Blaulicht-Blog

Corona-Gegner demonstrieren mit Autokorso in Berlin

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Montag, 11. Januar.

Ein Blaulicht der Polizei (Symbolbild).

Ein Blaulicht der Polizei (Symbolbild).

+++ Corona-Gegner demonstrieren mit Autokorso +++

Am Montagabend haben mutmaßliche Corona-Kritiker in Berlin mit einem Autokorso gegen die Corona-Politik von Bund und Ländern protestiert. Angemeldet war die Demonstration von 19 bis 21 Uhr, teilte das Lagezentrum der Berliner Polizei auf Anfrage mit. Wie viele Autofahrer an der Aktion teilnahmen, konnte das Lagezentrum am Abend nicht sagen. Die Demonstration wurde von Beamten begleitet.

Auf Twitter-Videos war zu sehen, wie die Demonstranten mit eingeschalteter Warnblinkanlage laut hupend durch die Wohnstraßen fuhren. Einige Teilnehmer hatten auch Fahnen dabei. Sie fuhren u.a. auf dem Südwestkorso und über die Kantstraße. Twitter-User schrieben, dass auch durch Steglitz und Friedenau (Tempelhof-Schöneberg) der Autokorso rollte. Bereits an vergangenen Montagen hatte es ähnliche Anti-Corona-Korsos gegeben.

Die SPD-Chefin Saskia Esken twitterte am Abend: "Überall auf der Welt wächst die Sorge vor den Mutationen von #covid19 - und bei mir vor der Tür demonstriert ein Autokorso verquerer Ignoranten gegen den Schutz der Bevölkerung. Kannste Dir nicht ausdenken."

+++ Mann durch Angriff und Sturz aus Fenster lebensgefährlich verletzt +++

Ein junger Mann ist in Berlin möglicherweise aus einem Fenster geworfen worden oder auf der Flucht herausgesprungen. Er erlitt in der Nacht zu Montag lebensgefährliche Verletzungen, die mutmaßlich von dem Sturz aus großer Höhe und von Angreifern stammten, wie die Polizei am Montag mitteilte. Nachbarn fanden den 22-jährigen Mann gegen 1.00 Uhr in Weißensee (Pankow) auf dem Dach eines Flachbaus vor einem mehrgeschossigen Wohnhaus in der Nüßlerstraße. Ein Teil der Verletzungen ging laut Polizei auf den Sturz zurück, weitere Verletzungen am Körper könnten „ihm durch eine andere Person gewaltsam zugefügt worden sein“. Eine Mordkommission ermittelt.

+++ Polizeianwärter als Drogenhändler unter Verdacht

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Ein Berliner Polizeianwärter steht unter dem Verdacht, mit Drogen gehandelt zu haben. Das hätten Ermittlungen eines Rauschgiftkommissariats ergeben, teilte die Polizei am Montag mit. Bei einer richterlich angeordneten Durchsuchung im Auftrag der Staatsanwaltschaft seien Beweismittel sichergestellt worden: sogenannte Eppendorfgefäße, die mit weißem Pulver gefüllt waren, sowie weitere Substanzen, bei denen es sich um Drogen handeln könnte, und Mobiltelefone.

Unmittelbar danach seien gegen den Polizeianwärter dienst- und personalrechtliche Maßnahmen ergriffen worden. So wurde ihm verboten, die Dienstgeschäfte zu führen. Er musste Dienstausweis und -bekleidung abgeben. Die Ermittlungen dauern an. Zu weiteren Details machte die Polizei keine Angaben.

+++Wilde Verfolgungsjagd - Betrunkener Fahrer flieht vor Polizei +++

Ein betrunkener Autofahrer hat sich am Sonntagnachmittag in Marzahn eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Zuvor war den Beamten gegen 17.30 Uhr ein VW in der Straße Alt-Friedrichsfelde in Fahrtrichtung Debenzer Straße durch seine unsichere Fahrweise aufgefallen. Als sie den 47 Jahre alten Fahrer anhalten wollten, gab er Gas. Haltesignale, Martinshorn und Blaulicht habe der Fahrer ignoriert. Der 47-Jährige fuhr in Schlangenlinien und über Gehwege. Außerdem wechselte er unkontrolliert die Fahrstreifen und ignorierte eine rote Ampel an einer Kreuzung. Desweiteren streifte er ein Polizeiauto und prallte gegen einen Verkehrspfosten. Er kam dann in Höhe Debenzer Straße/Schrodaer Straße zum Stehen.

