Blaulicht-Blog

Frau mit Messer am Hals verletzt: SEK im Einsatz

| Lesedauer: 6 Minuten
Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) konnte den Tatverdächtigen festnehmen.

Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) konnte den Tatverdächtigen festnehmen.

Foto: Thomas Peise

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 13. Juni.

Friedrichshain: Frau mit Messer am Hals verletzt - SEK im Einsatz

Ein Mann hat am Sonnabendabend eine 25 Jahre alte Frau mit einem Messer am Hals lebensgefährlich verletzt. Rettungskräfte fanden gegen 20.45 Uhr die stark blutende Frau vor einem Wohnhaus an der Thaerstraße in Friedrichshain. Sie musste im Krankenhaus notoperiert werden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen.

Der Tatverdächtige, nach ersten Erkenntnissen der Polizei der Ex-Freund der 25-Jährigen, flüchtete nach dem Angriff in ein Sportstudio. Polizisten sicherten die Eingänge mit gezogenen Waffen. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) wurde angefordert und konnte nach etwa zwei Stunden den 40-Jährigen festnehmen. Auch dieser wurde ins Krankenhaus gebracht und musste notoperiert werden, weil er versucht haben soll, sich selbst zu verletzen.

Die Kriminalpolizei sicherte Spuren am Tatort und konnte drei Messer sicherstellen. Zu dem Motiv sei noch nichts bekannt. Die Tat sei aber als vorsätzliches Tötungsdelikt eingestuft. Eine Mordkommission ermittelt.

Feuerwehreinsatz in Spandau

Im Semmelländerweg in Spandau brannte es im Keller eines Mehrfamilienhauses. Die Feuerwehr rückte mit vier Staffeln an und hatte den Brand rasch unter Kontrolle. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

Tempelhof: Frau verteidigt ihren Hund gegen Diebe

Eine Berliner Hundehalterin hat ihr Tier beim Gassigehen standhaft gegen drei Diebe verteidigt. Nach Angaben der Polizei versuchten drei Männer am Samstagabend der 41-Jährigen Frau ihren Staffordshire Bullterrier im Stadtteil Tempelhof zu stehlen. Dafür soll einer das Tier an der Leine zunächst gestreichelt und umarmt haben. Dann verlangte er den Angaben nach von der Halterin, die Leine loszulassen. Als sie sich weigerte, habe er ihr mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die Frau ließ die Leine dennoch nicht los, sondern ging mit ihrem Hund davon. Das Trio flüchtete unerkannt. Die Halterin behielt blaue Flecke im Gesicht zurück.

Prenzlau: Mehrere Schüsse - Ermittlungen gegen 21-Jährigen

Gegen einen 21-Jährigen wird nach mehrfachen Schüssen in Prenzlau (Uckermark) ermittelt. Es gehe um Verstöße gegen das Waffengesetz, Bedrohung, Sachbeschädigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, teilte die Polizeiinspektion Uckermark mit. Am Freitagabend wurde die Polizei über mehrere Schüsse informiert. Ein bereits einschlägig polizeibekannter 21-Jähriger konnte festgenommen werden. Er hatte auch rechte Parolen gerufen. In der Wohnung wurde eine Schreckschusswaffe gefunden, mit der vermutlich die Schüsse abgegeben wurden. Der leicht alkoholisierte Mann hatte eine Fensterscheibe in seiner Wohnung beschädigt und sich dabei verletzt. Die Waffe wurde sichergestellt und der Mann in Gewahrsam genommen.

Mitte: Verletzte bei Streit im James-Simon-Park

Im James-Simon-Park in Mitte kam es in der Nacht zu Sonntag zu einem gewaltsamen Streit unter mehreren Personen. Dabei sollen mindestens zwei Personen verletzt worden sein. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an und beging den Park, in dem sich mehr als 300 Personen aufhielten. Der Hintergrund der Auseinandersetzung ist bislang unklar.

Moabit: Feuerwehr rettet Menschen aus brennender Wohnung

Vier Bewohner eines Mehrfamilienhauses sind bei einem Wohnungsbrand in Berlin-Moabit verletzt worden. Drei Wohnungen sind nach dem Feuer am Sonntagmorgen in der Wiclefstraße unbewohnbar, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Bauaufsicht prüft demnach, ob das fünfgeschossige Wohnhaus noch bewohnbar ist. Zwei der Verletzten sind aus der Brandwohnung, sie konnten sich selbstständig retten. Zwei Bewohner aus der Wohnung darüber wurden mit sogenannten Brandhauben aus dem Gebäude gebracht, hieß es.

Die Feuerwehr war gegen 5.27 Uhr alarmiert worden. Die Retter rückten mit 57 Kräften aus. In einer Wohnung im dritten Stock des Altbaus waren Einrichtungsgegenstände in Brand geraten. Das Feuer brannte in die Wohnung darüber durch. Aus der Brandwohnung lief zudem Wasser in die Wohnung darunter, die dadurch beschädigt wurde. Das Feuer war nach einer Stunde gelöscht. Aus Sicherheitsgründen sei der Strom abgestellt worden, hieß es. Wie es zu dem Feuer kam, war zunächst nicht klar.

Friedrichshain: Auto brannte an der Rigaer Straße

An der Rigaer Straße in Friedrichshain brannte gegen 2.15 Uhr ein Auto. Ein weiteres Auto wurde durch die Hitze ebenfalls beschädigt. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht derzeit von Brandstiftung aus.

Spandau: Wohnlaube in Flammen

In Spandau hat in der Nacht zu Sonntag eine 120 Quadratmeter große Wohnlaube an der Bocksfeldstraße gebrannt. Die Feuerwehr rückte mit vier Staffeln an und brachte den Brand schnell unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand. Eine Ausbreitung des Feuers konnte verhindert werden, wie die Feuerwehr bei Twitter mitteilte. Zur Brandursache ermittelt die Kriminalpolizei.

Auch an der Dorfstraße brannte eine Laube. Dabei kam es zu Schwierigkeiten mit der Löschwasserversorgung, wie es von der Feuerwehr hieß. Auch ein Löschboot war im Einsatz.


Oranienburg: Betrunkene Eltern im Auto mit Kleinkind unterwegs - Frau rammt Laube

Ein betrunkenes Elternpaar mit seinem vierjährigen Kleinkind im Auto hat in der Nacht zu Sonntag einen Unfall in Oranienburg (Oberhavel) verursacht. Das Kind blieb nach Angaben der Polizeiinspektion unverletzt, es wurde der Jugendnothilfe übergeben. Zuvor durfte es das Polizeiauto von innen ansehen. Zudem trösteten Plüschteddys.

Das Paar - der Vater ohne Führerschein und mit 2,7 Promille - war auf dem Weg zu seinem Bungalow in einer Kleingartenanlage. Nach einem Streit stieg den Angaben zufolge der Mann aus dem Auto aus. Die Mutter setzte sich ans Steuer und fuhr direkt in die Wand des Wochenendhauses. Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar.

Das Paar muss sich wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten. Zudem wurde nach Polizeiangaben gegen beide ein Verfahren wegen Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht eingeleitet.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM )