Kriminalität

Drei SEK-Einsätze nach Bedrohungen in Berlin - Festnahmen

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Polizisten stehen in der Nähe eines Mehrfamilienhauses in der Steegerstraße. Nach einer Bedrohungslage hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen.

Polizisten stehen in der Nähe eines Mehrfamilienhauses in der Steegerstraße. Nach einer Bedrohungslage hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Drei Frauen sollen mit einer Schusswaffe bedroht worden sein. Das SEK durchsuchte die Wohnungen der Ex-Männer und des Ehemanns.

Berlin . Das SEK ist am Montag und in der Nacht zu Dienstag wegen Bedrohungen nach Gesundbrunnen, Biesdorf und Hellersdorf ausgerückt.

So durchsuchte die Polizei am Montagabend zunächst in der Steegerstraße in Gesundbrunnen die Wohnung eines Verdächtigen, nachdem er seine Ehefrau im Verlauf des Montags in der Wollankstraße mehrfach mit einer Schusswaffe bedroht hatte. Auch ein 24 Jahre alter Familienangehöriger soll von ihm mit einer Waffe bedroht und zudem ins Gesicht geschlagen worden sein, teilte die Polizei am Dienstag mit. Nachdem der Mann von Einsatzkräften in seiner Wohnung festgestellt und die Umgebung von weiteren Kräften weiträumig abgesperrt wurde, nahmen ihn Polizisten gegen 18.30 Uhr widerstandslos fest. Bei der Wohnungsdurchsuchung wurde eine Schreckschusswaffe gefunden. Da der 35 Jahre alte Mann damit drohte, sich etwas anzutun, werde seine psychische Verfassung im Krankenhaus geprüft. Die Polizei habe Ermittlungen gegen den Verdächtigen eingeleitet, hieß es.

Betrunkener Mann droht Ex-Partnerin in Biesdorf mit Erschießung

Wenige Stunden später, gegen Mitternacht, soll in Biesdorf ein 33-Jähriger bei seiner Ex-Partnerin angerufen und ihr am Telefon mit Erschießung gedroht haben. Die 29-Jährige verständigte daraufhin die Polizei. Auch der Mann rief dort an und erklärte, im Besitz eines Messers und einer Schusswaffe zu sein. Kurz darauf durchsuchte das SEK mit einem Beschluss der Staatsanwaltschaft die Wohnung des Mannes in der Altentreptower Straße. Allerdings fanden die Beamten weder ein Messer noch eine Schusswaffe, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der 33-Jährige sei festgenommen worden. Laut Atemalkoholmessung hatte der Mann knapp über drei Promille. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde er zunächst auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen wegen Bedrohung dauern an.

Ex-Freundin soll Anzeige zurückziehen - Mann droht mit Schusswaffe

Etwa eine Dreiviertelstunde später suchte ein anderer 33-jähriger Mann seine Ex-Freundin in ihrer Wohnung auf. Dort soll er sie mit einer Schusswaffe bedroht und von der 49-Jährigen verlangt haben, dass sie eine Anzeige gegen ihn zurückziehe. Anschließend soll er ihr mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, bevor er sich entfernte. Die Frau erlitt eine Rötung. Das SEK rückte zum Oschatzer Ring aus und durchsuchte die Wohnung des Mannes. Die angeblich zuvor eingesetzte Waffe konnte jedoch nicht gefunden werden, wie die Polizei mitteilte. Bei der Festnahme biss ein Polizeihund den 33-Jährigen ins Bein, zudem erlitt er ein Hämatom am Kopf. Der Rettungsdienst brachte den Mann in eine Klinik. Der 33-Jährige muss sich nun wegen Nötigung, Körperverletzung und Bedrohung mit Waffen verantworten.

( BM )