Blaulicht-Blog

Sprengstoff und Handgranaten in Wohnung gefunden

| Lesedauer: 13 Minuten
Ein Mann trägt Handschellen.

Ein Mann trägt Handschellen.

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 22. Januar.

+++ Sprengstoff und Handgranaten in Wohnung gefunden - Mann in U-Haft +++

Das Landeskriminalamt Berlin hat einen Mann wegen des Verdachts auf illegalen Waffenhandel festgenommen und der Justiz überstellt. Beamte des Zolls hatten die Wohnung des 37-Jährigen in der Schildhornstraße in Steglitz zunächst wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit durchsucht und dabei drei mutmaßlich scharfe Handgranaten, eine Maschinenpistole, eine weitere Schusswaffe und „mutmaßlich militärischen Sprengstoff“ gefunden, wie die Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten.

Angeforderte Ermittler des Landeskriminalamtes hätten den Tatverdächtigen festgenommen und in Polizeigewahrsam gebracht. Den Angaben zufolge sitzt er auf Anweisung eines Richters nun in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Mann in Gesundbrunnen attackiert und schwer verletzt +++

Die Berliner Polizei ist am Freitagnachmittag zu einem Einsatz an die Jülicher Straße Ecke Behmstraße nach Gesundbrunnen (Mitte) ausgerückt.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost wurde gegen 16.30 Uhr ein Mann offenbar mit einem Messer attackiert. Der Mann erlitt eine Stichverletzung.

Er wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der Täter ist flüchtig. In unmittelbarer Nähe des Tatortes befindet sich das Gesundbrunnen-Center. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Die Kriminaltechnik sicherte am Abend Spuren.

+++ Überfall auf Ikea-Geldtransporter - Tatwaffe gefunden +++

Die Polizei hat nach dem Raubüberfall auf einen Geldtransporter am Ikea-Möbelhaus in Schöneberg bei einem festgenommenen Verdächtigen eine mutmaßliche Tatwaffe gefunden. Außerdem seien bei den Durchsuchungen am Donnerstag Spuren festgestellt worden, „die auf seine Anwesenheit am Tatort und seine unmittelbare Tatbeteiligung hindeuten“, teilte die Polizei am Freitag mit. Gegen den 18-jährigen Mann aus Neukölln ergebe sich daraus ein dringender Tatverdacht.

Die Polizei ermittelt noch zu den drei anderen Tätern. Am Donnerstag hatte sie Wohnungen und Autos von mehreren Menschen durchsucht. Die Besitzer stünden als Nutzer, Halter oder über eine Autovermietung in Verbindung zum Fluchtwagen der Räuber.

Vier Täter hatten am 15. Dezember 2020 den Geldtransporter am Hintereingang der Filiale überfallen, Fahrer und Beifahrer mit einem Schnellfeuergewehr und einer Pistole bedroht und zur Herausgabe eines Geldkoffers gezwungen. Die Männer waren in einem weißen Auto mit gestohlenen Nummernschildern geflüchtet. Ermittelt wird wegen schweren Raubes und Verbrechens nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz.

+++ Auszubildender der Polizei verschickt gewaltverherrlichende Nachrichten in Whatsapp-Gruppe +++

Die Berliner Polizei hat die Ausbildung eines Tarifbeschäftigten wegen des "dringenden Verdachts des wiederholten Fehlverhaltens" beendet. Bei einer Durchsuchung wurden am Freitag Beweismittel gefunden, welche zur sofortigen Beendigung der Ausbildung bei der Polizei führten, teilte die Behörde mit. Ein anderer Auszubildender hatte angegeben, dass der Tatverdächtige sich mehrfach nötigend und aggressiv einem weiteren Auszubildenden gegenüber geäußert haben soll. Der Verdächtige soll auch gewaltverherrlichende und beleidigende Nachrichten in einer Whatsapp-Gruppe veröffentlicht haben. Der Staatsschutz ermittelt.

+++ 70-Jähriger prallt mit Auto gegen Baum - tödlich verletzt +++

Bei einem Verkehrsunfall auf einer Landstraße zwischen Neuhardenberg und Wulkow (Märkisch-Oderland) ist ein 70-jähriger Autofahrer tödlich verletzt worden. Der Mann sei am Freitagmorgen aus zunächst ungeklärter Ursache mit seinem Wagen nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt, teilte ein Sprecher des Lagezentrums im Polizeipräsidium mit. Der Mann wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Der Notarzt habe dann den Tod des 70-Jährigen festgestellt, hieß es.

+++ Kriminelle gesucht: Hubschrauber kreiste über Neukölln +++

Mehr als eine Stunde kreiste in der Nacht zu Freitag gegen 3 Uhr der Hubschrauber der Berliner Polizei über der Boddinstraße, der Leinestraße und der Karl-Marx-Straße. In den sozialen Netzwerken fragten mehrere Menschen, was da los gewesen sei. Der Grund ist ein Ermittlungserfolg. Seit Monaten ist die Polizei auf der Suche nach Banden, die innerhalb kürzester Zeit Katalysatoren aus Fahrzeugen stehlen. Einsatzkräfte der Polizeidirektion 5 nahmen in der vergangenen Nacht in Neukölln zwei mutmaßliche Diebe fest. Kriminelle gesucht: Hubschrauber kreist über Neukölln - lesen Sie hier die vollständige Geschichte.

+++ Ordnungsamt schließt illegalen Spielsalon +++

Am Donnerstagabend wurde das Ordnungsamt auf ein Café an der Hermannstraße in Neukölln aufmerksam gemacht. Dort hätten über einen Hintereingang mehrere Personen den Laden betreten. Von der Hermannstraße konnte man nicht in das Geschäft hineinschauen. Die Fensterfront war mit einem schwarzen Vorhang blickdicht verhängt, die Tür verschlossen.

Über einen Nebeneingang an der Leinestraße war es jedoch möglich, in das Café zu gelangen. Im Laden trafen die Ordnungsamtmitarbeiter vier Personen an, die in einer Art Abstellraum auf engstem Raum an fünf Glücksspielautomaten spielten. Die Automaten waren illegal dort aufgestellt worden. Mindestabstände wurden nicht eingehalten und auch keine Masken getragen.

Insgesamt befanden sich sieben Automaten in dem Geschäft. Vier Geldspielgeräte ubnd ein Baseballschläger wurden sichergestellt. das Café wurde anschließend versiegelt. Den Betreiber erwarten nun mehrere Anzeigen wegen Corona-Verstößen und betreiben einer Spielhalle. Der Laden ist wegen anderen Verstößen in letzter Zeit schon häufiger auffällig geworden.

+++ Essen brennt an: Feuerwehr findet bewusstlose Person in Wohnung +++

In Steglitz hat die Feuerwehr in der Nacht zu Freitag einen bewusstlosen Menschen in einer Wohnung gefunden. Der Notarzt brachte ihn umgehend in ein Krankenhaus, wie die Berliner Feuerwehr auf Twitter mitteilte.

Zuvor hatten Hausbewohner die Rettungskräfte alarmiert, nachdem sie den Rauchwarnmelder ihres Nachbarn gehört hatten. Angebranntes Essen soll den Alarm ausgelöst haben. Weitere Details waren zunächst unklar.

+++ Nach explosiver Post an Weihnachtsmann: Polizei sucht Absender +++

Die Polizei und die Deutsche Post suchen weiter nach dem Absender eines explosiven Munitionsbriefes, der vor einem Monat an die „Weihnachtspostfiliale Himmelpfort“ (Oberhavel) geschickt worden war. Wie eine Polizeisprecherin sagte, sei der Vorfall vom 22. Dezember bisher noch nicht aufgeklärt. Die Ermittlungen seien schwierig, da der A4-Umschlag, in dem mehr als 500 Schuss Munition waren, ohne einen verwertbaren Hinweis auf den Absender aufgegeben worden sei.

In dem Umschlag waren laut Polizei unter anderem Schreckschuss- und Luftgewehrmunition, die zum Teil „erlaubnispflichtig“ war sowie eine Schrotpatrone. Auch das Motiv des Absenders sei bisher unklar.

Der steigenden Zahl an Briefen tat der Vorfall wohl keinen Abbruch: Nach Angaben der Deutschen Post wurden 2020 mit etwa 320.000 Briefen so viele Wunschzettel an den „Weihnachtsmann in Himmelpfort“ geschickt wie noch nie. Ein Grund könne die Corona-Pandemie gewesen sein, hieß es. Mit mehr als 21.000 Briefen sei auch die Zahl der Wunschzettel aus dem Ausland um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

+++ Fußgänger bei Unfall schwer verletzt +++

Ein Fußgänger wurde gestern Nachmittag bei einem Unfall in Mitte schwer verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein 53-Jähriger gegen 17.10 Uhr die Gertraudenstraße in Richtung Fischerinsel überquert haben, als er dabei von dem Honda, eines 49-Jährigen, erfasst wurde, der mit seinem Fahrzeug in Richtung Axel-Springer-Straße fuhr.

Der Fußgänger stürzte zu Boden und wurde von alarmierten Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht, wo er mit Kopfverletzungen stationär aufgenommen wurde. Der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 5 übernahm die weiteren Ermittlungen zum genauen Unfallhergang.

+++ Verkehrsunfall mit schwerverletzter Radfahrerin +++

Gestern Morgen kam es in Gesundbrunnen zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Radfahrerin schwere Verletzungen erlitt. Ersten Ermittlungen zufolge befuhr eine 31-Jährige gegen 8.30 Uhr mit ihrem Fahrrad den Radfahrschutzstreifen der Prinzenallee in Richtung Pankstraße. Nach dem Kreuzungsbereich Badstraße soll die Radfahrerin vom Schutzstreifen nach links auf den rechten Fahrstreifen der beginnenden Pankstraße gewechselt haben.

Dabei stieß sie seitlich mit einem in die gleiche Richtung fahrenden Bus der Linie M 27 zusammen. Der 35-jährige Busfahrer leitete eine Gefahrenbremsung ein, bei der weder er noch die Fahrgäste im Bus verletzt wurden. Die Radfahrerin stürzte und zog sich schwere Kopfverletzungen zu, die einen stationären Aufenthalt in einem Krankenhaus nach sich zogen. Der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 1 hat die weiteren Ermittlungen zum genauen Unfallhergang übernommen.

+++ Polizisten als Opfer ausgesucht: Erfolglose Taschendiebe festgenommen +++

Gleich zweimal suchten sich Taschendiebe die falschen Opfer aus, wurden festgenommen und für die weiteren Ermittlungen dem für Taschendiebstahl zuständigen Fachkommissariat des Landeskriminalamtes überstellt.

Zunächst stand ein Zivilpolizist gegen 18.30 Uhr an der Station Kottbusser Tor in Kreuzberg auf dem Bahnsteig der U-Bahnlinie 8. Plötzlich bemerkte er, dass sich jemand an seinem auf dem Rücken getragenen Rucksack zu schaffen machte. Der Beamte drehte sich um, ergriff den Langfinger und nahm mit Hilfe von hinzugerufenen Unterstützungskräften den 31-Jährigen fest. Während des Transports zur Polizeidienststelle beleidigte und bespuckte der Festgenommene den Kollegen. Er muss sich nun wegen versuchten Diebstahls, Körperverletzung und Beleidigung verantworten.

Kurz vor 23 Uhr war ein anderer Zivilpolizist in der U-Bahnlinie 8 unterwegs, als er mitbekam, dass ihn zwei Männer beobachteten. Als der Kollege am U-Bahnhof Hermannplatz in Neukölln ausstieg, folgten ihm die beiden Personen. Anschließend näherten sie sich dem Beamten, legten den Arm um ihn, fragten nach Feuer und tanzten ihn an. Als sich der Kriminaloberkommissar dann als Polizist zu erkennen gab, wurde er von einem der Männer festgehalten, angeschrien und gezogen. Noch bevor die zwischenzeitlich alarmierten Unterstützungskräfte erschienen, gelang es dem Kollegen den 33-Jährigen mit Hilfe von zwei Mitarbeitenden des BVG-Sicherheitspersonals zu überwältigen und festzunehmen. Aufgrund der Gegenwehr zog sich der Polizist Verletzungen am Knie sowie am Hals zu, musste seinen Dienst beenden und wird sich in ärztliche Behandlung begeben. Der Komplize des Festgenommenen konnte unerkannt flüchten.

+++ Lebensmitteldiscounter überfallen - Mitarbeiter verletzt +++

Bei einem Überfall gestern Abend auf einen Lebensmitteldiscounter in Spandau schoss ein unbekannter Räuber mit einer Schreckschusswaffe und verletzte dabei einen Mitarbeiter am Ohr. Der Unbekannte betrat gegen 20.40 Uhr das Geschäft in der Galenstraße, bedrohte den 39-jährigen Angestellten mit einer Schusswaffe und forderte die Herausgabe von Geld. Anschließend zwang er den Mitarbeiter ihn in das Büro zu führen, wo sich zu diesem Zeitpunkt eine 41-jährige Kollegin des 39-Jährigen befand, die nun ebenfalls bedroht und aufgefordert wurde, den Safe des Geschäftes zu öffnen.

Als der Frau dies nicht gelang, gab der Räuber einen Schuss aus einer Schreckschusswaffe in Richtung Decke ab und zwang die beiden Mitarbeitenden ihm zurück in den Verkaufsraum zu folgen. Dort musste die 41-Jährige eine weitere Kasse öffnen und dem Unbekannten das Geld übergeben. Nachdem eine dritte Kasse geöffnet werden musste und das darin befindliche Geld überreicht wurde, flüchtete der Räuber aus dem Geschäft in Richtung Hohenzollernring. Durch die Abgabe des Schusses erlitt der 38-jährige Angestellte eine Verletzung am Ohr und musste von Rettungskräften der Berliner Feuerwehr ambulant behandelt werden. Das Raubkommissariat der Polizeidirektion 2 führt die Ermittlungen und Fahndung nach dem Unbekannten.

+++ Mutmaßlicher Autodieb festgenommen +++

Polizeieinsatzkräfte nahmen in der vergangenen Nacht einen mutmaßlichen Autodieb in Spandau fest. Nach derzeitigem Kenntnisstand ließ ein 47-Jähriger gegen 22 Uhr in der Schönwalder Straße seinen Renault Twingo für Ladetätigkeiten offenstehen und hatte auch den Schlüssel des Fahrzeugs im Zündschloss stecken lassen. Als er nach kurzer Zeit zum Beladen zu seinem Wagen zurückkehrte, sah er einen Mann im Fahrzeug sitzen, der es startete und damit davonfuhr. Daraufhin alarmierte der Zeuge die Polizei. Die alarmierten Einsatzkräfte versuchten den Wagen an der Schönwalder Allee Ecke Cautiusstraße zum Anhalten zu bewegen.

Dabei kam es zum Zusammenstoß zwischen einem Zivilfahrzeug und dem Twingo, wodurch die beiden Einsatzkräfte im Fahrzeug leicht verletzt wurden, ihren Dienst aber fortsetzen konnten. Der bis dato Unbekannte fuhr trotz des Unfalls weiter und wurde schließlich durch weitere Einsatzkräfte in der Schönwalder Straße gestoppt und festgenommen. Bei seiner Festnahme leistete der Mann Widerstand, wodurch zwei weitere Beamte des Abschnitts 21 Verletzungen erlitten. Einer von beiden musste seinen Dienst beenden, bei ihm wurde später ein Handbruch diagnostiziert. Der festgenommene 42-Jährige, der nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist und ein Messer bei sich hatte, welches die Einsatzkräfte beschlagnahmten, wurde der Kriminalpolizei der Direktion 2 überstellt, welche die weiteren, noch andauernden Ermittlungen übernommen hat.

( BM/dpa )