Polizei und Feuerwehr

Erneut gewaltsamer Streit nahe des S-Bahnhofs Gesundbrunnen

| Lesedauer: 5 Minuten
Die Gruppe vermummter Personen wütete entlang der Linienstraße in Berlin-Mitte.

Die Gruppe vermummter Personen wütete entlang der Linienstraße in Berlin-Mitte.

Foto: Friso Gentsch / dpa

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 8. November.

+++ Zweimal hintereinander gewaltsamer Streit in Gesundbrunnn +++

In Gesundbrunnen sind am Sonntagabend zwei Männer bei einem gewaltsamen Streit verletzt worden, einer davon schwer. Wie die Polizei mitteilte, wurden ein 31-Jähriger und ein 43-Jähriger gegen 17.30 Uhr auf dem Hanne-Sobeck-Platz von bis zu 20 Männern angegriffen. Anschließend konnten die Angreifer unerkannt entkommen. Der jüngere der beiden Angegriffenen konnte mit Kopfverletzungen nach einer ambulanten Behandlung in einer Klink wieder entlassen werden. Der Ältere erlitt eine Stichverletzung im unteren Rückenbereich sowie diverse Prellungen und Schnittverletzungen. Er musste stationär im Krankenhaus verbleiben. Lebensgefahr bestand nicht.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun nicht nur zum genauen Tathergang, sondern auch, ob es mögliche Parallelen zu Auseinandersetzungen vom Vortag, einen davon am fast gleichen Ort, gibt.

Bereits am Sonnabend hatte es Auseinandersetzungen mit Verletzten in Gesundbrunnen und Neukölln gegeben. In Neukölln hatten Vermummte einen Spätkauf überfallen. Nach Informationen der Morgenpost werden Zusammenhänge zwischen den Taten geprüft.

Am Samstagabend waren am Hanne-Sobek-Platz in Gesundbrunnen ungefähr 15 Personen auf der Straße in Streit geraten. Zeugen gaben an, dass sich fünf Personen, zum Teil in einem Porsche bei offenstehenden Türen sitzend, unterhielten, als sich drei Fahrzeuge näherten und mindestens zehn Personen ausstiegen. Im Laufe der dann folgenden Auseinandersetzung sollen die hinzugekommenen Männer mit Messern und unbekannt gebliebenen Schlagwerkzeugen vorgegangen und dann geflüchtet sein. Die Angegriffenen erlitten Platzwunden an den Köpfen. Einer von ihnen erlitt einen Stich in den unteren Rückenbereich. Die Verletzten mussten teilweise ambulant in Krankenhäusern behandelt werden.

+++ Randalierer wüten in Berlin-Mitte +++

Eine Gruppe von etwa 15 bis 20 vermummten Personen hat am Sonnabend in Mitte randaliert. Wie die Polizei mitteilte, alarmierten Anwohner der Linienstraße gegen 22 Uhr die Polizei. Die Gruppe warf Farbbeutel und Steine gegen Hausfassaden und Schaufensterscheiben. Außerdem sollen aus der Gruppe heraus die Scheiben von mindestens elf geparkten Autos zerschlagen worden sein. Die Gruppe, die auch Rauchfackeln angezündet hatte, soll über die Gormannstraße in Richtung Torstraße geflüchtet sein. Bei ihren Attacken sollen die Vermummten laut Zeugen Parolen skandiert haben. Welchem Hintergrund die Randale zuzuordnen ist, konnte die Polizei am Sonntagvormittag zunächst nicht sagen. Die weiteren Ermittlungen zu dem besonders schweren Fall des Landfriedensbruchs hat der Staatsschutz des Landeskriminalamts übernommen.

+++ 20-Jähriger nach Messer-Angriff notoperiert +++

Ein Mann ist am Sonnabendabend in einem Krankenhaus notoperiert worden, nachdem er in Gesundbrunnen durch einen Stich in den Oberkörper verletzt wurde. Wie die Polizei mitteilte, kam der 34-Jährige gegen 20.45 Uhr mit einem Taxi in das Krankenhaus, um seine erlittene Verletzung am Oberkörper behandeln zu lassen. Es soll ein Streit am Brunnenplatz mit zwei oder drei unbekannt geblieben Männern vorausgegangen sein. Die Kriminalpolizei ermittelt.

+++ 20-Jähriger lag mit stark blutender Stichverletzung vor Apotheke +++

Passanten haben in der Nacht zu Sonntag einen schwer verletzten jungen Mann in Wittenau entdeckt. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Zeugen gegen 0.10 Uhr auf einen 20-jährigen Mann vor einer Apotheke am Wilhelmsruher Damm aufmerksam, der eine stark blutende Verletzung am Bauch hatte, und alarmierten Rettungskräfte und die Polizei. Der 20-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht und sofort operiert. Angaben dazu, wo, wann und durch wen er verletzt wurde, liegen noch nicht vor. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Kellerbrand in Hellersdorf - eine Person verletzt +++

An der Stollberger Straße in Hellersdorf ist es am Sonnabendabend gegen 18.45 Uhr zu einem Kellerbrand mit einer starken Rauchentwicklung gekommen. Eine Person wurde bei dem Brand verletzt und kam in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr hatte den Brand nach gut einer Stunde unter Kontrolle.

+++ Entlaufenes Schaf in Futterabteilung eines Baumarkts gefunden +++

Nach mehreren Stunden vergeblicher Suche ist ein entlaufenes Schaf in Falkensee (Havelland) in der Futterabteilung eines Baumarktes gefunden werden. Mehrfach war dem Polizeirevier Falkensee und dem Notruf der Polizei am frühen Samstagmorgen ein herrenloses Schaf im Bereich der Spandauer Straße gemeldet worden. Die Polizisten konnten das Tier jedoch zunächst nicht finden. Die Beamten machten aber den Eigentümer ausfindig, der sich dann mit auf die Suche nach seinem flüchtigen Tier machte. Entdeckt wurde das Schaf den Angaben zufolge in einen anliegenden Baumarkt, wo es Mitarbeiter in der Futterabteilung einfangen und dem Eigentümer übergeben konnten.

+++ Mann randaliert vor Supermarkt +++

Gegen 19 Uhr wurde die Polizei in die Dorfstraße nach Ahrensfelde (Barnim) alarmiert, weil dort vor einem Supermarkt ein Mann randalierte. Als die Beamten eintrafen, schlug der Mann gerade das Fenster eines Imbisses ein. Die Beamten konnten den Mann überwältigen und festnehmen.

+++ NPD-Geschäftsstelle mit Farbe beschmiert +++

Unbekannte haben am Sonnabend die NPD-Bundesgeschäftsstelle an der Seelenbinderstraße in Köpenick mit Farbe beschmiert. Wie die Polizei mitteilte, bemerkte eine Objektschutzstreife die Farbschmierereien gegen 20.10 Uhr. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernimmt die weiteren Ermittlungen zu der Sachbeschädigung.

( BM )