Blaulicht-Blog

Brandstiftungen und Sachbeschädigungen an Corona-Testzentrum

| Lesedauer: 11 Minuten
Für die Berliner Polizei wird es immer schwieriger illegale Partys und Zusammenkünfte zu verfolgen.

Für die Berliner Polizei wird es immer schwieriger illegale Partys und Zusammenkünfte zu verfolgen.

Foto: imago stock&people / imago/Eibner

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Montag, 5. April.

+++ Brandstiftungen und Sachbeschädigungen an Testzentrum +++

An einem Corona-Testzentrum am Lützowplatz in Tiergarten (Mitte) hat eine Mitarbeiterin am Ostermontag mehrere Brandschäden und weitere Sachbeschädigungen festgestellt. Die Mitarbeiterin hatte gegen 7.30 Uhr die durch Feuer entstandenen Schäden an einem zum Testen aufgestellten Zelt sowie einem Container entdeckt und daraufhin die Polizei verständigt. Das Feuer war offenbar von selbst erloschen. Sechs auf dem Gelände aufgestellte Werbebanner waren außerdem mittels eines scharfen Gegenstandes beschädigt worden, teilte die Polizei mit. Eine politische Motivation wird geprüft.

+++ Polizei beendet zwei Geburtstagsfeiern in Reinickendorf +++

Polizisten haben in der vergangenen Nacht zwei Geburtstagsfeiern in Reinickendorf beendet. Zunächst wurden die Einsatzkräfte kurz vor Mitternacht zu einer Lärmbelästigung in einem Wohnheim an der Gotthardstraße gerufen. Dort feierten drei Frauen im Alter von 21 bis 24 Jahren und sechs Männer im Alter von 23 bis 28 Jahren eine Geburtstagsfeier, teilte die Polizei am Montag mit. Es seien keine Masken getragen und Abstände gehalten worden. Die Einsatzkräfte stellten die Personalien fest und leiteten Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Alle, die nicht in dem Wohnheim gemeldet waren, mussten gehen.

Während der Maßnahmen in dem Wohnheim bemerkten die Beamten gegen 0.50 Uhr erheblichen Lärm aus einem Haus in der nächsten Querstraße, der Blankestraße. Nachdem sie die Wohnung lokalisieren konnten, öffnete ein 27-Jähriger. Dieser habe mitgeteilt, dass man in der Wohnung mit 14 Erwachsenen und Jugendlichen im Alter von 15 bis 56 Jahren sowie elf Kindern Geburtstag feiere. Auch hier habe niemand der Anwesenden eine Maske getragen oder Abstände eingehalten. Zudem hätten sich alle Personen uneinsichtig gezeigt. Nachdem die Identitäten festgestellt wurden, mussten alle, die dort nicht gemeldet waren, die Wohnung verlassen. Die Einsatzkräfte leiteten insgesamt 14 Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ein.

+++ Tote Frau nach Wohnungsbrand gefunden +++

Am Nachmittag hatte Mobiliar in einer Tempelhofer Wohnung gebrannt. Als die Feuerwehr die Löscharbeiten beendete, wurde die Leiche einer Frau gefunden. Das teilte die Feuerwehr auf Twitter mit.

+++ Hunde jagen Reh: Nottötung durch Polizist +++

Ein Osterspaziergang einer Frau mit zwei Hunden hat am Ostersonntag einen Polizeieinsatz bei Neuruppin ausgelöst. Wie die Polizei am Montag mitteilte, spürten die von der Leine gelassenen Hunde ein Reh auf. Die Hunde verletzten das Reh so schwer, dass ein alarmierter Polizist das Wildtier mit seiner Dienstwaffe nottöten musste. Da von den Hunden keine Gefahr für Menschen ausging, seien die Tiere bei ihrer Halterin geblieben, hieß es. Unklar blieb, inwieweit die Ordnungsbehörden diesen Fall noch überprüfen müssten.

+++ Zwei Jungen nach Brandstiftungen in Staaken festgenommen +++

In Staaken (Spandau) haben Polizisten in der vergangenen Nacht zwei 13 und 15 Jahre alte Jungen festgenommen, die in dringendem Verdacht stehen, zuvor mindestens vier Brandstiftungen begangen zu haben. Ab 0.10 Uhr brannte es viermal in einem Umkreis von rund 400 Metern im Loschwitzer Weg, Blasewitzer Ring, Räcknitzer Steig und in der Obstallee, teilte die Polizei am Ostermontag mit. In allen Fällen seien Mülltonnen in Brand gesetzt worden. Personen wurden nicht verletzt.

Die Gegend wurde daraufhin von Zivilkräften, auch mit Hilfe des Polizeihubschraubers abgesucht. Gegen 2.30 Uhr bemerkten Zivilkräfte dann auf der Obstallee zwei Verdächtige und beobachteten wenig später, wie eine der Personen in der Obstallee einen Mülleimer in Brand setzte. Der Brand erlosch wenig später wieder von selbst. Die beiden Jungen wurden festgenommen und auf einem Polizeiabschnitt ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Der 13-Jährige war in der vergangenen Woche als vermisst gemeldet worden. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Sachbeschädigung durch Brandstiftung dauern an.

+++ 81-Jähriger stirbt nach Gasverpuffung in Teltow-Fläming - Drei Schwerverletzte +++

Nach der Gasverpuffung in einem Bungalow in Mellensee (Teltow-Fläming) ist ein 81 Jahre alter Mann gestorben. Drei Menschen seien zum Teil schwer verletzt worden, teilte die Polizeiinspektion Teltow-Fläming am Ostermontag mit. Das Unglück hatte sich Samstagnacht ereignet.

Nach bisherigen Erkenntnissen geriet aus unbekannter Ursache eine Gasstandheizung in Brand. Da der 79-jährige Bewohner schwer verletzt wurde, holte seine 77 Jahre alte Ehefrau Hilfe bei den älteren Nachbarn. Das Paar im Alter von 77 und 81 Jahren versuchte den Brand zu löschen. Dann kam es zu einer Explosion - vermutlich durch die mit einer Gasflasche betriebene Gasstandheizung und der Bungalow geriet vollständig in Brand.

Die Senioren wurden mit schweren Brandverletzungen in eine Berliner Spezialklinik gebracht. Am Sonntag starb dort der 81-Jährige. Zum genauen Hergang des Unglücks und zur Brandursache wird jetzt ermittelt.

+++ Seniorin in Köpenick in Wohnung ausgeraubt +++

Ein Mann hat am Ostersonntag eine 84-Jährige in Köpenick überfallen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, klingelte gegen 15.30 Uhr ein Unbekannter bei der Frau, der sich als Bewohner eines Nachbarhauses ausgab. Er habe sie gefragt, ob sie ihm Geld wechseln könne. Als die Dame daraufhin ihr Portemonnaie heraussuchte, habe ihr der Mann, der mittlerweile den Flur der Wohnung betreten hatte, die Geldbörse aus der Hand gerissen. Als die Frau versuchte, sich zu wehren, stieß der Räuber sie nach hinten. Bei dem Sturz erlitt die Frau leichte Verletzungen. Er flüchtete dann in unbekannte Richtung. Die 84-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht.

+++ Feuerwerk und Brand beim Berlin-Derby - Polizei leitet Strafermittlung ein +++

Fans des Fußball-Bundesligisten Union Berlin haben mit einer Feuerwerksaktion beim Stadtderby gegen Hertha BSC einen Brand ausgelöst und die Polizei zu einer Strafermittlung veranlasst. Nach einer minutenlangen Pyro-Show zu Beginn der Partie am Sonntag hatte ein Imbiss am Stadion Feuer gefangen. Der Brand wurde kurze Zeit später gelöscht.

„Es besteht der Verdacht der Sachbeschädigung durch Feuer beziehungsweise ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz“, bestätigte ein Sprecher der Berliner Polizei dem SID. Verdächtige Personen sind noch nicht bekannt, das Feuerwerk sei auf dem Stadiondach per Fernzündung ausgelöst worden. „Dieses Abbrennen des Feuerwerks verursachte zudem eine Beschädigung einer Belüftungsanlage“, sagte der Sprecher. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

+++ Laubenbrand in Pankow +++

In der vergangenen Nacht hat in der Romain-Rolland-Straße in Heinersdorf (Pankow) eine Laube in einer Kleingartenkolonie gebrannt. Da die Hydranten in größerer Entfernung zum Brandort standen, mussten die Einsatzkräfte erst eine Wasserversorgung herstellen. Nach ersten Angaben der Polizei befand sich niemand mehr in der Laube. Die Feuerwehr war mit rund 30 Einsatzkräften vor Ort.

+++ Mann ruft antisemitische und nationalsozialistische Parolen - Festnahme +++

Polizisten haben am Sonntag einen Mann in Reinickendorf festgenommen, der antisemitische und nationalsozialistische Parolen gerufen hatte. Zeugen hatten die Polizei gegen 21.50 Uhr zur Kienhorststraße wegen eines Nachbarschaftsstreits verständigt. Als die Beamten eintrafen, habe ein 60-Jähriger sein Gesäß entblößt und es einer Frau und einem weiteren Mann entgegen gestreckt, mit denen er sich gestritten haben soll. Während die Einsatzkräfte den Streit schlichten wollten, habe der 60-Jährige geäußert, dass ihm die geltenden Gesetze und Verordnungen der Bundesrepublik Deutschland gleichgültig seien und hob seinen rechten Arm zum Hitlergruß. Dazu habe er lautstark eine nationalsozialistische Parole und gleich im Anschluss eine judenfeindliche Beleidigung gerufen.

Seine Frau scheiterte bei dem Versuch, den Mann in die Wohnung zurückzubringen. Daraufhin sei der Mann festgenommen und gefesselt worden. Als die Beamten sich mit ihm entfernten, um die Situation zu beruhigen, habe der 60-Jährige erneut mehrmals nationalsozialistische Parolen und Beleidigungen gerufen. Der Mann wurde in ein Gewahrsam gebracht, in dem er wegen seiner aggressiven Stimmung bis Sonntagmorgen um 7 Uhr verblieb. Er muss sich nun wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und der Beleidigung verantworten.

+++ Motorradfahrer und Kind bei Unfall in Reinickendorf verletzt +++

Ein Motorradfahrer und dessen Sozius sind am Ostersonntag bei einem Unfall in Reinickendorf verletzt worden. Eine 46 Jahre alte Autofahrerin erfasste beim Linksabbiegen vom Eichborndamm in die Scharnweberstraße das Motorrad, das auf der Spur links neben dem Auto fuhr. Durch den Zusammenstoß stürzten der Motorradfahrer und dessen 12 Jahre alter Sozius und erlitten Verletzungen. Rettungskräfte der Feuerwehr brachten beide in ein Krankenhaus.

+++ „Meute lebt“ - SPD-Büro in Charlottenburg beschmiert +++

Ein Anarchiezeichen sowie der Schriftzug „Meute lebt“ standen am Montagmorgen am Wahlkreisbüro des Berliner SPD-Abgeordneten Christian Hochgrebe in Charlottenburg. Ein Anwohner der Tauroggener Straße hatten laut Polizei in der Nacht zuvor gegen 0.15 Uhr mehrere dumpfe Geräusche gehört, kurz darauf gesehen, dass die Fensterscheibe beschädigt war und die Einsatzkräfte verständigt. Da es sich offensichtlich um eine politisch motivierte Tat handelt, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

+++ Feuerwehr löscht Dachstuhlbrand im Landkreis Oberhavel +++

Die Feuerwehr ist in der Nacht zu Ostermontag in Glienicke/Nordbahn (Landkreis Oberhavel) an die Goethestraße ausgerückt. Nach ersten Erkenntnissen brannte es im Dachstuhl eines Einfamilienhauses. Die Feuerwehr hatte den Brand rasch unter Kontrolle. Nach ersten Angaben wurden keine Personen verletzt. Die Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache.

+++ Motorradfahrer stirbt bei Frontalzusammenstoß mit Auto +++

Ein 45 Jahre alter Motorradfahrer ist am Sonntagabend mit seiner Maschine in ein Auto gekracht und noch am Unfallort gestorben. Der Mann kam nach Angaben einer Sprecherin des Lagezentrums Brandenburg auf der L339 in Dahlwitz-Hoppegarten (Landkreis Märkisch-Oderland) aus bisher ungeklärter Ursache in einer Rechtskurve von der Fahrbahn ab, dann kam es zur Kollision mit einem ihm entgegenkommendem Auto. Der Motorradfahrer starb noch an der Unfallstelle. Der 70 Jahre alte Autofahrer und seine 67 Jahre alte Beifahrerin wurden leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail