Blaulicht-Blog

Autos brennen in Friedrichshain und Reinickendorf

| Lesedauer: 9 Minuten
Polizisten löschen an der Rigaer Straße ein brennendes Auto.

Polizisten löschen an der Rigaer Straße ein brennendes Auto.

Foto: Thomas Peise

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonnabend, 1. Mai.

Friedrichshain und Reinickendorf : Transporter und Auto brennen

Zwei Fahrzeuge sind in Berlin aus noch ungeklärter Ursache in Brand geraten. Menschen wurden in beiden Fällen nicht verletzt, wie die Feuerwehr am Samstag mitteilte. Zunächst hatte am Morgen des 1. Mai an der Rigaer Straße in Friedrichshain ein Transporter voll in Flammen gestanden. Etwa zur gleichen Zeit brannte in der Emmentaler Straße in Reinickendorf ein Auto. Die Feuerwehr hat gelöscht.

Charlottenburg: Betrunkener Einbrecher will Scheibe einschlagen - Festnahme

Polizisten haben am Samstagmorgen in Charlottenburg einen 32 Jahre alten Mann nach einem versuchten Geschäftseinbruch festgenommen. Ein Zeuge hatte den Tatverdächtigen gegen 3 Uhr dabei beobachtet, wie dieser mit Hilfe eines Steins die Verglasung einer Ladeneingangstür in der Hardenbergstraße zerstören wollte. Die alarmierten Einsatzkräfte konnten den flüchtigen Mann in unmittelbarer Nähe des Geschäfts aufgreifen. Der Tatverdächtige kam nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung in einer Wache in einen Polizeigewahrsam, wo er der Kriminalpolizei überstellt wurde, die die Ermittlungen übernommen hat. Ein bei dem Tatverdächtigen durchgeführter Atemalkoholtest zeigte einen Wert von 2,2 Promille an. Der Mann soll einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

Charlottenburg: Frau ohne Mund-Nasenschutz beleidigt Mann rassistisch

Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt wegen des Verdachts einer Beleidigung mit fremdenfeindlichem Hintergrund in einem Lebensmittelmarkt in Charlottenburg am Freitagabend. Nach bisherigen Ermittlungen und Befragungen soll eine 39-jährige Kundin des Marktes einen 47 Jahre alten Mitarbeiter des Geschäfts in der Dernburgstraße rassistisch beleidigt haben. Zuvor hatte der Mann die Kundin des Ladens auf ihren fehlenden Mund-Nasen-Schutz hingewiesen. Die Frau gab an, ein Attest zu besitzen, das sie von der Tragepflicht befreie. Vorzeigen wollte sie es aber mit Verweis auf unter anderem den Datenschutz nicht. Daraufhin gerieten die beiden in Streit, in dessen Verlauf die rassistische Bemerkung gefallen sein soll. Das Streitgespräch wurde vor dem Laden fortgesetzt, nachdem der Mitarbeiter die Frau aufgefordert hatte, den Markt zu verlassen und diese ihren Einkauf an der Kasse bezahlt hatte. Die 39-Jährige zeigte den 47-Jährigen später wegen versuchter Körperverletzung vor dem Geschäft an. Polizeieinsatzkräften gegenüber konnte sie das Attest, das sie vom Tragen der Maske befreit, vorweisen.

Buckow: Motorradfahrer bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall gestern Abend in Buckow wurde ein Motorradfahrer schwer verletzt. Bisherigen Erkenntnissen zufolge fuhr der 35-jährige Fahrer einer Augusta gegen 19 Uhr in der Rudower Straße in Fahrtrichtung Neuköllner Straße. Aus bislang noch nicht geklärter Ursache musste der Motorradfahrer stark abbremsen und verlor hierbei die Kontrolle über sein Krad.

Im weiteren Verlauf schleuderte die Augusta gegen das Fahrzeug eines 53-jährigen Taxifahrers, der zu diesem Zeitpunkt wenden wollte und beschädigte anschließend noch zwei weitere Pkw. Der 35-Jährige kam schwer verletzt zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 4 führt die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang.

Charlottenburg: Fahrzeuge und Hausfassade beschmiert

Unbekannte haben im Zeitraum von gestern 18.30 Uhr bis heute 9 Uhr mehrere Fahrzeuge und eine Hausfassade in Charlottenburg mit einer roten Farbe beschmiert. Bisherigen Erkenntnissen zufolge sollen mindestens 13 geparkte Autos und ein Modegeschäft im Bereich des Kurfürstendamms sowie der Mommsen-, Knesebeck- und Bleibtreustraße beschmiert worden sein. Hierbei wurde auf den Fahrzeugen ein roter Streifen aus Sprühlack gezogen. An dem Modegeschäft war ein Schriftzug in der gleichen Farbe aufgesprüht worden. Zu den Hintergründen dieser Taten, die bislang unklar sind, ermittelt derzeit das Kommissariat des Polizeiabschnitts 25.

Schöneberg: Stolpersteine beschädigt

In Schöneberg sind vier frisch verlegte Stolpersteine an der Crellestraße / Ecke Kolonnenstraße beschädigt worden. Eine Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle "Stolpersteine Berlin" bemerkte gegen 18 Uhr Kratzer und bräunliche Verfärbungen an den erst einen Tag zuvor ins Pflaster eingesetzten und gestern Vormittag von einer Spezialfirma polierten Steinen. Hinweise zu möglichen Tatverdächtigen gibt es bislang nicht. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin führt die Ermittlungen wegen des Verdachts der politisch motivierten Sachbeschädigung.

Verkehrsbehinderungen wegen Fahrradkorsos und Demonstrationen

Autofahrer müssen sich wegen Fahrradkorsos und Demonstrationen auf viele Behinderungen einstellen. Wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte, unter anderem findet eine Fahrradsternfahrt im Wedding, in Neukölln und Lichtenberg zu einer Kundgebung am Großen Stern im Tiergarten statt, die danach über die Hofjägerallee, den Lützowplatz, die Budapester und Tauentzienstraße zum Kurfürstendamm führt.

Nach einem weiteren Zwischenstopp am Rathenauplatz sollte es durch den Grunewald zum Hagenplatz und von dort über die Hermannstraße in Neukölln, die A100 (Stadtring) bis zur Ausfahrt Britzer Damm im Tunnel Ortsteil Britz (TOB) gehen. Während der Fahrt über die Autobahn bleibt die A100 in beiden Richtungen für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Abschlusskundgebung ist an der Kreuzung von Hermann- und Flughafenstraße in Neukölln geplant. Es werden Tausende Teilnehmer erwartet.

Weitere Demonstrationen sind in Neukölln-Kreuzberg und Pankow-Mitte angekündigt. Am Abend sollte es deshalb Verkehrseinschränkungen entlang der Strecke Karl-Marx-Straße, Erkstraße, Sonnenallee, Pannierstraße, Glogauer Straße, Wiener Straße und Oranienstraße bis zum Oranienplatz geben. Es seien weitere Fahrradkorsos, Demonstrationen und Kundgebungen angemeldet, hieß es. Schwerpunkte seien auch da Kreuzberg, Neukölln sowie der Nordosten und Osten der Stadt.

Versammlungen zur Walpurgisnacht verliefen überwiegend störungsfrei

Überwiegend störungsfrei verliefen die gestrigen sechs Versammlungen zur Walpurgisnacht, bei denen rund 2000 Einsatzkräfte - unterstützt von Polizistinnen und Polizisten aus Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und der Bundespolizei - eingesetzt waren.

Unter dem Motto „Von der Krise zur Enteignung“ lief in der Zeit von 17.45 bis 19.10 Uhr ein Aufzug vom Leopoldplatz bis zur Badstraße in Wedding mit in der Spitze bis zu 1.500 Teilnehmenden. Kurz nach 18 Uhr zündeten Unbekannte in der Schererstraße drei Nebeltöpfe. Die Einsatzkräfte führten insgesamt drei freiheitsbeschränkende Maßnahmen wegen Beleidigung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Symbole durch.

Auf dem Spreewaldplatz in Kreuzberg begann kurz nach 20 Uhr eine Versammlung zum angezeigten Thema „Take back the night! FLINT only Demo“. Kurz nach 21 Uhr liefen die Teilnehmenden auf der angezeigten Strecke in Richtung Helsingforser Platz in Friedrichshain los.

Gegen 21.25 Uhr musste der Aufzug gestoppt werden, da die Teilnehmenden sich nicht an die in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung festgelegten Mindestabstände gehalten hatten. Nach moderierenden Durchsagen durch die Einsatzkräfte hielten sich die Frauen und Männer an die Weisungen, sodass der Demonstrationszug, an dem in der Spitze bis zu 2.200 Personen teilnahmen, weiterlaufen konnte.

Da Teilnehmende wiederholt Nebeltöpfe und Bengalos an der Spitze des Aufzuges zündeten, musste dieser in der Adalbertstraße ein zweites Mal angehalten und die Versammlungsleiterin gebeten werden, entsprechend auf die Frauen und Männer Einfluss zu nehmen.

Kurz nach 22 Uhr bewarfen in der Köpenicker Straße Unbekannte aus der Demonstration heraus die Einsatzkräfte mit Steinen und bespritzten sie mit einer Flüssigkeit. Polizistinnen und Polizisten blieben hierbei unverletzt.

Gegenüber vom Ostbahnhof in Friedrichshain bewarfen unbekannt gebliebene Teilnehmende die Einsatzkräfte mit Eiern. Auch hier wurden die Beamtinnen und Beamten nicht verletzt. Nachdem Teilnehmende der Demonstration sich gegen 22.20 Uhr rennend von der Versammlung entfernten, beendete die Leiterin vorzeitig den Aufzug. Insgesamt sechs freiheitsbeschränkende Maßnahmen unter anderem wegen Sachbeschädigung und des Zündens von Pyrotechnik führten die Einsatzkräfte durch und leiteten entsprechende Ermittlungsverfahren ein.

Ein angezeigter Fahrradkorso unter dem Motto „Keine Kohle für Akelius und Co.“ verlief störungsfrei. Insgesamt 40 Teilnehmende fuhren in der Zeit von 15.45 Uhr bis 17.15 Uhr vom Erkelenzdamm in Kreuzberg bis zum Elise-und-Otto-Hempel-Weg in Wedding.

35 Frauen und Männer nahmen in der Zeit von 16 bis 21 Uhr an einer Kundgebung zum Thema „Gentrifizierung Mariannenstraße“ in der Mariannenstraße in Kreuzberg teil. Die Versammlung verlief ebenfalls friedlich.

In der Zeit von 16 bis 22 Uhr fuhren insgesamt 153 Teilnehmende in 103 Pkw, 11 Motorrädern und 2 Lautsprecherwagen in einem angezeigten Autokorso zum Thema „Kritik an Maßnahmen i. z. m. dem Infektionsschutzgesetz“ von der Hellersdorfer Straße in Hellersdorf bis zur Vincent-van-Gogh-Straße in Neu-Hohenschönhausen. Die Versammlung verlief störungsfrei.

Unter dem Motto „Kundgebung gegen den verschwörungsideologischen Autokorso“ versammelten sich 12 Teilnehmende friedlich in der Zeit von 18 bis 19 Uhr auf der Hellersdorfer Straße.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )