Wagen, in dem offenbar zwei Personen saßen, setzte seine Flucht über den Gehweg fort und entkam. Am Polizeifahrzeug entstand leichter Sachschaden.

Der oder die Flüchtende beschädigte bei der Flucht mutmaßlich zwei weitere, geparkte Fahrzeuge, an denen ebenfalls leichter Sachschaden entstand. Die beiden Männer, die aus der Postfiliale kamen, flüchteten zu Fuß in entgegengesetzte Richtungen. Die Einsatzkräfte nahmen die Verfolgung auf und konnten einen Tatverdächtigen festnehmen. Der 27-Jährige kam für weitere polizeiliche Maßnahmen in einen Gewahrsam und wurde anschließend einem Fachkommissariat beim Landeskriminalamt der Polizei Berlin überstellt. Nach ersten Erkenntnissen wurde Geld aus dem aufgesprengten Automaten entwendet, welches der Festgenommene in den Armen hielt, jedoch dann fallen ließ. Die weiteren Ermittlungen dauern derzeit an.

Michendorf: Unbekannte sprengen Fahrkartenautomaten im Bahnhof

Unbekannte Täter haben im Bahnhof Michendorf (Potsdam-Mittelmark) einen Fahrkartenautomaten aufgesprengt und zerstört. Bei der Explosion seien am frühen Montagmorgen Teile des Automaten bis zu zehn Meter weit geschleudert und Teile der Unterführung zwischen zwei Bahnhofsplattformen beschädigt worden, teilte die Polizei mit. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach den Tätern sei zunächst erfolglos geblieben. Zu einer möglichen Beute machte die Polizei keine Angaben. Der Schaden wurde auf etwa 20 000 Euro geschätzt.

Grunewald: Randalierer schlägt Polizist ins Gesicht

Bei einem Einsatz wegen eines Randalierers in Grunewald wurde gestern ein Polizist des Abschnitts 26 verletzt und musste seinen Dienst beenden. Gegen 12.30 Uhr alarmierte ein Betreuer die Polizei zu einer Wohnung in der Auguste-Viktoria-Straße. Dort war der 34-Jährige nach seinen Angaben kurz zuvor mit seinem zu Betreuenden, ebenfalls 34 Jahre alt, aneinandergeraten und soll von diesem bedroht und beleidigt worden sein. Die eintreffenden Einsatzkräfte wurden von dem Tatverdächtigen ebenfalls beleidigt.

Als ein Polizist den Randalierer der Wohnung verwies, schlug dieser dem Beamten plötzlich mit einer Faust ins Gesicht und schubste ihn, so dass dieser strauchelte und sich dabei an der Hand verletzte. Nach der ambulanten Behandlung seiner Gesichts- und Fingerverletzungen in einem Krankenhaus musste der Polizist seinen Dienst beenden. Seine Kollegen nahmen den 34-Jährigen fest und brachten ihn zur erkennungsdienstlichen Behandlung in einen Polizeigewahrsam.

Mitte: Frau beleidigt Vater und Tochter rassistisch

In Mitte hat gestern Abend eine 33-Jährige einen Vater und dessen Tochter rassistisch beleidigt. Der 47-Jährige und dessen 21 Jahre alte Tochter waren gegen 19.50 Uhr in der Oranienburger Straße unterwegs, als die 33-Jährige im Vorbeigehen unvermittelt rassistische Beleidigungen in deren Richtung äußerte. Zeugen bestätigten das später. Der 47-Jährige alarmierte daraufhin umgehend die Polizei und folgte der Frau, die weiterhin rassistische Beleidigungen von sich gab. In der Chausseestraße hielten Polizeikräfte die Frau an und sprachen sie auf die Tat an. Sie gab die Beleidigungen zu. Im Anschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde sie vor Ort entlassen.

Spandau: Auto in Flammen

Auf einem Altautohandelsplatz in Hakenfelde wurde in der vergangenen Nacht ein Fahrzeug in Brand gesetzt. Zeugen hörten gegen 22.50 Uhr in der Rauchstraße einen lauten Knall und sahen kurz darauf auf dem Gelände eines Autohandels einen brennenden Lancia. Durch den schnellen Löscheinsatz der Berliner Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf eine Lagerhalle sowie in der Nähe stehende Fahrzeuge vereitelt werden. Lediglich ein Kleinkraftrad und ein stillgelegter Pkw wurden durch die Hitze leicht beschädigt. Wegen der Löscharbeiten war die Rauchstraße zwischen Hugo-Cassirer- und Goltzstraße für etwa 40 Minuten gesperrt. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes führt die Ermittlungen.

Rudow: Angestellter überrascht Bäckerei-Einbrecher

Einsatzkräfte nahmen am Montagmorgen einen mutmaßlichen Einbrecher in Rudow fest. Als gegen 3.30 Uhr der 23 Jahre alte Angestellte einer Bäckerei in der Stubenrauchstraße bei seiner Arbeitsstelle erschien, bemerkte er im Geschäft hinter dem Tresen einen unbekannten Mann und rief die Polizei. Die Kräfte nahmen in der Nähe des Tatortes den 45 Jahre alten Tatverdächtigen fest, der zwischenzeitlich aus dem Laden geflüchtet war. Der Festgenommene, der nach den bisherigen Ermittlungen über das Dach in die Filiale eingedrungen war, wurde einem Fachkommissariat übergeben. Die Ermittlungen gegen den einschlägig polizeibekannten Mann dauern an.

Schwedt: Dach von Schwimmbad stürzt ein

Das Dach einer Schwimmhalle in Schwedt ist am Sonntag nach Angaben der Polizei „komplett eingestürzt“ - wenige Tage vor der geplanten Wiedereröffnung der sanierten Halle. Betroffen sei eine Fläche von circa 50 mal 70 Meter, es sei ein Millionenschaden entstanden, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Verletzt wurde niemand. Wegen Sanierungsarbeiten ist das „Aquarium“ derzeit geschlossen. Für Donnerstag (15. Juli) war die Wiederöffnung geplant. „Wir haben noch Glück gehabt, wäre das Donnerstag passiert hätte es Tote gegeben“, sagte der Sprecher weiter.

Zum Zeitpunkt des Einsturzes seien glücklicherweise keine Bauarbeiten im Gange gewesen, sagte der Sprecher weiter. Lediglich zwei Menschen, die in der Gastronomie des Schwimmbads arbeiten und einen Außer-Haus-Verkauf anbieten, waren demnach vor Ort - sie blieben unverletzt. Die Renovierung betraf nach Angaben des Polizeisprechers das Schwimmbecken, nicht das Dach. Nach dem Einsturz sei nun keine Schwimmfläche mehr zu sehen, die Sanierungsarbeiten seien wohl komplett hinfällig. Die Ursache sei noch völlig unklar, hieß es weiter. Das Gebäude ist vorerst gesperrt. Am Montag gehen die Ermittlungen zur Ursache des Einsturzes weiter.

( BM/dpa )