Blaulicht-Blog

Drogenschmuggler-Bande gefasst - Rauschgift gefunden

| Lesedauer: 7 Minuten

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 15. April.

Berlin: Drogenschmuggler-Bande gefasst - 100 Kilogramm Rauschgift gefunden

Die Berliner Polizei hat eine große internationale Drogenhändler-Bande gesprengt, knapp 100 Kilogramm Rauschgift und mehr als eine halbe Million Euro beschlagnahmt. Bei der Razzia am Dienstag wurden 14 Verdächtige aus Berlin und den Niederlanden festgenommen, 17 Wohnungen und andere Räume durchsucht und 10 Kurierfahrzeuge und andere Autos beschlagnahmt, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Rund 250 Polizisten waren beteiligt, darunter auch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) des Landeskriminalamtes.

Die Polizei fand 50 Kilogramm Cannabisprodukte wie Marihuana, 8 Kilogramm Haschisch, 10 Kilogramm Kokain, mehrere hundert Streifen LSD und ein Kilogramm Crystal Meth. Außerdem chemische Partydrogen, darunter 12 Kilogramm MDMA (Methylamphetamin), 8 Kilogramm Amphetamine und 24 000 Ecstasy Tabletten. Die Polizei veröffentlichte Fotos von Bargeld und diversen weißen Pulvern und bunten Kristallen, die in Plastiktütchen abgepackt waren.

Beschlagnahmt wurde auch eine scharfe Schusswaffe. Gegen acht der Verdächtigen im Alter zwischen 22 und 65 Jahren wurden am Mittwoch Haftbefehle erlassen. Die mutmaßlichen Drogenschmuggler und -händler sitzen in Untersuchungshaft. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten langwierig ermittelt. Währenddessen hätten sich Hinweise auf eine geplante Drogenlieferung von niederländischen Schmugglern ergeben, hieß es. Dienstagmittag schlug die Polizei zu. Das Spezialeinsatzkommando nahm in einer Garage vier Männer bei der Übergabe von Rauschgift fest. Anschließend folgten die Durchsuchungen und weiteren Festnahmen.

Wünsdorf (Teltow-Fläming): Brand bei Sanierungsarbeiten in unbewohntem Wohnblock

Im Zossener Ortsteil Wünsdorf (Teltow-Fläming) ist der Dachstuhl eines unbewohnten Wohnblocks in Brand geraten. Der Wohnblock werde derzeit saniert, berichtete ein Sprecher der Regionalleitstelle Brandenburg am Donnerstag. Verletzt wurde niemand. Etwa 150 Feuerwehrleute aus vier Gemeinden seien bei den Löscharbeiten im Einsatz, sagte der Sprecher. Wegen der starken Rauchentwicklung rief die Feuerwehr die Anwohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Spandau: Rollstuhlfahrer von Sattelzug überrollt

Bei einem Verkehrsunfall in Spandau wurde gestern Vormittag ein Rollstuhlfahrer lebensgefährlich verletzt. Nach den bisherigen Ermittlungen und Aussagen fuhr der 55-jährige Lkw-Fahrer mit dem Sattelzug gegen 10.50 Uhr auf der Klosterstraße, von der Heerstraße kommend, in Richtung Rathaus Spandau.

Als der Fahrer nach rechts in die Ruhlebener Straße abbog, erfasste er den in gleicher Richtung fahrenden 82-Jährigen, der mit seinem Elektrorollstuhl den Fußgängerüberweg überquerte. Der Senior wurde überrollt und erlitt lebensgefährliche Verletzungen am Kopf und am Rumpf. Der Schwerverletzte wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht und wurde sofort operiert. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang hat ein Fachkommissariat der Direktion 2 (West) übernommen.

Schöneberg: Mega-Staus nach schwerem Unfall auf der A100

Autofahrer brauchten heute früh viel Geduld. Bei einem Unfall auf der Stadtautobahn A100 in Höhe Alboinstraße wurden zwei Autofahrer teils schwer verletzt. Alles zu dem schweren Unfall in Schöneberg lesen Sie hier!

Schönefeld: Festnahme wegen fehlenden Mund-Nasen-Schutzes

Durch Zufall haben Bundespolizisten am Hauptstadtflughafen BER eine per Haftbefehl gesuchte Frau festgenommen. Eigentlich sollte die 27-Jährige in der Nacht auf Donnerstag lediglich kontrolliert werden, weil sie keinen Mund-Nase-Schutz trug, teilte die Bundespolizei mit. Dabei sei aufgefallen, dass ein offener Haftbefehl gegen sie vorlag. Die Frau sei bereits im März vom Amtsgericht im baden-württembergischen Konstanz wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt worden. Da sie nicht zahlte, sei vergangene Woche Haftbefehl erlassen worden. Auch bei der Kontrolle am Flughafen habe die Frau die Summe nicht begleichen können. Deshalb sei sie zum Antritt ihrer Ersatzfreiheitsstrafe von 40 Tagen einer Brandenburger Justizvollzugsanstalt übergeben worden.

Lankwitz: Gegen geparktes Fahrzeug gestoßen

Aus noch nicht geklärter Ursache verursachte ein Mitarbeiter der Polizei Berlin in der vergangenen Nacht einen Verkehrsunfall in Lankwitz. Gegen 0.30 Uhr war der Mitarbeitende im Rahmen einer Objektschutzstreife in der Gallwitzallee unterwegs, verlor aus noch nicht abschließend geklärten Gründen die Kontrolle über das Polizeifahrzeug und stieß mit einem geparkten Fahrzeug zusammen. Der Mann erlitt hierbei Verletzungen, die eine stationäre Behandlung in einem Krankenhaus notwendig machten. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

Lichtenberg: Raub unter Jugendlichen

Vier Jugendliche müssen sich wegen zweier Raubtaten verantworten und befinden sich derzeit für Vernehmungen bei der Kriminalpolizei. Dem Quartett wird vorgeworfen, gestern Nachmittag zwei 15-Jährige in Lichtenberg überfallen zu haben. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand waren die Vier zunächst mit weiteren Begleitern gegen 17.30 Uhr auf einem Parkplatz in der Herzbergstraße, als sie dort eine sechsköpfige Gruppe Jugendlicher angriffen, auf sie einschlugen und eintraten sowie mit einer Schusswaffe und einem Messer bedrohten. Den Attackierten gelang zunächst die Flucht.

Einen 15-Jährigen konnten die Angreifer in der Rhinstraße einholen und erbeuteten unter weiteren Schlägen eine Jacke, Schmuck sowie eine Geldkarte. Auch einem anderen 15-Jährigen raubten sie eine Tasche und ein Mobiltelefon. Dabei erhielt der Jugendliche massive Schläge gegen den Kopf. Während die Tatverdächtigen zunächst flüchteten, kamen die beiden 15-Jährigen in ein Krankenhaus. Der erheblich am Kopf attackierte Jugendliche wurde stationär aufgenommen. Sein Freund wurde wegen diverser Prellungen ambulant behandelt.

Sofort eingeleitete Ermittlungen führten zur Namhaftmachung und Festnahme von vier Tatverdächtigen im Alter von 14, 15 und 16 Jahren. Bei Wohnungsdurchsuchungen konnten zudem Tatkleidung und Tatbeute beschlagnahmt werden. Die Ermittlungen dauern an.

Mitte: Kontrolleure beleidigt

Zum Teil fremdenfeindlichen Beleidigungen sahen sich gestern Nachmittag zwei Fahrkartenkontrolleure der Verkehrsbetriebe in Mitte ausgesetzt. Die beiden Männer und ihr Kollege überprüften gegen 14 Uhr einen Fahrgast im U-Bahnhof Schillingstraße, weil dieser ohne gültigen Fahrausweis unterwegs war.

Während der Kontrolle beleidigte der 56-Jährige die beiden Bediensteten aufgrund der Maßnahme und ihres Aussehens. Der dritte Angestellte im Alter von 29 Jahren unterstützte dann seine beiden 36- und 25-jährigen Kollegen bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei. Nach Feststellung seiner Personalien konnte der Fahrgast seinen Weg zu Fuß fortsetzen und muss sich nun wegen Beleidigung verantworten.

Neukölln: Polizei fahndet nach Messerstecher

Bei der Suche nach einem noch unbekannten Mann bittet die Polizei Berlin mit der Veröffentlichung von Bildern die Bevölkerung um Mithilfe.Lesen Sie mehr dazu im Artikel.

Lichtenberg: Gassigänger bemerkt Einbrecher

Der Aufmerksamkeit eines Mannes, der in der vergangenen Nacht mit seinem Hund in Friedrichsfelde Gassi ging, ist es zu verdanken, dass ein Einbrecher festgenommen werden konnte. Der 41-Jährige war gegen 23.40 Uhr in der Zachertstraße unterwegs, als er aus einem nicht geöffneten Spätkauf verdächtige Geräusche hörte. Als er nachsah, erkannte er im Hinterhof ein geöffnetes Fenster sowie Lichtschein im Inneren und alarmierte die Polizei.

Die Einsatzkräfte nahmen in der Nähe einen bereits geflüchteten 24-Jährigen fest, der über keinen festen Wohnsitz verfügt. Bei ihm wurde eine Taschenlampe beschlagnahmt. Die Beute hatte er unterwegs verloren, weil eine Tasche, in die er Zigarettenschachteln verstaut hatte, gerissen war. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wurde er der Kriminalpolizei der Direktion 3 (Ost) überstellt, die die weiteren Ermittlungen wegen besonders schweren Diebstahls übernommen hat.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail