Blaulicht-Blog

Messerstecherei im Humboldthain - ein Schwerverletzter

| Lesedauer: 9 Minuten
Brand Johannisthal

Brand Johannisthal

Feuer in einem leerstehenden Gebäude in Johannisthal

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In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Samstag, 22. Mai.

Mitte: Messerstecherei im Humboldthain - eine Person schwer verletzt

Bei einer Auseinandersetzung in Gesundbrunnen (Mitte) ist eine Person am Freitagabend schwer verletzt worden. Zwischen sechs bis acht Personen, die sich im Volkspark Humboldthain aufhielten, kam es am Abend zu dem Streit, teilte die Polizei am Samstagmorgen mit. Dabei habe eine Person schwere Verletzungen durch Stichwunden erlitten. Der Mann musste noch am Ort reanimiert werden und kam dann in ein Krankenhaus. Der Täter ist flüchtig. Eine Mordkommission übernahm die Spurensicherung vor Ort.

Die Polizei fragt:

  • Wer hat die Auseinandersetzung und/oder die Tat beobachtet und kann Angaben zum Hergang machen?
  • Wer kann Angaben zu den Beteiligten der Auseinandersetzung machen?

Die 8. Mordkommission bittet Zeugen, die auf das Geschehen aufmerksam wurden oder zur Tatzeit im Bereich der Parkanlage Verdächtiges beobachtet haben, sich zu melden. Hinweise nimmt die Mordkommission unter der Telefonnummer (030) 4664 - 911 888 oder per Email unter lka118-hinweis@polizei.berlin.de oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Schöneberg: Mann mit Kippa aus Judenhass beleidigt und geschlagen

Unbekannte beleidigten und attackierten vergangene Nacht in Schöneberg einen Berliner jüdischen Glaubens, der seine Kippa trug. Gegen 3 Uhr erschien der 41-Jährige auf der Wache eines Polizeiabschnittes und gab an, dass er gegen 2.15 Uhr auf dem Weg nach Hause auf dem Dürerplatz von drei unbekannten Männern plötzlich beleidigt worden sein soll. Einer der drei Unbekannten soll ihm zudem mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ihn anschließend antisemitisch beleidigt haben.

Durch den Schlag soll er dann gegen eine Schaufensterscheibe geprallt sein. Die Angreifer flüchteten in unbekannte Richtung. Im Anschluss an die Anzeigenaufnahme alarmierte Rettungskräfte brachten den im Gesicht Verletzten in ein Krankenhaus, aus dem er nach ambulanter Behandlung später wieder entlassen wurde. Die Ermittlungen zu diesem Angriff führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

Prenzlauer Berg: Couragierte Passantin filmt antisemitische Pöbler

Antisemitische Pöbeleien hörte am Freitagnachmittag eine Passantin in Prenzlauer Berg. Gegen 16.30 Uhr lief die 26-Jährige auf dem Helmholtzplatz an einer Gruppe Jugendlicher vorbei, als sie dabei aus der Gruppe heraus mehrere israelfeindliche und antisemitische Parolen hörte. Durch die Äußerungen fühlte sich die 26-Jährige betroffen und beleidigt, blieb stehen und fertigte mit ihrem Telefon Videoaufnahmen der Gruppe an. Während dieser Aufnahmen kam es erneut zu antisemitischen Rufen, sodass die 26-Jährige die Polizei alarmierte.

Mit Hilfe des Videos konnte ein 16-Jähriger als mutmaßlicher Rufer identifiziert werden. Eine bei dem alkoholisierten Jugendlichen durchgeführte Atemalkoholmessung ergab einen Wert von rund 0,7 Promille. Nach der Feststellung seiner Identität konnte der Tatverdächtige seinen Weg fortsetzen. Er muss sich nun wegen des Verdachts der Beleidigung mit antisemitischem Hintergrund verantworten. Die Ermittlungen dazu führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

Friedrichshain: Mehrere Miettoiletten angezündet

Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen zu vier Bränden von Miettoiletten übernommen, die in Friedrichshain gestern Nachmittag, am Abend und in der Nacht Einsatzkräfte der Polizei Berlin und der Feuerwehr beschäftigten.

Gegen 18.45 Uhr bemerkten Passanten Qualm aus einer Miettoilette in der Rigaer Straße und alarmierten die Polizei. Eintreffende Einsatzkräfte konnten das ursächliche Feuer noch vor der eintreffenden Feuerwehr erfolgreich bekämpfen. Es wurde niemand verletzt.

Gegen 21 Uhr brannte ein mobiler Toilettencontainer in der Waldeyerstraße. Brandbekämpfer der Feuerwehr löschten hier die Flammen. Menschen wurden nicht verletzt.

In der Richard-Sorge-Straße brannte dann gegen 22.20 Uhr ein mobiles Toilettenhäuschen. Das Löschen der Flammen übernahmen die Brandbekämpfer der Feuerwehr. Verletzt wurde auch hier niemand.

Zeugen alarmierten schließlich gegen 23.40 Uhr die Polizei zur Löwestraße Ecke Auerstraße, da sie dort ein brennendes Toilettenhäuschen feststellten. Die eintreffende Funkwagenbesatzung löschte das Feuer mit einem Handfeuerlöscher. Menschen wurden wiederum nicht verletzt.

Malchow: Auto prallt gegen Laternenmast, Fahrer erliegt Verletzungen

Vergangene Nacht erlag in Malchow der Fahrer eines Personenkraftwagens nach einem schweren Verkehrsunfall seinen tödlichen Verletzungen. Nach bisherigen Erkenntnissen und Ermittlungen war ein 21-Jähriger gegen 2.45 Uhr auf der Malchower Chaussee in Richtung Dorfstraße unterwegs. In der Kurve zur Dorfstraße kam der Wagen des 21-Jährigen in Folge zu hoher Geschwindigkeit nach rechts von der Fahrbahn ab, prallte auf dem Gehweg gegen untereinander verbundene Poller und anschließend gegen einen Lichtmast.

Das Fahrzeug wurde auseinandergerissen und der 21-Jährige herausgeschleudert. Ein Zeuge, der den Unfall hörte und Rettungskräfte alarmiert hatte, eilte herbei und begann bei dem leblosen Kraftfahrer sofort mit Reanimationsmaßnahmen. Ein eingetroffener Notarzt führte die Maßnahmen weiter, bis dieser den Tod des 21-Jährigen feststellen musste. Der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 4 (Süd) übernahm die Unfallaufnahme am Ort, wozu auch ein Gutachter bestellt wurde. Das Fahrzeug wurde sichergestellt. Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme blieb die Malchower Chaussee bis gegen 8.30 Uhr gesperrt.

Neukölln: Drei Verletzte bei illegalen Autorennen

Bei einem Autounfall in Neukölln sind in der Nacht zu Samstag drei Personen verletzt worden. Die Kollision auf dem Buckower Damm sei auf Grund eines Autorennens entstanden, teilte die Polizei am Samstagmorgen mit. Eine Person sei deutlich zu schnell gefahren und mit dem Auto eines unbeteiligten Ehepaars kollidiert. Alle drei Personen wurden von Einsatzkräften in ein Krankenhaus gebracht. Weitere Informationen waren bislang unbekannt.

Mitte: Corona-Leugner wollen mit Auto-Korso durch Berlin fahren

Wegen mehrerer Demonstrationen ist die Berliner Polizei am Pfingstwochenende im Großeinsatz. Rund 3000 Polizisten sind im Einsatz. Autofahrer müssen mit Verkehrsbehinderungen rechnen. Das gesamte Stadtgebiet ist davon betroffen. Zahlreiche Straßen werden zeitweise gesperrt, am Pfingstmontag gehören auch Teile der Stadtautobahn A100 dazu.

Trotz des Verbots von zwei großen Corona-Leugner-Demonstrationen, zu denen jeweils 16.000 Teilnehmer angemeldet waren, haben sich Hunderte Teilnehmer in Mitte versammelt. Kritiker der Corona-Politik der Bundesregierung wollen am Nachmittag mit einem Auto-Korso mehrere Medienhäuser abfahren. Am Abend soll dann eine Kundgebung am Alexanderplatz in Mitte stattfinden.

Neukölln: Streit wegen Raser - Mann wird lebensgefährlich verletzt

In der Nacht zu Samstag hat ein Mann in Neukölln bei einer Auseinandersetzung lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten. Der Fahrer eines Mercedes soll gegen 0.30 Uhr mit überhöhter Geschwindigkeit wiederholt am Richardplatz vorbeigefahren sein. Als dieser dann in Höhe eines Spielplatzes anhielt, soll ein 39-Jähriger gegen ein Fenster des Autos geklopft und versucht haben, den Fahrer des Wagens auf sein Verhalten anzusprechen. Es kam zum Streit, in dessen Verlauf der 39-Jährige zu Boden stürzte. Ein Unbekannter kam dazu und soll dem Gestürzten gegen den Kopf getreten haben, der dabei lebensgefährliche Verletzungen erlitt. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Die Autofahrer und der Angreifer flüchteten zusammen mit dem Mercedes in unbekannte Richtung. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung führt die Kriminalpolizei.

Johannisthal: Feuerwehr löscht Großbrand in Lagerhalle

Das Feuer in einer leerstehenden Lagerhalle in Johannisthal (Treptow-Köpenick) ist gelöscht. Einzelne Einsatzkräfte waren am Samstagmorgen noch vor Ort, um auszuschließen, dass das Feuer auf Grund von Glutresten erneut ausbrechen kann, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Brand war am Freitagabend am Segelflieger Damm ausgebrochen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung.

120 Kräfte waren im Einsatz, twitterte die Feuerwehr. Auch über die Warnapp Nina wurde vor dem Großbrand gewarnt. Besonders im Süden und Südosten von Berlin kam es zu einer starken Rauchentwicklung und Geruchsbelästigung. Das betroffene Gebiet sollte weiträumig umfahren werden. Anwohner sollten die Fenster und Türen schließen und Lüftungen sowie Klimaanlagen abschalten.

Treptow: Vorfahrt genommen - zwei Verletzte bei Verkehrsunfall

Gegen 21.20 Uhr ist es an der Kreuzung Bouchéstraße Ecke Kiefholzstraße in Treptow zu einem Unfall zmit zwei Autos gekommen. Einer der Fahrer hatte die Vorfahrt des anderen missachtet. Zwei Personen wurden leicht verletzt. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden.

Reinickendorf: Verletzter bei Messerstecherei - Festnahme

Gegen 22 Uhr sind vor einem Wohnhaus an der Tiefenseeer Straße in Reinickendorf mehrere Personen in Streit geraten. In dessen Verlauf stach eine Person auf eine andere ein und verletzte diese am Hals und am Oberkörper. Der schwer Verletzte kam in ein Krankenhaus. Der Täter konnte noch am Tatort festgenommen werden.

Hellersdorf: Junge (7) von Transporter angefahren

In Hellersdorf ist am Freitagnachmittag ein Junge nach einem Verkehrsunfall in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Siebenjährige war gegen 15.25 Uhr mit seinem Rad vom Cecilienplatz auf die Ernst-Bloch-Straße gefahren. Dort wurde er von dem Transporter eines 60-Jährigen erfasst. Der Junge erlitt dabei schwere Rumpfverletzungen. Die Ermittlungen führt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizei.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )