Blaulicht-Blog

Jugendliche greifen Polizisten bei Corona-Kontrollen an

| Lesedauer: 11 Minuten
Eine Person wird von Beamten abgeführt.

Eine Person wird von Beamten abgeführt.

Foto: Pudwell

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 2. April.

+++ Jugendliche greifen Polizisten bei Corona-Kontrollen an +++

Bei einem Einsatz im Park am Gleisdreieck in Kreuzberg sind am Donnerstag vier Polizisten einer Einsatzhundertschaft verletzt worden. Erst am Mittwoch wurden Steine und Flaschen auf die Einsatzkräfte geworfen. Die Beamten waren rund um den Park am Gleisdreieck eingesetzt, um die Corona-Regeln zu kontrollieren. Im Park haben sich laut Polizei-Angaben mehrere hundert Personen aufgehalten, die teils Hygiene- und Abstandsregeln nicht einhielten. Der Park sei deswegen ab 20.30 Uhr von Polizisten begangen worden. Die Beamten sprachen die Gruppen an und forderten sie auf, sich an die Regeln zu halten und den Park zu verlassen. Jugendliche und Heranwachsende hätten teilweise sehr aggressiv reagiert und Polizisten beleidigt.

Eine Personengruppe von rund 50 bis 70 Jugendlichen und Heranwachsenden wurde durch Einsatzkräfte in Richtung des Bahnhofs Gleisdreieck begleitet. Dort angekommen, wurde aus der Gruppe heraus eine Dixitoilette umgestoßen. Kurze Zeit später wurden vier Polizisten von einem Einzelnen aus der Gruppe heraus im Eingang zum Bahnhof mit einem Feuerlöscher besprüht. Die Beamten erlitten Atembeschwerden und Augenreizungen.

Die vier Polizisten folgten dem Tatverdächtigen in den Bahnhofsbereich, was jedoch dadurch erschwert worden sei, weil dieser immer weiter mit dem Feuerlöscher sprühte. Auch andere Personen im Bahnhof hätten durch den Sprühnebel Hustenreiz und Atembeschwerden erlitten. Dem Tatverdächtigen gelang es schließlich, sich in der Gruppe unerkannt zu entfernen und sich des Feuerlöschers zu entledigen.

Die Polizisten nahmen von elf Jugendlichen und jungen Männern im Alter von 15 bis 27 Jahren die Personalien auf, beschlagnahmten ein Handy, mit dem die Tat gefilmt worden sein soll und sicherten Videoaufzeichnungen aus dem Bereich des Bahnhofs. Die vier verletzten Polizisten mussten vor Ort von Rettungskräften versorgt werden und setzten ihren Dienst im Anschluss fort. Die Ermittlungen, unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs, Missbrauch von Nothilfemitteln, Tätlichen Angriffs und Beleidigung dauern an. Zudem wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gefertigt.

+++ Tote Frau in Charlottenburg gefunden – Mordkommission ermittelt +++

Die Feuerwehr hat sich am Donnerstag Zugang zu einer Wohnung in einem Haus am Kurfürstendamm in Charlottenburg verschafft, weil Bekannte eine Frau vermissten. Die Einsatzkräfte fanden die 50-Jährige tot in der Wohnung auf. Die Auffindesituation deute auf ein Tötungsdelikt hin, teilte die Polizei am Freitag mit. Die 8. Mordkommission übernahm die weiteren Ermittlungen. Der Leichnam soll heute noch obduziert werden.

+++ Ohne Maske in Bäckerei - Mann attackiert Schwangere in Charlottenburg +++

Ein Mann hat am Donnerstag in einer Bäckerei in der Giesebrechtstraße in Charlottenburg eine schwangere Angestellte geschlagen und beleidigt. Zuvor hatte die 30-Jährige den Mann aufgefordert, eine Maske aufzusetzen oder das Geschäft zu verlassen. Laut Zeugen habe der 41-Jährige die Angestellte rassistisch beleidigt und entfernte sich zunächst. Wenig später soll er gemäß Zeugen-Aussagen abermals versucht haben, die Bäckerei zu betreten. Die Schwangere habe sich ihm in den Weg gestellt. Der Mann soll sie daraufhin mehrfach gegen Arme und Schultern geschlagen und ihr zudem mindestens einmal in den Unterleib getreten haben. Die Frau wehrte sich mit der Fahnenstange eines vor dem Laden stehenden Werbeträgers. Sie schlug dem 41-Jährigen damit gegen den Kopf. Er erlitt eine Kopfplatzwunde und ließ von weiteren Attacken ab. Durch Zeugen verständigte Polizisten nahmen den Mann unweit des Geschäfts fest. Rettungskräfte versorgten seine Wunde. Die Schwangere verzichtete auf eine ärztliche Versorgung vor Ort und bestand darauf, zu ihrem Gynäkologen gehen zu wollen. Der 41-Jährige wurde erkennungsdienstlich behandelt und anschließend entlassen. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung dauern an.

+++ Zusammenstoß mit Straßenbaum in Barnim - Mann wird schwer verletzt +++

Ein Fahrer ist bei der Kollision des Autos mit einem Baum bei Marienwerder im Landkreis Barnim schwer verletzt worden. Der 53-Jährige sei am Donnerstag von Ruhlsdorf nach Marienwerder unterwegs gewesen, mit dem Fahrzeug von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt, berichtete die Polizei am Freitag. Der Grund für den Unfall war zunächst unklar. Die Feuerwehr habe den Mann aus dem Auto bergen müssen. Der schwer verletzte Fahrer kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus in Berlin. Die Straße war für rund drei Stunden gesperrt.

+++ SPD-Büro in Lichtenberg beschmiert +++

Unbekannte haben in der vergangenen Nacht in Lichtenberg die Fassade eines Parteibüros der SPD mit Farbe beschmiert. Gegen 3.10 Uhr stellte eine Objektschutzstreife in der Rathausstraße an dem Büro einen Schriftzug fest. Der Staatsschutz ermittelt.

+++ Schriftzug an Fassade eines Vereins in Neukölln geschmiert +++

Ein Haus in der Reuterstraße in Neukölln, in dem sich ein Verein für geflüchtete Menschen befindet, ist am Donnerstag beschmiert worden. Ein Verantwortlicher hatte gegen 14.40 Uhr die Farbschmierereien in arabischer Sprache an der Fassade des Hauses festgestellt. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

+++ Zwei Patienten sterben nach Brand in Berliner Krankenhaus +++

Bei einem Brand im Helios Klinikum Emil von Behring in Zehlendorf ist am Freitag ein Mensch in den Flammen gestorben. Eine 82-jährige Patientin, die bereits im Sterben lag, kam ums Leben, als sie wegen des Feuers verlegt werden musste. Ein dritter Patient, der ebenfalls laut Klinik bereits im Sterben lag, war nach ersten Ermittlungen der Polizei bereits vor Ausbruch des Feuers tot. Sechs weitere Patientinnen und Patienten erlitten laut Polizei Rauchgasvergiftungen. Drei von ihnen mussten intensivmedizinisch betreut werden. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

+++ Frau aus Neuruppin wird vermisst - Polizei bittet um Hinweise +++

Die Suche der Polizei nach einer vermissten Frau aus Neuruppin ist zunächst abgebrochen worden. Es sei alles versucht worden, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Die Beamten baten die Öffentlichkeit um Mithilfe, sich bei Hinweisen zu melden. Die Frau wird seit Mittwoch vermisst. Die Polizei gab ihr Alter am Donnerstag mit 60 an. Ihr Lebensgefährte hatte die Polizei um Hilfe gebeten. Die Suche war trotz des Einsatzes eines Hubschraubers, eines Fährtenhundes und der Unterstützung von Feuerwehrleuten und Tauchern auf dem Ruppiner See bisher ohne Erfolg geblieben. Die „Märkische Allgemeine“ hat am Freitag berichtet.

+++ Waren aus Postverteilzentrum in der Prignitz gestohlen - Ermittlungen gegen Frau und Helferin +++

Eine Mitarbeiterin eines Postverteilzentrums in der Prignitz soll über Jahre hinweg Waren gestohlen und zusammen mit der Schwiegertochter bundesweit weiterverkauft haben. Betroffen war seit 2018 das Verteilzentrum Pritzwalk (Prignitz), die Verdächtigen kommen aus Pritzwalk und dem mecklenburgischen Ludwigslust, wie ein Polizeisprecher am Freitag erklärte. Bei Durchsuchungen an den Wohnorten sei umfangreiches und teils noch original verpacktes Diebesgut gefunden worden: Vor allem Smartphones, Spielekonsolen und Spiele, etliche elektronische Geräte, Bekleidung, Kosmetika und auch Küchengeräte.

Die Polizei ermittle seit 2018 gegen die 56-jährige Verdächtige und ihre 35-jährige mutmaßliche Komplizin aus Mecklenburg. Die Beute sei via Internet unter anderem an Käufer in Thüringen, Hessen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern verkauft worden. Zum Gesamtschaden können noch keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen seien zeitintensiv und müssten mit Hilfe vieler Polizeidienststellen in den betroffenen Bundesländern geführt werden.

Von dem Verteilzentrum unweit der Grenze zu Mecklenburg, in dem etwa 40 Beschäftigte arbeiten, werden im Monat rund 250.000 Pakete und Briefe zugestellt.

+++ Unfall auf Buckower Damm in Neukölln +++

In einer Baustelle auf dem Buckower Damm in Neukölln ist es in der vergangenen Nacht zu einem Unfall zwischen zwei Autofahrern gekommen. Mindestens drei Personen wurden dabei verletzt, eine davon schwer. Die Ursache für den Unfall ist bislang unklar. Die Polizei ermittelt zu den Hintergründen. Der Buckower Damm war zwischen der Fulhamer Allee und der Mohriner Allee während der Unfallaufnahme und Räumung für rund eine Stunde gesperrt.

+++ Auto brennt in Neukölln - Brandstiftung vermutet +++

In der Gropiusstadt (Neukölln) hat gegen 2.20 Uhr im Ulrich-von-Hassell-Weg ein Auto gebrannt. Anwohner hatten an dem Wagen die Flammen bemerkt und die Feuerwehr verständigt. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand der Wagen im Frontbereich bereits lichterloh in Flammen. Der Brand konnte dennoch schnell gelöscht werden. Andere Fahrzeuge wurden nicht beschädigt. Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung hat ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.

+++ Mülltonnen brennen in Friedrichshain - Flammen greifen auf Hausfassade über +++

Die Feuerwehr ist am Donnerstag gegen 23.25 Uhr zu einem Einsatz in die Ehrenbergstraße nach Friedrichshain ausgerückt. Direkt an einem Gebäude brannten Mülltonnen. Die Flammen erfassten auch die Fassade des Hauses. Nur durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindert werden. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

+++ Mann bei Auseinandersetzung in Kreuzberg verletzt +++

Bei einer Auseinandersetzung ist am Donnerstag gegen 22.20 Uhr im U-Bahnhof Kottbusser Tor in Kreuzberg ein Mann verletzt worden. Laut Aussage des Verletzten geriet er aus einer Nichtigkeit heraus mit einem Mann in Streit. Dieser habe ihn unvermittelt mit der Faust und dann mit einem Schlagring gegen den Kopf geschlagen. Anschließend sei der Angreifer in unbekannte Richtung geflüchtet. Der 37-Jährige erlitt Kopfverletzungen und verständigte über die Notrufsäule am U-Bahnhof Hilfe. Rettungskräfte brachten den Verletzten in ein Krankenhaus, wo die Kopfverletzungen ambulant behandelt wurden. Videoaufzeichnungen des U-Bahnhofs wurden gesichert, teilte die Polizei am Freitag mit. Die Ermittlungen zu der gefährlichen Körperverletzung dauern an.

+++ Unfall zwischen Straßenbahn und Pkw in Lichtenberg +++

In der Marktstraße in Lichtenberg ist es am Donnerstag gegen 20 Uhr zu einem Unfall zwischen einer Straßenbahn und einem Auto gekommen. Dabei wurde der Pkw-Fahrer leicht verletzt, musste aber nicht ins Krankenhaus. Am Pkw entstand Sachschaden. Weitere Personen wurden nicht verletzt.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )