Polizei und Feuerwehr

Ein Toter und sechs Verletzte bei Unfall auf der A11

In unserem Blog finden sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr von Montag, 6. Juli 2020.

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Foto: Friso Gentsch / dpa

+++ Ein Toter und sechs Verletzte bei Unfall auf der A11 +++

Ein 82 Jahre alter Autofahrer ist am Montagmorgen auf der A11 zwischen den Anschlussstellen Warnitz und Gramzow (Uckermark) ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen sei er in verkehrter Richtung auf die Autobahn gefahren, sagte eine Polizeisprecherin. Dann prallte er mit zwei Fahrzeugen zusammen. Insgesamt wurden sechs Insassen verletzt, die mit Hubschraubern in Krankenhäuser geflogen wurden. Der 82-Jährige starb noch am Unfallort. Zunächst hatte der „Nordkurier“ darüber berichtet. Bis zum frühen Nachmittag waren in Richtung Norden beide Spuren gesperrt, zuvor auch eine Richtung Süden. Jetzt wird die genaue Unfallursache untersucht.

+++ Polizei findet bei Kontrollen 37.000 Euro Bargeld +++

Bei Kontrollen und Razzien in Neukölln und Wedding ist die Polizei auf diverse Waffen und auch auf eine größere Summe Bargeld gestoßen. In und vor einer Shisha-Bar seien bereits am Freitag wegen akuter Bedrohung des Betreibers zahlreiche Menschen durchsucht worden, twitterte die Polizei am Montag. Bei zwei Männern seien sieben waffenähnliche verbotene Gegenstände gefunden worden, einer hatte zudem neben einer scharfen Patrone 37 000 Euro in bar dabei. Die Herkunft des Geldes konnte er demnach nicht erklären, woraufhin die Polizei es wegen Verdachts auf Geldwäsche beschlagnahmte.

Ansonsten habe man bei den Einsätzen mit 155 Polizisten „unzählige Ordnungswidrigkeiten und Straftaten“ vor allem nach dem Gewerberecht und der Handwerksordnung festgestellt. Ein Lokal, in dem eine Machete und ein Baseballschläger gefunden wurden, musste „wegen ekelerregender Zustände“ geschlossen werden.

Die Polizei hatte am Freitag vor allem sogenannte Barbershops, also Friseursalons, und andere Geschäfte oder Bars kontrolliert. Beteiligt waren demnach neben den Polizisten der zuständigen Wache auch Experten vom Landeskriminalamt (LKA), Bereitschaftseinheiten und Vertreter des Bezirksamtes. Zum Kampf unter anderem gegen die Clankriminalität gehören die wiederkehrenden Kontrollen von Shisha-Bars, Cafés, Wettbüros, Spielhallen und seit einiger Zeit auch den Barbershops. Manche Läden gelten als Einrichtungen zur Geldwäsche

+++ Lagerhalle in Wittenau brannte +++

Die Berliner Feuerwehr musste am Montagmittag ein Feuer in Alt-Wittenau löschen. „Wir hatten hier einen Brand auf einem Flachdach einer circa 200 Quadratmeter großen Werkhalle“, sagte ein Sprecher. Insgesamt hätten 50 Quadratmeter in Flammen gestanden. Man habe mit Kettensägen das Dach öffnen müssen, um an die Glutnester zu gelangen, an die man von innen nur schwer herankommen würde. „Wir mussten keine Personen retten, und es gab auch keine Verletzten“, so der Feuerwehrsprecher weiter. Die Feuerwehr wurde um 10.50 Uhr gerufen und war mit rund 45 Kräften im Einsatz. Etwa eine Stunde nach Alarmierung sei die Einsatzstelle übersichtlich gewesen, sagte der Sprecher. Gegen 12.10 Uhr meldete die Feuerwehr den Brand als gelöscht. Die Straße Alt-Wittenau wurde zwischen Eichborndamm und Oranienburger Straße gesperrt und die Busse der Linien X33, 124 und 221 umgeleitet. Seit 12.30 Uhr fahren sie allerdings wieder normal, wie die BVG mitteilte.

Kokain-Käufer spricht Polizisten an: "Koks-Taxi" aufgeflogen

Ein sogenanntes Kokstaxi ist in Berlin einem Polizisten in Zivil aufgefallen und samt Fahrer aus dem Verkehr gezogen worden. Die Polizei fand 13 abgepackte Kokain-Portionen und 1000 Euro in bar, wie die Polizei am Montag twitterte. Der Polizist außer Dienst, der mit seinem Auto in Kreuzberg hielt, war am Donnerstag von einem Mann angesprochen worden: „Bist du der, auf den ich warte?“ Er verneinte, beobachtete dann aber, was weiter geschah. Ein anderes Auto hielt, der Mann stieg ein, wieder aus, kam erneut bei dem Polizisten vorbei und zeigte ihm freudig einen kleinen Kunststoffbehälter mit Kokain.

Der Polizist folgte daraufhin dem Wagen und informierte Kollegen, die den Koks-Lieferservice stoppten und durchsuchten. Die kleinen Plastikgefäße mit dem Kokain, sogenannte Mikroreaktionsgefäße oder auch „Eppendorfer“ genannt, lagen in einer schwarzen Socke unter dem Gummibezug des Schaltknüppels.

+++ Alexanderplatz: 44-Jähriger greift Polizeibeamten an +++

Ein 44-Jähriger hat am Sonntagabend einen Polizisten am Alexanderplatz in Mitte angegriffen und leicht verletzt. Wie die Polizei mitteilte, nahm der zunächst Unbekannte gegen 18.45 Uhr an der Memhardstraße einer Frau ihr Handy weg und flüchtete. Ein Polizist außer Dienst, der mit zwei Begleitern unterwegs war und den Vorfall beobachtete, versetzte sich in den Dienst und forderte den Mann auf, stehen zu bleiben. Da dieser jedoch seinen Weg weiter fortsetzte, folgten ihm die drei Männer. Dabei ließ der Dieb das geklaute Handy fallen, versuchte den Polizisten mit einer Bierflasche zu schlagen und warf die Flasche in seine Richtung. Der Polizeibeamte wich dem Angriff aus. Im weiteren Verlauf schlug der Mann dem Polizeibeamten ins Gesicht und verletzte ihn leicht. Zusammen mit seinen Begleitern gelang es ihm, den Mann festzuhalten. Er wurde Polizisten übergeben, die den 44-Jährigen schließlich festnahmen. Sie brachten ihn in ein Polizeigewahrsam, von wo er nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen wurde. Der Polizist, der bei dem Angriff leichte Gesichtsverletzungen erlitt, wurde vor Ort von Rettungskräften behandelt und beendete anschließend seinen Dienst. Die bestohlene Frau fand ihr Handy, nahm es und setzte ihren Weg unerkannt fort. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

+++ Mann bestellt Domina - und wird von zwei Männern ausgeraubt +++

Ein Mann aus Halbe (Landkreis Dahme-Spreewald) hat am Sonnabend eine Domina nach Hause bestellt. Wie die Brandenburger Polizei am Montag mitteilte, ließ er den Schlüssel wie verabredet in der Wohnungstür stecken und wartete auf dem Sofa. Entgegen seiner Erwartungen wurde er von zwei Männern besucht, die ihn ausraubten. Die Polizei konnte die Tatverdächtigen festnehmen.

+++ Lebensbedrohlich verletzter Mann in Cottbus entdeckt +++

In Cottbus ist ein 35 Jahre alter Syrer in der Nacht zu Montag mit schwersten und lebensbedrohlichen Verletzungen entdeckt worden. Als Tatverdächtiger sei ein 40-jähriger Landsmann vorläufig festgenommen worden, sagte die Sprecherin der Polizeidirektion Süd, Ines Filohn. Die Hintergründe der Auseinandersetzung unter den Bekannten seien noch unklar. Die Kriminalpolizei befrage jetzt mit Hilfe von Dolmetschern den Tatverdächtigen und Zeugen.

+++ Kreuzotter beißt Berliner auf Almhütte in die Zunge +++

Verwechslung mit schmerzhaften Folgen: Ein Mann aus Berlin ist bei einem Junggesellenabschied in Österreich von einer Kreuzotter in die Zunge gebissen worden. Der 38-Jährige habe die Baby-Schlange bei einem Polterabend am Samstagabend auf einer Almhütte in der Steiermark mit einem Wurm verwechselt, teilte das Österreichische Rote Kreuz mit. Als er sie im Rahmen einer Mutprobe mit der Zunge berührte, habe das giftige Tier zugebissen. Weil der Rachen des 38-Jährigen daraufhin zuschwoll, musste er den Angaben nach von einem Notarzt versorgt und ins rund 60 Kilometer entfernte Landeskrankenhaus in der Wiener Neustadt gebracht werden.

+++ Bundespolizisten nehmen Metalldieb fest +++

Kräfte der Bundespolizei haben nahe des S-Bahnhofs Ahrensfelde einen Metalldieb auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Der 41-Jährige sei in der Nacht zu Sonntag gegen 0.30 Uhr gestoppt worden, als er die Bahnanlage gerade durch einen beschädigten Zaun verließ, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung. Er hatte demnach einen Akkutrennschleifer noch in der Hand. An den Gleisen hätten die Beamten dann rund 100 Meter Kupferkabel gefunden, die für den Abtransport bereitgelegt wurden. Der 41-Jährige soll angegeben haben, mit zwei Komplizen unterwegs gewesen zu sein. Diese habe man jedoch nicht gefunden.

+++ Auto bleibt auf Karl-Marx-Straße auf Poller hängen +++

Ein Autofahrer ist am Sonntagabend auf der Karl-Marx-Straße in Höhe des U-Bahnhofs Hermannplatz in Neukölln gegen zwei Poller eines Radweges gefahren und blieb auf einen Poller hängen. Der Fahrer und mehrere Insassen sollen bei dem Aufprall unverletzt geblieben sein. Die Bergung des Fahrzeugs erwies sich als schwer, weil ein Poller sich direkt unter dem Wagen befand. Die Feuerwehr konnte das Auto nicht einfach beiseite ziehen. Fast zwei Stunden waren die Feuerwehrleute damit beschäftigt, den VW zu bergen. Unter Einsatz eines Hebekissens, Einhandwinkelschleifer und letztendlich eines Spreizers gelang es. Die BSR wurde angefordert, um die Straße von ausgelaufenen Betriebsstoffen zu befreien.

+++ Einbrecher in Spandau festgenommen +++

Zwei Einbrecher sind am Sonntagabend in Haselhorst (Spandau) festgenommen worden. Mit einem Komplizen brachen ein 32- und ein 33-Jähriger die Ausstellungsräume eines Werkzeugherstellers an der Gartenfelder Straße auf. Das Trio wollte Geräte entwenden. Als die Polizisten eintrafen, rannten die Männer davon. Zwei Einbrecher konnten in Tatortnähe gestellt werden. Ein vor dem Gebäude stehender Transporter wurde von der Kriminalpolizei als Beweismittel sichergestellt.

+++ Fahrzeuge brennen in Reinickendorf und Treptow-Köpenick +++

In Reinickendorf und Treptow-Köpenick haben in der vergangenen Nacht zwei Fahrzeuge gebrannt. Ein Brandkommissariat ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung. Gegen 1.15 Uhr entdeckte eine Passantin an der Wittestraße einen brennenden Renault Clio. Die Flammen zerstörten das Auto im Frontbereich. Ein davorstehender VW Polo und eine Straßenlaterne wurden zudem beschädigt. Kurze Zeit später - gegen 2.45 Uhr - vernahm eine Anwohnerin der Charlotte-E-Pauly-Straße in Friedrichshagen Verpuffungen und stellte wenig später einen brennenden Krankentransporter fest. Ein weiterer Krankentransporter wurde stark beschädigt.

+++ Zweimal illegal Gülle-Hähne in Neuruppin geöffnet: 200.000 Liter versickert +++

Unbekannte haben in einem Ortsteil von Neuruppin zweimal innerhalb einer Woche illegal jeweils rund 100.000 Liter Gülle aus Behältern abgelassen. Wie ein Polizeisprecher am Montag erläuterte, war zweimal derselbe Betrieb im Ortsteil Radensleben betroffen. Zuletzt waren der oder die Täter in der Nacht zu Sonntag in das Betriebsgelände eingebrochen und hatten einen Absperrhahn an einem großen Güllesilo geöffnet. Die Betreiber bemerkten den Vorfall am Sonntag und konnten den Hahn schließen, bevor der gesamte Lagerbehälter leer war.

Zuvor waren am 29. Juni gleich zwei Absperrhähne an zwei Güllebehältern des Betriebes geöffnet worden. In dem Fall hatten die Betreiber noch Glück im Unglück: In einem der Behälter war nur noch ein Rest. Die nitratbelastete Gülle sei in beiden Fällen im Erdreich versickert. Die zuständigen Umweltbehörden prüften die Fälle ebenfalls. Gülle gilt in normaler Konzentration als Ackerdünger und wird auch in Biogasanlagen als Rohstoff verwendet. Sie kann aber bei zu hoher Konzentration zu überhöhten Nitratwerten im Boden führen.

+++ Wespe im Auto: Fahrerin fährt in Linum gegen Holzmast +++

Wegen einer Wespe hat eine Autofahrerin bei Linum (Ostprignitz-Ruppin) ihren Wagen kaputt gefahren. Wie ein Polizeisprecher am Montag in Neuruppin erklärte, brachte das Insekt die 27-Jährige aus dem Konzept - sie geriet mit ihrem Auto ins Schleudern. Das Auto kam bereits am Samstag auf der Landesstraße 16 nach rechts von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Holzmast und dann gegen ein Verkehrsschild. Die Frau kam mit dem Schrecken davon, das Auto war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Schaden wurde auf rund 8000 Euro geschätzt.

+++ Straßenfest der „Liebig 34“ - Polizeihubschrauber in der Luft +++

Ein zweitägiges Straßenfest zum 30. Geburtstag des umstrittenen linksradikalen Hausprojekts Liebigstraße 34 in Friedrichshain hat am Sonntagabend friedlich geendet. Allerdings flog ab 22.30 Uhr lange ein Polizeihubschrauber über der Liebigstraße und der Rigaer Straße, weil dort Menschen auf den Dächern unterwegs waren, wie ein Polizeisprecher sagte. Man wolle die Situation zur Sicherheit beobachten. Mehr dazu lesen Sie hier.