Ein Atemalkoholtest bei dem 47-Jährigen ergab einen Wert von etwa 2,49 Promille. Der Fahrer konnte nach einer Blutentnahme seinen Weg zu Fuß fortsetzen. Der Pkw und der Führerschein wurden beschlagnahmt. Die weiteren, noch andauernden Ermittlungen, führt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 3.

+++ Weltkriegsbombe an der B2 bei Michendorf entschärft +++

Eine 250 Kilogram schwere Weltkriegsbombe ist am Montag an der Bundesstraße 2 zwischen Wilhelmshorst und Michendorf (Potsdam-Mittelmark) entschärft worden. „Trotz der nicht vorhandenen Vorbereitungszeit für alle Einsatzkräfte und die Anwohner ist die Entschärfung reibungslos und ohne Schäden verlaufen“, sagte Bürgermeisterin Claudia Nowka der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Die Fliegerbombe britischer Bauart war ihr zufolge am Sonntagnachmittag kurz vor Einbruch der Dunkelheit zufällig entdeckt worden. Anschließend wurde sie durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst untersucht. In der Nacht zu Montag hatte die Freiwillige Feuerwehr den Fund überwacht.

Fachbereichsleiterin Steffi Amelung berichtete, dass bei der Entschärfung nur der Zünder habe gesprengt werden müssen. Eine leichte Detonation sei in diesem Bereich zu spüren gewesen. Die Sperrung der Bundesstraße für den Zeitraum der Bergung sei mittlerweile wieder aufgehoben.

Um die Fundstelle wurde ein 800 Meter Sperrkreis eingerichtet. Anwohner mussten ihre Häuser und Wohnungen vorübergehend verlassen. Wie viele genau, konnte die Sprecherin zunächst nicht sagen. Es seien insgesamt sechs Straßenzüge im Ortsteil Wilhelmshorst teilweise evakuiert worden.

Für den Zeitraum der Bergung der Bombe musste die B2 nach Angaben der Gemeinde vorübergehend für den Verkehr gesperrt werden. Für die Bewohner standen in der Grundschule Michendorf die Turnhalle und einzelne Klassenräume als Ausweichquartiere für die vorübergehende Evakuierung zur Verfügung. Etwa 55 Bewohner hätten das Angebot genutzt, so Amelung.

+++ Motorradfahrer in Mitte schwer verletzt +++

Am Sonntagvormittag hat sich in Mitte ein Verkehrsunfall ereignet, bei dem ein Motorradfahrer schwer verletzt wurde. Nach ersten Ermittlungen und Aussagen war ein 25 Jahre alter Seat-Fahrer gegen 11.30 Uhr auf der Alexanderstraße in Richtung Memhardstraße unterwegs, um an der Kreuzung Karl-Liebknecht-Straße nach links abzubiegen.

Dabei übersah er vermutlich den ihm entgegenkommenden 51 jahre alten Fahrer einer Suzuki und stieß mit diesem zusammen. Der Motorradfahrer stürzte und verletzte sich dabei schwer im Halsbereich. Er wurde von Rettungskräften in eine Klinik gebracht. Der Autofahrer blieb unverletzt. Die weitere Unfallbearbeitung hat der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeiübernommen.

+++ Zellenbrand in der JVA-Heidering +++

In der Justizvollzugsanstalt Heidering in Großbeeren (Landkreis Teltow-Fläming) ist bei einem Brand in einer Zelle am Sonntag ein Häftling verletzt worden. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in das Unfallkrankenhaus Berlin geflogen, wie ein Sprecher des polizeilichen Lagezentrums Brandenburg in Potsdam am Abend mitteilte. Die Klinik verfügt über eine Spezialabteilung für Brandverletzungen.

Nach ersten Informationen werden weitere 17 Personen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung untersucht. Außerdem soll ein Angestellter beim Rettungsversuch verletzt worden sein. Das gegen 20 Uhr ausgebrochene Feuer war relativ schnell gelöscht und hatte sich nicht auf weitere Gebäudeteile ausgedehnt, wie es hieß.

+++ Geschäftsräume von Fahrzeughersteller beschädigt ++

Unbekannte Täter haben am Sonntag in Bohnsdorf Fensterscheiben und Glastüren an mehreren Gebäuden. Eine 32 Jahre alte Mitarbeiterin stellte gegen 10.30 Uhr an dem in der Ludwig-Prandtl-Straße von einem Fahrzeughersteller angemieteten Objekt vier beschädigte Fenster und zwei Glastüren fest und alarmierte die Polizei. Durch die Einsatzkräfte konnten darüber hinaus noch acht, vermutlich durch zwei am Ort aufgefundene Feuerlöscher, beschmutzte Fahrzeuge sowie ein an der Front- und Seitenscheibe beschädigtes Auto festgestellt werden. Auch Scheiben an zwei angrenzenden Objekten anderer Firmen wurden durch die unbekannten Täter beschädigt. Da eine politische Tatmotivation nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung übernommen.

+++ Taube legt Zugverkehr lahm +++

Vogelschlag: Eine Taube hat nach Angaben der Bundespolizei am Sonntag den Zugverkehr bei Friesack (Havelland) lahmgelegt. Wie die Behörde auf Twitter mitteilte, habe es bei einer Fahrt eines Zuges der ODEG plötzlich geknallt, zudem sei die Frontscheibe zersplittert. Alles habe zunächst nach einem Steinwurf ausgesehen, doch der Zug habe eine Taube erfasst. Die 25 Reisenden seien unverletzt geblieben.

+++ Weihnachtsbäume Nähe Liebig34 angezündet +++

Unbekannte haben in der Nacht zum Montag gegen 0.30 Uhr am Dorfplatz (Rigaer Straße Ecke Liebigstraße) in Friedrichshain vor dem vormals besetzten Objekt Liebig34 mehrere Weihnachtsbäume auf die Kreuzung getragen und angezündet. Die Feuerwehr löschte die Reste der Bäume.

+++ Autobrand in Weißensee +++

Gegen Mitternacht haben Unbekannte in der Gartenstraße in Weißensee den Kleinwagen eines Immobilienunternehmens angezündet. Die Feuerwehr löschte das Fahrzeug, es brannte jedoch komplett aus. Ein daneben parkender Golf wurde ebenfalls beschädigt.

+++ Polizei stellt verhinderten Rennfahrer +++

Die Polizei hat vor dem Bahnhof Wuhletal in Hellersdorf einen verhinderten "Rennfahrer" gestellt. Der 20-Jährige hatte sich erst mit einem anderen Autofahrer ein Rennen geliefert, als eine Streife auf die beiden aufmerksam wurde. Auf der Flucht vor der Polizei fuhr er dann einen "Rundkurs". Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

+++ Fußgängerin von Motorrad erfasst +++

Ein Motorradfahrer hat am Sonntagnachmittag in Marzahn eine Fußgängerin mit seiner Maschine erfasst, wobei beide schwer verletzt wurden. Der Polizei zufolge war der 34-Jährige mit seiner KTM gegen 17.10 auf dem Spinatweg Richtung Ahrensfelder Chaussee unterwegs. Der Mann soll das Tempo gedrosselt haben, als er eine am Fahrbahnrand wartende 61-Jährige sah. Aus noch unbekannten Gründen betrat die Frau die Straße und wurde dabei angefahren. Motorradfahrer und Fußgängerin stürzten, wobei die Frau Kopfverletzungen erlitt. Der 34-Jährige wurde an Arm, Rumpf und Bein verletzt. Beide mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Das Motorrad beschädigte noch ein geparktes Auto.