Blaulicht-Blog

Mann bedroht Autofahrer und Polizisten mit Schusswaffe

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Montag, 26. Oktober.

Blaulicht (Symbolfoto).

Blaulicht (Symbolfoto).

Foto: dpa

+++ Mann bedroht Autofahrer und Polizisten mit Schusswaffe +++

In Charlottenburg ist es am Sonntag zu einem Polizeieinsatz gekommen. Gegen 20 Uhr verständigten Zeugen die Polizei an die Tauentzienstraße, nachdem ein 46-jähriger Mann eine Schusswaffe gezogen und erst die Insassen eines vorbeifahrenden Audis und dann eines VW mit der Waffe bedroht hatte. Als die Beamten eintrafen, bedrohte der 46-Jährige auch sie mit der Waffe. Einem Polizisten gelang es schließlich, dem 46-Jährigen einen gezielten Schlag gegen den Kopf zu verpassen, teilte die Polizei am Montag mit. Mehrere Einsatzkräfte brachten den Mann zu Boden. Bei der Festnahme wehrte der 46-Jährige sich heftig. Beamte wurden teilweise leicht verletzt..

Der betrunkene Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurde ihm Blut abgenommen. Anschließend wurde er aufgrund seines psychischen Zustands stationär aufgenommen. Bei der Waffe handelte es sich um eine Druckluftpistole. Sechs Polizisten traten im Anschluss des Einsatzes vom Dienst ab.

+++ Politische Schmierereien am U-Bahnhof Amrumer Straße +++

Unbekannte haben am U-Bahnhof Amrumer Straße in Wedding (Mitte) eine Säule und ein Plakat mit politischen Schriftzügen und Symbolen beschmiert. Wie die Berliner Polizei am Montag mitteilte, hätten Einsatzkräfte nach einem Hinweis aus der Bevölkerung am Morgen die Sachbeschädigung festgestellt. Unter anderem sei mit schwarzer Farbe geschrieben worden: „Wedding bleibt Problemviertel für Zionisten und Nazischweine.“ Gezeichnet waren auch ein Davidstern und ein Chanukka-Leuchter, wie die Polizei weiter mitteilte. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen.

+++ 50 Festnahmen bei Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen +++

Bei den Protesten gegen Corona-Beschränkungen hat die Berliner Polizei am Sonntag 50 Menschen vorübergehend festgenommen. Es seien 64 Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, Landfriedensbruchs, Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen versuchter Gefangenenbefreiung eingeleitet worden, teilte die Polizei am Montag mit. Zudem wurden 71 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Verstößen gegen den Infektionsschutz geschrieben. Bei den Polizeieinsätzen seien 18 Kräfte verletzt worden. Bei mehreren Kundgebungen und einem Aufzug waren demnach rund 650 Polizeibeamte im Einsatz.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) teilte mit, es seien zunehmend Regelbruch und Gewaltbereitschaft zu beobachten. „Das können wir nicht akzeptieren.“ Eine Versammlung vor dem früheren Kino Kosmos in Berlin-Friedrichshain habe gezeigt, dass fortlaufend gegen die Infektionsschutzvorschriften verstoßen und polizeiliche Aufforderungen ignoriert worden seien.

Bei freiheitsbeschränkenden Maßnahmen der Polizei kam es laut Geisel zu Widerstand und tätlichen Angriffen gegen die Einsatzkräfte. Die Demokratie halte einiges aus, Meinungs- und Versammlungsfreiheit würden auch in Zeiten der Pandemie gelten, betonte der SPD-Politiker. „Aber nichts rechtfertigt die Anwendung von Gewalt - weder gegen Menschen noch gegen Sachen.“ Mehr darüber lesen Sie HIER.

+++ Mann verletzt zwei andere mit Messer lebensgefährlich - Haftbefehl +++

Ein 24-Jähriger soll in Eberswalde zwei Männer durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt haben. Das teilte die Polizei am Montag mit. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten versuchten Totschlag vor und beantragte Haftbefehl gegen den Syrer. Nach bisherigen Erkenntnissen tranken zwei 33 und 37 Jahre alte Deutsche am Samstag mit dem Beschuldigten in einem Park Alkohol. Später gerieten die Männer in Streit. Dabei soll der 24-Jährige ein Messer gezückt und die beiden Männer lebensbedrohlich verletzt haben.

Polizisten konnten den mutmaßlichen Täter später stellen. Der betrunkene Mann habe bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand geleistet, wie es weiter hieß. Ein von ihm mitgeführtes Messer stellten Polizisten sicher. Die beiden Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Kriminalpolizei ermittelt zum Motiv und dem genauen Ablauf der Tat. Einen politisch motivierten Hintergrund schloss sie nach erster Einschätzung aus.

+++ Polizei auf Corona-Streife - das ist die Bilanz von Sonntag +++

Auch am Sonntag und in der Nacht zum Montag hat die Berliner Polizei auf belebten Straßen, Grünflächen, Flohmärkten und Gaststätten die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert. In der Zeit wurden insgesamt 47.355 Personen überprüft und 67 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Dazu kamen Strafanzeigen u.a. wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, wegen Beleidigung, wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und wegen einer Fundunterschlagung.

Am Nachmittag lösten die Beamten eine Veranstaltung im Mauerpark auf. Dort befanden sich in der Spitze ca. 400 Personen, darunter mehrere Musikkünstler, welche Trommel-Musik darboten. Um diese versammelten sich ca. 150 Zuhörer, die sich nicht an die Abstandsregeln hielten und keine Maske trugen.

In den Gärten der Welt in Marzahn befanden sich ca. 5000 Besucher im Wechsel. Die Abstands- und Hygieneregeln wurden hier durchweg beachtet, so die Polizei. In Einzelfällen wiesen die Beamten auf die Regeln hin.

Gegen den Betreiber eines Lokals in Nikolassee wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, weil Abstände nicht eingehalten wurden - teilweise trugen die 200 Gäste auch keine Maske. Als die Polizei ins Lokal kam, gingen einige Gäste. Der Betreiber wurde aufgefordert, im Lokal die Abstände einzuhalten. Dem kam er innerhalb einer Stunde nach.

In der Zeit von 18 Uhr bis 2 Uhr kontrollieren die Beamten überwiegend Gaststätten. Der Großteil der Gastronomen habe sich an die Regelungen gehalten. Die Einsatzkräfte überprüften insgesamt 66 Gaststätten und 1121 Personen. Insgesamt 52 Ordnungswidrigkeitenverfahren und fünf Strafermittlungsverfahren, u.a. wegen Beleidigung, Sachbeschädigung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, wurden eingeleitet. Die Polizei löste gegen 19.15 Uhr eine Party mit 200 Gästen in einem Club in Rummelsburg auf, da der Veranstalter keine gültige Genehmigung vorweisen konnte.

+++ Mutmaßlicher Drogenlieferant festgenommen +++

Die Polizei hat am Sonntag am Kottbusser Tor einen mutmaßlichen Drogenlieferanten in einem Mietwagen angehalten und eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Mehr dazu lesen Sie HIER.

+++ Polizei nimmt mutmaßlichen Brandstifter fest +++

In der Nacht zu Sonntag nahmen Polizisten einen Mann in Marzahn fest. Ersten Informationen zufolge war der 23-Jährige im Zuge von Ermittlungen zu mehreren Bränden in der Golliner Straße und der Schorfheidestraße kurz vor 3 Uhr festgenommenen worden. Die Brandbekämpfer der Feuerwehr löschten die Flammen der Brände, die ein Treppenhaus, Sperrmüll und Mülltonnen betrafen. Personen kamen nicht zu schaden. Der Festgenommene wurde erkennungsdien

stlich behandelt und anschließend einem Brandkommissariat beim Landeskriminalamt überstellt. Nach der Vorstellung bei einem Ermittlungsrichter wurde den Mann wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Auto in Pankow ausgebrannt +++

Erneut ist ein Auto bei einem Brand in Berlin zerstört worden. Am Sonntagabend wurde die Feuerwehr nach Pankow in die Vinetastraße / Ecke Berliner Straße gerufen, wie ein Feuerwehrsprecher am Montag sagte. Die Feuerwehr löschte die Flammen, konnte ein Ausbrennen des Wagens jedoch nicht verhindern. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache war zunächst unklar.

In der Hauptstadt werden immer wieder Fahrzeuge bei nächtlichen Bränden zerstört oder stark beschädigt. Zuletzt brannte es unter anderem in Rummelsburg.

+++ Vor der Polizeikontrolle - Rollerfahrer wirft Drogen auf ein Dach +++

Die Polizei hat am Sonntag in Spandau einen jungen Rollerfahrer gestoppt. Wie sich herausstellte, war er mit dem Roller seines Vaters unterwegs. Eine Fahrerlaubnis hatte er nicht. Vor der Kontrolle warf er "noch schnell seine Drogen auf ein Dach", so die Polizei. Die Feuerwehr holte die Betäubungsmittel wieder herunter. Der junge Mann wurde festgenommen.

+++ Zwei Tote und 90 Verletzte am Wochenende in Brandenburg +++

Auf brandenburgischen Straßen sind am Wochenende 90 Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt worden, zwei Kradfahrer kamen ums Leben. Zwischen Freitag und Sonntag zählte das Lagezentrum der Polizei Brandenburg insgesamt 450 Unfälle, sagte ein Sprecher am Montag in Potsdam. Bei 70 Verkehrsunfällen wurden Menschen verletzt oder getötet, bei den restlichen 380 entstanden lediglich Sachschäden.

Am Sonntag war auf der Landstraße 220 bei Joachimsthal (Landkreis Barnim) ein 32 Jahre alter Kradfahrer bei einem Überholmanöver in den Gegenverkehr geraten und dort frontal mit einem Auto zusammengestoßen. Ebenfalls am Sonntag starb ein 21 Jahre alter Kradfahrer im Krankenhaus, nachdem er in einer Rechtskurve in Schwarzbach (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) in den Gegenverkehr geriet und dort frontal mit einem Traktor kollidierte.