Blaulicht-Blog

Badeunfall: Achtjähriger aus Michendorf tödlich verunglückt

| Lesedauer: 8 Minuten
Ein Rettungswagen im Einsatz (Archivbild).

Ein Rettungswagen im Einsatz (Archivbild).

Foto: Thomas Nitsche

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Montag, 21. Juni.

Badeunfall: Achtjähriger aus Michendorf tödlich verunglückt

Ein acht Jahre alter Junge aus Michendorf (Potsdam-Mittelmark) ist am Montag bei einem Badeunfall tödlich verunglückt. Das Kind sei trotz umfangreicher Suchmaßnahmen nur noch leblos aus dem Großen Lienewitzsee geborgen worden, wie die Brandenburger Polizei bei Twitter mitteilte. Zuvor war der Junge gegen 18 Uhr als vermisst gemeldet worden.

Angesichts der Badeunfälle warnte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Schleswig-Holstein vor den Risiken beim Schwimmen in Flüssen und Seen. Unter anderem der vom Schiffsverkehr verursachte Sog und der Wellenschlag machten das Schwimmen in Flüssen in der Nähe von Schifffahrtswegen gefährlich, sagte der DLRG-Landesgeschäftsführer Thies Wolfhagen am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Hinzu kämen unterschiedlich starke - und in der Elbe wegen der Tiede auch noch wechselnde - Strömungen. „Das macht es besonders gefährlich.“

Auch das Baden in Seen sollte nach Ansicht Wolfhagens nicht unterschätzt werden. So müsse mit Hindernissen unter Wasser wie Pflanzen gerechnet werden, die nicht immer von der Oberfläche aus zu sehen seien. Badende sollten sich daher immer zuerst informieren, wie es mit Bewuchs, Steinen und der Wassertiefe aussieht. So gibt es in künstlichen Seen, etwa in alten Kiesgruben zum Teil steile Abbruchkanten. Auch den Einfluss von starken Temperaturunterschieden auf den Körper in Gewässern mit unterschiedlichen Tiefen sollte man ernst nehmen, wie Wolfhagen sagte.

Schöneberg: Fünf Verletzte bei Unfall

Am Sonntagmittag sind bei einem Unfall in Schöneberg fünf Personen zum Teil schwer verletzt worden. Gegen 12.30 Uhr befuhr ein 39-Jähriger mit seinem VW den Voralberger Damm in Richtung Rubensstraße und bog nach links in den Grazer Damm ab. Dabei kam es zu einem Zusammenstoß mit dem Mercedes eines 27-Jährigen.

Aufgrund der Wucht des Aufpralls schleuderte der mit fünf Personen besetzte VW gegen einen auf der Mittelinsel aufgestellten Wegweiser und ein Werbeschild und kam dort zum Stehen. Der 39 Jahre alte Fahrer des VW erlitt bei dem Zusammenstoß einen Schock. Die 34 Jahre alte Beifahrerin sowie die drei im Fahrzeug befindlichen Kinder, ein 11 Jahre altes Mädchen, ihr 14-jähriger Bruder und ein knapp sieben Monate alter Säugling, wurden schwer verletzt.

Rettungskräfte brachten sie zur Behandlung in ein Krankenhaus. Der Mercedes-Fahrer erlitt Verletzungen am Kopf und am Nacken. Er konnte die Klinik, wie der Fahrer des VW, nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen. Die Ermittlungen dauern an.

Zehlendorf: Alkoholisierte randalieren in S-Bahn

Am Sonntagmorgen zerstörten zwei junge Männer eine Fahrgastscheibe einer S-Bahn, die in Richtung Potsdam unterwegs war. Bundespolizisten nahmen sie vorläufig fest. Gegen 7.30 Uhr informierte ein Zeuge die Bundespolizei, dass zwei Männer den Windfang einer S-Bahn der Linie S7 mit den Füßen eintraten und anschließend am Bahnhof Potsdam ausstiegen.


Bundespolizisten fahndeten nach dem Duo und stellten aufgrund der Personenbeschreibung des Zeugen einen 17-Jährigen sowie einen 18-Jährigen im Nahbereich des Bahnhofs. Eine Atemalkoholmessung ergab bei dem 17-Jährigen einen Wert von 1,76 Promille. Der 18-Jährigen wies einen Wert von 1,16 Promille auf.


Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung gegen sie ein und entließ den 18-Jährigen nach Abschluss der Maßnahmen von der Dienststelle. Den minderjährigen Jugendlichen übergaben sie seiner sorgeberechtigten Schwester.

Streit eskaliert in Rummelsburg - ein Verletzter

In der vergangenen Nacht wurde ein junger Mann in Rummelsburg bei einer Auseinandersetzung verletzt. Nach derzeitigem Kenntnisstand geriet der 24-Jährige gegen 1.20 Uhr in einem Skaterpark in der Weitlingstraße mit zwei Unbekannten aneinander.

Im weiteren Verlauf des Streits erlitt er eine Stichverletzung an einem Bein. Die mutmaßlichen Angreifer flüchteten anschließend und entkamen. Der Verletzte kam in ein Krankenhaus, das er nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen konnte. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung übernommen.

