Polizei und Feuerwehr

Frau auf S-Bahn-Gleise gestoßen - Zug kann noch stoppen

In unserem Blog finden sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr von Dienstag, 18. August 2020.

Ein Einsatzwagen der Polizei (Symbolbild).

Ein Einsatzwagen der Polizei (Symbolbild).

Foto: Christian Horz / Getty Images/iStockphoto

+++ Frau auf Gleise gestoßen - S-Bahn kann noch stoppen +++

Am Montagabend müssen sich dramatische Szenen auf dem S-Bahnhof Innsbrucker Platz in Schöneberg abgespielt haben. Und nur dem beherzten Eingreifen von Zeugen sowie der schnellen Reaktion eines S-Bahn-Zugführers ist es zu verdanken, dass eine Frau den Sturz ins Gleisbett nur mit einer Kopfwunde überstanden hat.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurde eine Frau in Friedenau von einem Unbekannten ins Gleisbett gestoßen. Nach ersten Ermittlungen hatte die 54-Jährige auf dem S-Bahnhof Innsbrucker Platz auf ihren Zug der Linie S 41 gewartet, als sich ihr gegen 22.15 Uhr ein Unbekannter näherte und sie unvermittelt ins Gleisbett schubste. Während der Mann flüchtete, eilten mehrere Zeugen der Tat der verletzten Frau zur Hilfe, griffen sie und halfen ihr zurück auf den Bahnsteig.

Der Fahrer einer herannahenden S-Bahn erkannte nach Angaben der Polizei die gefährliche Situation frühzeitig und brachte seinen Zug noch vor der Einfahrt in den Bahnhof zum Stehen. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte wird eine Beziehungstat zum derzeitigen Zeitpunkt der Ermittlungen ausgeschlossen. Man ermittle in alle Richtungen, hieß es. Die Kriminalpolizei der Direktion 4, die die Ermittlungen führt, prüft zurzeit auch, ob das Tatgeschehen und der noch unbekannte Täter von einer der Überwachungskameras auf dem Bahngelände erfasst wurde. Die Frau kam mit Kopfverletzungen in ein Krankenhaus.

+++ Einbrecher rammen mit Auto Luxus-Geschäft an Friedrichstraße +++

Maskierte Einbrecher haben mit einem Auto das Schaufenster eines Designer-Ladens an der Friedrichstraße in Mitte gerammt und zerstört, um Luxustaschen zu stehlen. Gegen 4.40 Uhr in der Nacht zu Dienstag hörten Zeugen einen lauten Knall, wie die Polizei mitteilte. Sie sahen, dass ein dunkler BMW mit dem Heck in die Schaufensterscheibe des Geschäfts gefahren war. Zwei maskierte Männer stiegen demnach sofort aus, liefen durch das zerstörte Schaufenster in das Geschäft und kamen kurz darauf mit Taschen wieder heraus. Die Männer sollen dann mit ihrem Auto über die Jägerstraße geflüchtet sein.

+++ Achtjährige bei Unfall schwer verletzt +++

In Neu-Hohenschönhausen ist am Montagnachmittag ein acht Jahre altes Mädchen bei einem Unfall schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, lief das Kind gegen 17.40 Uhr auf die Fahrbahn der Warnitzer Straße, wo es zum Zusammenstoß mit einem 20 Jahre alten Honda-Fahrer kam, der mit seinem Wagen in Richtung Vincent-van-Gogh-Straße unterwegs war. Rettungskräfte brachten das Mädchen, das gemeinsam mit seiner Mutter unterwegs war, mit Verletzungen an einer Hand und am Becken in ein Krankenhaus. Die Ermittlungen dauern an.

+++ SEK-Einsatz wegen häuslicher Gewalt in Schöneberg +++

Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Berliner Polizei ist am Dienstagmorgen zu einem Gewaltvorfall in Schöneberg gerufen worden. Es sei um einen Fall häuslicher Gewalt gegangen, sagte eine Polizeisprecherin. Weil es Hinweise auf eine Schusswaffe gegeben habe, habe die Polizei das SEK an die Grunewaldstraße geschickt. Ein 32-jähriger Mann sei vorläufig festgenommen worden. Bei einer Durchsuchung sei keine Waffe gefunden worden.

+++ Mutmaßlicher Terrorist in Potsdam festgenommen +++

Die Bundesanwaltschaft hat am Dienstag den syrischen Staatsangehörigen Khaled A.in Potsdam festnehmen lassen. Außerdem wurde die Wohnung des Mannes durchsucht. Er sei dringend verdächtig, sich 2013 als Mitglied an zwei ausländischen terroristischen Vereinigungen am Bürgerkrieg in Syrien beteiligt zu haben. Khaled A. soll nun dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der ihm den Haftbefehl eröffnen und über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden wird. Lesen Sie hier den kompletten Artikel.

+++ Vater und Sohn bei Schlägerei in Moabit verletzt +++

Am Montagabend sind in Moabit (Mitte) zwei Männer nach einem Streit verletzt worden. Der 22- und der 46-Jährige hielten sich gegen 21.30 Uhr in einem Kiosk an der Oldenburger Straße auf, als etwa acht bis neun Personen auf den Vater und seinen Sohn zukamen. In der Folge kam es außerhalb des Geschäfts zu einer Schlägerei. Dabei erlitt der Jüngere eine Stichverletzung im Oberkörper und der Ältere eine Kopfverletzung durch Schläge mit einem unbekannten Gegenstand. Die Gruppe flüchtete anschließend. Die beiden Verletzten kamen in ein Krankenhaus und wurden nach ambulanten Behandlungen wieder entlassen. Hintergrund der Auseinandersetzung waren offenbar vorangegangene Streitigkeiten. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Unfall auf dem Schöneberger Ufer +++

Einen Unfall mit mehreren Fahrzeugen meldete die Verkehrsinformationszentrale am Dienstagmorgen in Tiergarten (Mitte) am Schöneberger Ufer in Höhe Köthener Brücke. Die Fahrzeuge mussten mit einem Kran geborgen werden. Die Straße ist für den Individualverkehr gesperrt. Es staut sich zurück bis in den Tiergartentunnel. Das Gebiet sollte weiträumig umfahren werden.

Auch die BVG war zeitweise mit ihrer Buslinie M29 betroffen. Die Linie in Fahrtrichtung U Hermannplatz wurde zwischen den Haltestellen Potsdamer Brücke und Wilhelmstr./Kochstr. umgeleitet.

+++ Vier brennende Autos - eine Festnahme +++

Erneut hat es in Berlin gebrannt: Insgesamt vier Autos sind in der Nacht zu Dienstag in den Ortsteilen Neu-Hohenschönhausen, Falkenberg und Britz bei Bränden beschädigt und sogar zerstört worden. In allen Fällen konnte die Feuerwehr die Flammen löschen, sagte ein Sprecher am Morgen. Verletzte gab es demnach keine. Die Brandursachen waren noch unklar.Anwohner riefen gegen 4.20 Uhr die Polizei in die Straße Am Dörferweg, nachdem sie einen lauten Knall gehört hatten und kurz darauf den im Innenraum brennenden Audi sahen. Weitere hinzugerufene Anwohner löschten das Feuer, durch das keine Personen verletzt wurden. Zeugen beobachteten zuvor eine Person, die sich an dem Pkw aufgehalten und kurz nach Brandausbruch entfernt haben soll. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes führt die Ermittlungen.

In der Egon-Erwin-Kisch-Straße in Neu-Hohenschönhausen fing gegen 02.10 Uhr ein Audi Cabrio Feuer und brannte aus. In Britzstanden im Tempelhofer Weg gegen 04.45 Uhr zwei Autos in Vollbrand und wurden durch die Flammen zerstört.

+++ Drei schwere Radunfälle an einem Tag +++

In der Nacht zu Dienstag hat ein Autofahrer beim Abbiegen einen Radfahrer mit der Beifahrerseite an der Baumschulen- Ecke Stormstraße in Baumschulenweg erfasst. Der Radfahrer wurde durch den Aufprall von seinem Rennrad geschleudert und schwer verletzt. Der Mann wurde vor Ort von Notfallsanitätern und einem Notarzt erstversorgt und anschließend in ein umliegendes Krankenhaus transportiert. Die Insassen im Auto blieben unverletzt. Die Beamten der Direktion 6 ermitteln zur Unfallursache, vermutlich hat der Autofahrer den Radfahrer übersehen.

In Spandau waren zwei Radfahrer am Montag bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Ein 25 Jahre alter Pkw-Fahrer fuhr eine Frau am Montagvormittag in Wilhelmstadt an, als sie eine Straße überquerte. Unklar ist bislang, ob die Frau fuhr oder ihr Rad schob. Die Frau wurde lebensgefährlich verletzt und starb im Krankenhaus. Zudem wurde am Altstädter Ring ein Radfahrer oder eine Radsfahrerin von einem Pkw angefahren. Weitere Einzelheiten zu den Unfällen finden Sie hier.

+++ Zusammenstoß am Grazer Damm +++

Gegen 2.20 Uhr krachte in Schöneberg an der Kreuzung Voralberger Damm / Grazer Damm, direkt an einer Autobahnauffahrt, ein mit offenbar vier Personen besetzter Mercedes in einen Lieferwagen für Medikamente. Die Geschwindigkeit des Mercedes war wohl nicht sehr langsam. Der Transporter drehte sich direkt um 180 Grad und blieb mit zwei platten Reifen am Voralberger Damm stehen. Es entstand Sachschaden. Vor der Polizei behaupteten beide Fahrer, bei Grün in die Kreuzung eingefahren zu sein.

+++ Kabeldiebe in Mahlow festgenommen +++

Bundespolizisten haben in der Nacht zu Dienstag in Mahlow (Teltow-Fläming) drei Männer festgenommen, die zuvor Kabel gestohlen hatten. Den Beamten war gegen 1 Uhr ein Transporter aufgefallen, der an der Bahnstrecke zwischen den S-Bahnhöfen Berlin-Lichtenrade und Mahlow unterwegs war, teilte die Bundespolizei mit. Als sie die Insassen kontrollieren wollten, sprangen die drei Männer aus dem Wagen und flüchteten in verschiedene Richtungen. Mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers gelang es allerdings, alle drei Verdächtigen im Alter von 36, 40 und 43 Jahren zu fassen. Im Auto fanden die Beamten rund 100 Meter Kupferkabel, das die drei zuvor an der Bahnstrecke gestohlen hatten. Der 36-Jährige sei bereits einschlägig polizeibekannt, hieß es.

+++ Zwei Autos in Lichtenberg und Neukölln in Flammen +++

Erneut haben in Berlin in der vergangenen Nacht Autos gebrannt. Passanten bemerkten gegen 2.10 Uhr in der Egon-Erwin-Kisch-Straße in Neu-Hohenschönhausen einen brennenden Audi und riefen die Feuerwehr, teilte die Polizei mit. Der Wagen brannte fast völlig aus. Polizisten nahmen in der Nähe einen tatverdächtigen 17-Jährigen fest, der für eine erkennungsdienstliche Behandlung und eine Blutprobe in einen Polizeigewahrsam gebracht wurde.

Gegen 4.50 Uhr brannte ein Mitsubishi vor einem Autohaus am Tempelhofer Weg in Neukölln. Ein Zeuge rief Polizei und Feuerwehr. Die Brandbekämpfer löschten die Flammen, die bereits auf einen weiteren geparkten Mitsubishi übergegriffen hatten. Ein Wagen brannte aus, der andere wurde an der Fahrerseite beschädigt.

+++ Mann ertappt Einbrecher in seiner Wohnung +++

Ein 41-Jähriger hat in der Nacht zu Dienstag einen Einbrecher in seiner Wohnung in Grunewald überrascht. Laut Polizei habe der Mann gegen 0.45 Uhr in seiner Wohnung an der Königsallee merkwürdige Geräusche gehört, sei aufgestanden und habe nachgesehen. Im Flur sei er auf den Unbekannten getroffen, der sofort die Flucht ergriffen habe. Dabei sei es zu einem Gerangel ging, wobei auch Fensterglas zu Bruch gegangen sei, an dem sich beide Männer verletzt hätten, so die Polizei weiter.

Der Einbrecher konnte sich schließlich losreißen, wobei er einen Schuh verlor, und von einem rund vier Meter hohen Balkon springen und fliehen. Der Wohnungsinhaber rief mehrmals um Hilfe, sodass Nachbarn die Polizei riefen. Beamte konnten den Tatverdächtigen in der Nähe festnehmen. Der 34-Jährige kam zunächst in ein Krankenhaus, um auszuschließen, dass er sich bei dem Sturz verletzt hatte, was auch nicht der Fall war. Daraufhin wurde er der Kriminalpolizei überstellt. Der 41-Jährige kam ebenfalls in ein Krankenhaus, wo seine Verletzungen behandelt wurden. Gestohlen wurde offenbar nichts.