Blaulicht-Blog

Tausende tanzen in Berlin zu Technomusik auf dem Eis

| Lesedauer: 14 Minuten
Menschen spazieren auf dem zugefrorenen Landwehrkanal. Polizei und Feuerwehr warnen vor Betreten der Eisflächen (Aufnahme vom vergangenen Sonnabend. Die Technoparty am Urbanhafen fand am Sonntag statt).

Menschen spazieren auf dem zugefrorenen Landwehrkanal. Polizei und Feuerwehr warnen vor Betreten der Eisflächen (Aufnahme vom vergangenen Sonnabend. Die Technoparty am Urbanhafen fand am Sonntag statt).

Foto: Getty Images

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Montag, 15. Februar.

+++ Tausende Menschen tanzen in Berlin zu Technomusik auf dem Eis +++

Trotz wiederholter Warnungen vor zugefrorenen Gewässern waren in Berlin Tausende am Urbanhafen auf dem Eis - und auch ein DJ. Polizisten haben die nicht genehmigte Veranstaltung am Sonntagnachmittag aufgelöst. Zwischen 2000 und 2500 Menschen seien bei Musik auf dem Eis unterwegs gewesen, sagte eine Polizeisprecherin am Montag.

Polizisten hätten die Anwesenden über Lautsprecherdurchsagen dazu aufgefordert, das Eis zu verlassen - daraufhin habe sich die Menschenmenge schnell wieder zerstreut. Weil nur wenige Beamte vor Ort waren, habe man einzelnen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz nicht nachgehen können.

Auf Twitter sorgte außerdem ein Video der RBB-„Abendschau“ für Aufsehen, auf dem zu sehen ist, wie dutzende Menschen ausgelassen zu Techno-Musik tanzen und auf dem Eis springen. Auf Nachfrage bestätigte die Polizei, dass die Szenen von der Veranstaltung am Urbanhafen stammen.

+++ Feuerwehr rettet Mann von Eisscholle in der Havel +++

Ein stark unterkühlter Mann ist von der Havel in Berlin von einer Eisscholle gerettet worden. Feuerwehrleute hätten ihn am Montagnachmittag mit Booten von dem Eisstück im Südwesten der Hauptstadt geholt, sagte ein Feuerwehrsprecher. „Der Mann war in Lebensgefahr.“ Er habe bereits an starker Unterkühlung gelitten. Die Eisscholle habe sich etwa 400 Meter vom westlichen Flussufer entfernt befunden. Die Havel fließt an der Stelle zwischen dem Stadtteil Kladow im Westen und dem Großen Wannsee in Zehlendorf im Osten.

Wie der Mann auf die Eisscholle kam, wusste die Feuerwehr zunächst nicht. Ein Notruf sei eingegangen. Danach sei der Mann auch vom Rettungshubschrauber aus gesichtet worden. Unklar war, wie stark die Havel an der Stelle gefroren war.

+++ Bedrohungslage in Gesundbrunnen: SEK rückte aus +++

Nach einer Bedrohungslage in Gesundbrunnen hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Ein Spezialeinsatzkommando war am Montag gerufen worden, nachdem es Hinweise auf eine Bedrohung mit einer Waffe gegeben habe, erklärte die Polizei am Abend. Nach Angaben einer Sprecherin wurde eine Waffe gefunden, möglicherweise war es eine Schreckschusswaffe. Nähere Informationen zu dem Vorfall in der Seegerstraße gab es zunächst nicht. Die psychische Verfassung des Mannes wurde geprüft.

+++ Unbekannter sticht junger Mutter ins Bein +++

Ein Unbekannter hat eine junge Mutter im Ortsteil Marzahn im Osten Berlins angegriffen und verletzt. Wie die Polizei mitteilte, sagte die 24-Jährige, man habe sie auf offener Straße überfallen: Ein Mann habe ihr von hinten in den Oberschenkel gestochen, als sie am Sonntagmorgen zusammen mit ihren beiden Säuglingen im Kinderwagen unterwegs war. Anschließend sei der Täter geflohen. Die 24-Jährige rettete sich mit ihren Kindern in eine nahegelegene Tankstelle, wo man ihr half und die Polizei rief. Sie kam mit einer Stichverletzung in ein Krankenhaus und wurde dort operiert. Nach den Informationen vom Montag hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen.

+++ Drogen im Backofen aufbewahrt - Festnahme +++

Polizisten haben am Sonntagvormittag in Neukölln einen mutmaßlichen Drogenhändler festgenommen. Wie die Polizei mitteilte, war den Ermittlern der 52 Jahre alte Mann bereits vor einer Woche aufgefallen. Damals konnte er aber unerkannt in einen Hausflur eines Mehrfamilienhauses in der Schöneweider Straße verschwinden. Am Sonntag gegen 11.20 Uhr erkannten die Einsatzkräfte den Verdächtigen wieder, als dieser das Haus in der Schöneweider Straße verließ. Nachdem die Zivilkräfte dann einen möglichen Drogenhandel beobachteten, überprüften sie den 52-Jährigen und fanden bei ihm eine mittlere dreistellige Geldsumme. Bei der Durchsuchung der Wohnung im Erdgeschoss, aus der der Festgenommene gekommen war, fanden die Beamten im Backofen über 400 Verkaufseinheiten mit Marihuana. Die 60 Jahre alte Wohnungsinhaberin, die kurz darauf in der Wohnung erschien, wurde ebenfalls festgenommen und nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung in einem Polizeigewahrsam wieder auf freien Fuß gesetzt. Der 52-jährige Festgenommene wurde erst erkennungsdienstlich behandelt, dann dem Fachkommissariat überstellt und später wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Mensch bricht auf dem Heiligen See ins Eis +++

Auf dem Heiligen See in Potsdam ist ein Mensch ins Eis eingebrochen. Wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte, war am frühen Montagnachmittag jemand etwa 100 Meter von der Uferlinie entfernt auf dem See unterwegs, als die Eisdecke nachgab. Rettungskräfte konnten die Person innerhalb weniger Minuten aus dem Loch retten. Nach den Angaben vom Montag wurde sie mit einer Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht. Kein Verständnis hatten die Einsatzkräfte für Schaulustige, die von der brüchigen Eisdecke aus die Rettungsarbeiten verfolgten. „Das ist natürlich fahrlässig“, sagte der Sprecher der Feuerwehr.

+++ Wieder Schüsse auf Auto: Polizei vermutet Clan-Bezug +++

Wieder Schüsse in Berlin: Nach Informationen der Berliner Morgenpost hat ein noch unbekannter Mann gegen 1.30 Uhr an der Bornstedter Straße in Charlottenburg mehrere Schüsse auf ein Auto abgegeben. Demnach parkte ein 31 Jahre alter Mann gerade sein Auto ein, als ein Angreifer sich näherte und mehrere Schüsse auf die Windschutzscheibe des Autos abgab. Der Fahrer blieb unverletzt. Der Angreifer konnte flüchten. Die Polizei bestätigte den Vorfall. Eine Mordkommission beim Landeskriminalamt habe die Ermittlungen übernommen. Laut Ermittlerkreisen wird ein Clan-Bezug angenommen.

+++ Mit dem Gokart auf dem Eis - Polizei vereitelt Spritztour +++

Eine Fahrt auf dem Eis mit einem Gokart haben Polizisten in Oranienburg (Oberhavel) verhindert. Am Sonntag entdeckten sie nach eigenen Angaben das Gefährt auf dem zugefrorenen Grabowsee. Das Fahrzeug war eigens für den Einsatz auf dem Eis auf einem Auto-Anhänger auf einem gesperrten Waldweg ans Ufer gebracht worden, wie die Polizei am Montag weiter mitteilte. Gegen die drei Beteiligten ergingen Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten, unter anderem wegen des unbefugten Betretens der Eisfläche.

Im Laufe des Wochenendes wurden Einsatzkräfte mehrfach zu Eisflächen gerufen. Dabei sollen sich nach Polizeiangaben in Nieder Neuendorf und Hennigsdorf (Oberhavel) zeitweise über 200 Menschen auf Gewässern befunden haben. Auch an der Eisenbahnbrücke in Lehnitz waren vier Erwachsene und ein Jugendlicher auf dem Eis. Die Polizei wies die Personen auf die Gefahr der nicht ausreichend zugefrorenen Gewässer und auf die geltenden Regelungen der Eindämmungsverordnung hin.

+++ Drogentaxi von Polizei gestoppt: Festnahme +++

Die Polizei hat ein sogenanntes Drogentaxi in Moabit gestoppt und zwei mutmaßliche Dealer gefasst. Polizisten bemerkten am Sonntagabend gegen 23.00 Uhr in der Lehrter Straße einen Mann, der aus einem Auto stieg, zu einem Hausdurchgang ging, einer Frau etwas übergab und dafür Geld erhielt.

Sie durchsuchten den 20-jährigen Mann und den gleichaltrigen Fahrer des Autos und fanden Drogen, Bargeld und Reizgas, wie die Polizei am Montag mitteilte. In der Wohnung des Beifahrers entdeckte die Polizei kurz darauf 50 Gramm Kokain, rund 200 Gramm Marihuana, Verpackungsmaterial, Feinwaagen, Bargeld, Handys und einen Schlagstock. Beide Männer wurden festgenommen.

+++ Polizei bittet um Mithilfe nach bewaffnetem Raubüberfall +++

Mit der Veröffentlichung von Fotos bittet die Polizei Berlin um Mithilfe bei der Aufklärung eines Raubüberfalls auf die Commerzbank an der Blissestraße in Wilmersdorf.

In der Nacht zum 2. Februar 2021 verschafften sich mindestens zwei Personen über die Notausgangstür des Innenhofs Zutritt zur Bank. In den Morgenstunden gegen 7.20 Uhr zwangen die Personen dann die erste Mitarbeiterin, die in der Bankfiliale eintraf, mit einer vorgehaltenen Schusswaffe, den Tresorraum zu öffnen. Beim Eintreffen der ersten alarmierten Einsatzkräfte ergriffen die Tatverdächtigen unerkannt die Flucht.

+++ Mutmaßlicher Drogenhandel beobachtet - Festnahme +++

Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 27 nahmen in der vergangenen Nacht in Moabit zwei mutmaßliche Drogenhändler fest. Gegen 23 Uhr bemerkten die Beamten in der Lehrter Straße einen 20-jährigen Mann, der aus einem Renault ausstieg und zu einem nahegelegenen Hausdurchgang lief. Dort übergab er einer unbekannten Frau mutmaßlich Drogen und erhielt dafür im Gegenzug Bargeld. Als er zum Auto zurückkehrte, überprüften die Polizisten den jungen Mann und den 20-jährigen Fahrzeugführer des Renault.

Bei der Durchsuchung beider Männer fanden die Einsatzkräfte Betäubungsmittel, Bargeld und ein Reizstoffsprühgerät. Sowohl diese als auch in der Wohnung des Beifahrers aufgefundene rund 50 Gramm Kokain, rund 200 Gramm Marihuana, Verpackungsmaterialien, Feinwaagen, Bargeld, Handys und ein Schlagstock wurden beschlagnahmt. Das festgenommene Duo wurde einem Polizeigewahrsam überstellt. Während der Beifahrer auf Antrag der Staatsanwaltschaft im Laufe des heutigen Tages einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden soll, wurde der Fahrzeugführer entlassen. Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Drogenhandels führt das Fachkommissariat beim Landeskriminalamt.

+++ Boot brennt in Kreuzberg aus +++

Gegen 21 Uhr stand am Sonntagabend am Urbanhafen gegenüber des Urban Krankenhauses in Kreuzberg ein Boot in Flammen. Die Feuerwehr löschte das Boot, das jedoch ausbrannte. Brandursache sei ein Feuer der Bootsbesitzer gewesen, hieß es.

+++ Auto-Brände in Neukölln und Kreuzberg+++

An Sonntagabend gegen 20.10 Uhr brannte in Neukölln erneut ein Fahrzeug. Diesmal in der Donaustraße. Erst vor rund einer Woche hatten Fahrzeuge entlang der Weserstraße gebrannt. Damit hält die Brandserie der vergangenen Wochen an. Die Feuerwehr löschte den Kleintransporter der im vorderen Bereich jedoch ausbrannte.Ein Fachkommissariat der Polizei ermittelt.

Gegen 2.20 Uhr in der Nacht zum Montag brannte am Erkelenz Damm in Kreuzberg ein BMW. Die Feuerwehr löschte das in Flammen stehende Fahrzeug, konnte ein Ausbrennen aber nicht verhindern. Ein daneben geparkter Transporter einer Tischlerei geriet ebenfalls in Brand und wurde schwer beschädigt. Ein Fachkommissariat ermittelt auch in diesem Fall. Derzeit wird in beiden Fällen von Brandstiftung ausgegangen.

+++ Polizei warnt vorm Betreten der Eisflächen +++

Noch sind die Temperaturen frostig, aber im Laufe der nächsten Tage werden die Temperaturen wärmer. Am kommenden Wochenende werden Plusgrade erwartet. Polizei und Feuerwehr warnen daher, die Eisflächen der Seen und Flüsse zu betrteten.

Am Wochenende hatten sich hunderte Spaziergänger unter anderem auf dem Landwehr Kanal getroffen, teils unter partyähnlichen Gegebenheiten. Masken wurden hier zumeist nicht getragen und Abstände nicht eingehalten.

+++ Feuer in Wohnung gelegt +++

Am Sonntagabend nahmen Polizeikräfte eine Frau in Hellersdorf fest, die im Verdacht steht, Feuer in ihrer Wohnung gelegt zu haben. Nach den bisherigen Erkenntnissen meldete die 24-Jährige gegen 19.30 Uhr ihrem Nachbarn, dass es in ihrer Wohnung brennen würde, sie sich jedoch ausgeschlossen habe.

Der Mann bemerkte Rauchentwicklung an der Tür und alarmierte Polizei und Feuerwehr in die Kastanienallee. Die Einsatzkräfte öffneten die Wohnungstür gewaltsam und löschten die Flammen im Wohnzimmer. Gegenüber der Besatzung einer Funkstreife räumte die Frau ein, den Brand selbst gelegt zu haben. Sie wurde vorläufig festgenommen, kam aber zunächst wegen einer Rauchgasvergiftung zur stationären Behandlung in eine Klinik. Weitere Bewohner wurden nicht verletzt. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen, auch zur Motivation der Mieterin, übernommen.

+++ Personen auf dem Eis +++

Dieses Bild entstand um 11.35 Uhr am Montagmittag: Trotz der dringenden Warnungen von Polizei und Feuerwehr, Eisflächen in Berlin nicht zu betreten, sind auch am Montagmittag wieder einige Menschen auf dem gefrorenen Landwehrkanal spazieren.
Weil der Spaß lebensgefährlich werden kann, hat die Polizei erst am Sonntag teilweise gefrorene Gewässer mit Hubschraubern kontrolliert.

+++ Frau tritt Einsatzwagen um sich und verletzt Polizist +++

Eine Frau randalierte in der vergangenen Nacht in einem Einsatzwagen und trat dabei dem Fahrer gegen den Kopf. Zunächst kam es kurz nach 22 Uhr zu einem Polizeieinsatz in der Uhlandstraße in Wilmersdorf. Nachbarn hatten dem Notruf laute Geräusche und aufgebrachtes Geschrei in einer Wohnung mitgeteilt.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, hörten sie den Lärm bereits im Treppenhaus. Es öffnete dann eine Frau, die im Gesicht eine blutende Verletzung aufwies. Da sich die 44-Jährige nicht beruhigen ließ, erklärte ihr in der Wohnung befindliche Freund, dass man zusammen etwas getrunken habe, die Frau plötzlich aggressiv wurde und mit Gegenständen um sich warf. Dabei seien Teile der Inneneinrichtung beschädigt worden und die Frau habe sich selbst verletzt. Nach der Feststellung seiner Personalien konnte der 56-Jährige die Wohnung verlassen. Die Frau lehnte eine ärztliche Behandlung ab und wurde gebeten, sich nun ruhig in der Wohnung zu verhalten.

Kurz darauf alarmierte ein Nachbar die Polizei erneut, weil die Frau mit immer noch blutigem Gesicht im Treppenhaus herumschrie. Diesmal wurde die mutmaßlich stark Alkoholisierte vorläufig festgenommen und sollte zu einem Polizeigewahrsam gebracht werden. Während der Fahrt dorthin gelang es ihr trotz Fesselung im Einsatzwagen gegen den Kopf des Fahrers zu treten. Dabei schrie sie lautstark und beleidigte die Polizistinnen und Polizisten. Sie wurde überwältigt, musste sich dann schließlich in der Polizeidienststelle einer Blutentnahme unterziehen und konnte diese nach ihrer Ausnüchterung in den Morgenstunden wieder verlassen. Wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung muss sie sich nun verantworten. Der Kollege klagte nach dem Tritt über sehr starke Kopfschmerzen und beendete seinen Dienst.

( BM )