Ermittlungen nach tödlichem Badeunfall zweier erfahrener Taucher aus Brandenburg

Nachdem zwei erfahrene Taucher am Samstag im Steinbruchsee Wildschütz in Nordsachsen ums Leben gekommen sind, ermittelt die Kriminalpolizei. Bislang sei noch unklar, wie es zu dem Unfall gekommen sei, teilte die Polizei Leipzig am Montag mit.

Die beiden 57 und 69 alten Mitglieder der Wasserwacht aus dem DRK-Kreisverband Brandenburg an der Havel waren gemeinsam mit vier Kollegen in ihrer Freizeit nach Sachsen gefahren, um in dem See zu tauchen. Laut einer Sprecherin des DRK Brandenburg liegen keine Hinweise auf ein Fehlverhalten auf.

Die beiden Taucher seien professionell eingewiesen worden und mit neuer funktionsfähiger Technik unterwegs gewesen. „Wir alle im DRK Brandenburg sind in tiefer Trauer über das Unglück“, sagte die Sprecherin. Zwei weitere Mitglieder der Wasserwacht seien bei dem Tauchgang verletzt worden.

Charlottenburg: Zivilstreife stoppt Raser

Mit bis zu knapp über 130 km/h bei erlaubten 80 km/h war ein Autofahrer in der vergangenen Nacht auf der Stadtautobahn in Charlottenburg deutlich zu schnell unterwegs. Der Mann raste gegen 23 Uhr mit seinem Renault Clio auf der A 100 an einem Zivilwagen der Autobahnpolizei vorbei, der sich auf Streifenfahrt in Richtung Neukölln befand.

Nach der Geschwindigkeitsmessung inklusive Videoaufzeichnung, während derer mehrfach der Fahrstreifen ohne zu blinken gewechselt und die Ausfahrt Spandauer Damm mit einem riskanten Manöver erreicht wurden, hielten die Einsatzkräfte den Fahrer an und überprüften ihn. Nachdem das Fahrzeug und der Führerschein beschlagnahmt worden waren, mussten der 28-Jährige und seine 23 Jahre alte Begleiterin den Weg zu Fuß fortsetzen. Den Mann erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens.

Spandau: Jugendlicher randaliert in Jugendeinrichtung - Polizistin verletzt

In einer Spandauer Jugendeinrichtung randalierte gestern Vormittag ein 17-Jähriger. Bei dem anschließenden Polizeieinsatz verletzte er eine Kollegin leicht am Arm. Gegen 10.45 Uhr wurde die Polizei in die Neuendorfer Straße alarmiert. Als die Einsatzkräfte eintrafen, verletzte sich der Jugendliche mit einer Glasscheibe selbst, so dass sie ihn überwältigten und vorläufig festnahmen.

Dabei leistete der junge Mann Widerstand und verletzte auch eine Beamtin. Während die Polizeioberkommissarin nach einer ambulanten Behandlung ihren Dienst fortsetzen konnte, wurde der ebenfalls nur leicht verletzte 17-Jährige nach einer medizinischen Versorgung der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses übergeben.

Mutmaßlich Schüsse in Berlin-Wedding - mehrere Verletzte

In Wedding sind am späten Sonntagabend vermutlich mehrere Schüsse gefallen. Dabei wurden nach Angaben eines dpa-Reporters mindestens drei Menschen verletzt. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, kam es im Bereich der Müllerstraße zu dem Vorfall.

Wie der Reporter berichtete, kamen die Verletzten anschließend in ein Krankenhaus. Eine Frau erlitt einen Schock. Demnach ereignete sich der Zwischenfall vor einem Lokal, dort stellte die Polizei Patronenhülsen sicher. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt. Die Müllerstraße wurde in beide Richtungen gesperrt. Zudem waren in der Nachbarschaft Beamte mit Maschinengewehren im Einsatz. Lesen Sie mehr dazu im Artikel.

Waldbrand wird aus der Luft gelöscht

Zwei Hubschrauber der Bundespolizei sind wieder im Einsatz, um den bislang größten Waldbrand der Saison in Brandenburg in Bötzow (Landkreis Oberhavel) zu löschen. Auf einer Fläche von etwa acht Hektar nordwestlich von Berlin brennt es seit Freitag. Ungefähr alle fünf Minuten werden etwa 4000 Liter Wasser über dem Brandort abgelassen, sagte David Ostwald, Einsatzleiter der Feuerwehr, der Deutschen Presse-Agentur. Die Piloten fliegen in Höhe der Baumkronen.

Die Tanks der Hubschrauber werden von den Piloten aus der Luft aus der Havel befüllt oder aus einem riesigen Bottich, der auf einer Lichtung steht. Der werde kontinuierlich von Feuerwehrleuten nachgefüllt, sagte Ostwald.

Das Löschen werde erschwert, da der Boden munitionsbelastet sei, sagte der Einsatzleiter. „Wir halten jetzt den Randstreifen so nass, damit sich die Glutnester nicht ausbreiten können“, sagte er. Tanklöschfahrzeuge seien dort vor Ort. Für den Nachmittag wurde nach seinen Angaben ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera an Bord geordert. Er soll das Areal überfliegen. Danach werde über weitere Maßnahmen entschieden.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM )