Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Wildschweine rennen Rollerfahrer um

| Lesedauer: 12 Minuten
Ein Blaulicht auf einem Polizeiwagen (Symbolbild).

Ein Blaulicht auf einem Polizeiwagen (Symbolbild).

Foto: Werner Scholz / imago/Werner Scholz

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr von Montag, 1. Juni.

+++ Rollerfahrer von Wildschweinrotte umgerissen und schwer verletzt +++

Ein Rollerfahrer ist am Sonntagabend in Zehlendorf von einer Wildschweinrotte umgerannt und dabei schwer verletzt worden. Der Mann war laut Polizei gegen 19.15 Uhr mit seinem Motorroller in der Onkel-Tom-Straße Richtung Argentinische Allee unterwegs, als ihn die von links nach recht querende Wilschweinrotte umrannte. Der 35-Jährige stürzte und erlitt Rumpf- und innere Verletzhungen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und wird auf der Intensivstation behandelt. Lebensgefahr soll laut Polizei nicht bestehen. Die Wildschweinrotte verschwand im Wald.

+++ Polizei räumt Mauerpark +++

Zu einem größeren Einsatz kam es wegen Lärms im Mauerpark. Dort waren zunächst gegen 20.20 Uhr eine Gruppenstreife und zwei Funkwagen wegen lauten Trommelns gerufen worden. Die Beamten stießen auf rund 25 Personen im Steinwäldchen, von denen einige trommelten. Da es bereits der zweite Einsatz war, wurden vier Trommeln beschlagnahmt und Anzeigen gegen die 45, 52 und 69 Jahre alten Trommler gefertigt. Laut Polizei seien die Maßnahmen von rund 70 zum Teil stark alkoholisierten Besuchern gestört, "die unfreundlich und aggressiv" waren. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich rund 3500 Personen im Mauerpark aufgehalten. Auch als die Polizisten gehen wollten, hätten sich ihnen mehrfach Personen in den Weg gestellt.

Da weiter Lärm aus dem Park drang, ging die Polizei gegen 22 Uhr mit Unterstützungskräften erneut in den Mauerpark, wo sich noch rund 500 Besucher aufgehalten hätten. Die Beamten forderten die Menschen auf, den Park zu verlassen und begleiteten diese in Richtung Gleimstraße. Dabei wurden sie auch mehrfach von Menschen angesprochen. Ein Mann behauptete, Journalist zu sein, habe sich aber nicht ausweisen können, sodass er auch den Park habe verlassen müssen. Ein weiterer fiel um, ein Sanitäter stellte jedoch fest, dass der Mann simuliert hatte. Auch er musste gehen. Ein 20-Jähriger wollte den Park allerdings nicht verlassen und beleidigte einen Polizisten, worauf er aus dem Park gebracht wurde. Die Beamten nahmen seine Personalien auf und führten eine Atemakoholkontrolle durch, die 0,7 Promille ergab. Als der Mann schließlich entlassen wurde, wollte er wieder in den Park gehen. Die Erklärungen der Polizei habe er ignoriert, sodass er weggeschoben wurde. Dabei leistete er Widerstand und wurde zu Boden gebracht. Gegen ihn laufen jetzt Strafanzeigen wegen Beleidigung und Widerstands. Gegen 23 Uhr hätten sich keine Besucher mehr im Park gefunden.

Insgesamt waren rund 80 Polizisten und ein Diensthund im Einsatz.

+++ Autos überschlagen sich auf B96 und in Marzahn +++

Auf der B96 hat sich am frühen Morgen bei Mahlow ein schwerer Unfall ereignet. Ein Autofahrer überschlug sich mit seinem Audi. Dabei riss das Fahrzeug mehrere kleine Bäume um und blieb schließlich nach mehreren Metern auf dem Dach liegen. Der Fahrer konnte sich selbst aus dem Wagen befreien und alarmierte die Rettungskräfte. Er wurde in eine Klinik gebracht. Die Polizei ermittelt nun den Unfallhergang, auch, ob der Fahrer Alkohol getrunken hat. Die B96 war zeitweise in beiden Richtungen voll gesperrt.

Auch auf der Wuhletalstraße in Marzahn überschlug sich am Montagnachmittag ein Auto. Ersten Angaben von vor Ort zufolgge wurden dabei die drei Insassen leicht verletzt. Die Feuerwehr brachte den Wagen mit einem Kran wieder auf die Straße.

+++ Polizist nach Schlägerei angegriffen +++

Nach einer Schlägerei in Wedding hat ein 18-Jähriger einen Polizisten angegriffen, der daraufhin die Dienstwaffe zog. Zunächst hatten sich zwei größere Personengruppen gegen 20.10 Uhr am Schillerpark eine Auseinandersetzung geliefert. Beamte auf Streife bemerkten dies. Als sie zum Ort der Schlägerei kamen, war ein Großteil der Beteiligten bereits geflüchtet, berichtet die Polizei. Plötzlich sei ein 18-Jähriger auf einen Polizeibeamten zugetreten und habe ihn mit beiden Armen gegen den Oberkörper geschubst, sodass der Mann fast zu Boden ging und von seinen drei Kollegen getrennt war. Der Angreifer habe sich schließlich zu einer sehr aggressiv wirkenden Gruppe gesellt, die den Polizisten bedrängte. Der Beamte, so die Polizei, habe seine Dienstwaffe gezogen und auf die Gruppe gerichtet.

Die Gruppe ließ von dem Beamten ab, als die Martinshörner der Unterstützungkräfte zu hören waren. Bei der Festnahme des 18-Jährigen stellten sich laut Polizei eine 37-Jährige und zwei 34- sowie 66-Jährige in den Weg und wollten die Festnahme verhindern. Die Beamten nahmen daraufhin auch diese drei fest. Die Männer stehen zudem im Verdacht, an der Schlägerei beteiligt gewesen zu sein. Nachdem die Personalien festgestellt wurden, wurden alle wieder entlassen.

+++ Feiernde zünden Fahrräder im Park am Gleisdreieck an +++

Gleich mehrfach war die Polizei in der Nacht zu Pfingstmontag im Park am Gleisdreieck in Kreuzberg im Einsatz. Zunächst waren die Beamten gegen 0.45 Uhr in den Westteil des Parks zu einer angeblichen Schlägerei gerufen worden. Vor Ort entdeckten sie zunächst nichts, stießen jedoch im Ostteil des Parks auf 50 bis 70 Personen, die dort laut feierten und tranken. Die Personen sollen Schimpfwörter in Richtung der Polizisten gerufen haben. Die unternahmen jedoch zunächst nichts, weil sie zu einer gefährlichen Körperverletzung gerufen wurden.

Etwa eine halbe Stunde später wurden Beamte an der Möckern- Ecke Hornstraße von zwei Zeuginnen angesprochen, die im Park 30 bis 40 Personen bemerkt hätten, die ein Kleinkraftrad umgeworfen und angezündet hätten. Weitere Zeugen sagten, dass auch Fahrräder in das Feuer geworfen worden seien. Als die Martinshörner von weiteren Polizekräften und der Feuerwehr zu hören waren, flüchteten mehrere Personen aus dem Park. DIe Beamten konnten acht von ihnen festnehmen. Die Feuerwehr löschte den Brand, durch den ein E-Scooter, ein Kleinkraftrad, zwei Fahrräder und eine Bank beschädigt wurden. Nach der Festellung der Personalien der 17- bis 26-Jährigen wurden diese vor Ort entlassen.

+++ Polizeieinsatz am Liepnitzsee - Mann schießt um sich +++

Ein Polizeieinsatz am Liepnitzsee bei Wandlitz (Barnim) hat bei Ausflüglern für Aufregung gesorgt. Spaziergänger informierten die Beamten am Samstag über einen bewaffneten Mann. Nach späteren polizeilichen Erkenntnissen hatte der Mann eine Gasdruckpistole dabei, mit der er auch mehrfach Schüsse abgab.

Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Barnim suchten auf zahlreichen Waldwegen am See nach dem Unbekannten, wie die Polizei am Montag weiter mitteilte. Nach Zeugenaussagen machte der Mann einen verwirrten Eindruck. Polizisten konnten den 29-Jährigen schließlich widerstandslos festnehmen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Die Gasdruckpistole habe einer scharfen Schusswaffe täuschend ähnlich gesehen. Der 29-Jährige wurde zunächst in Polizeigewahrsam gebracht und später einem Haftrichter vorgeführt. Der verfügte die Einweisung des Mannes in den Maßregelvollzug. Die Kriminalpolizei ermittelt.

+++ Recyclinganlage in Moabit brannte +++

Auf einen Recyclinggelände in Moabit sind am Montagmorgen rund 500 Kubikmeter gepresste Pappe und Papier in Brand geraten. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr bat die Anwohner rund um die Putlitzbrücke vorübergehend, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Am Nachmittag war der Brand gelöscht.

Die Rettungskräfte waren am Pfingstmontag gegen 7 Uhr alarmiert worden und rückten über den Tag verteilt mit 60 Brandbekämpfern an, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Er sprach von einem Schwelbrand mit viel Rauchentwicklung und Geruchsbelästigung. Mit Gabelstaplern seien brennende Paletten auseinander gezogen worden.

+++ Pelziger Einbrecher löst Polizeieinsatz in Reinickendorf aus +++

In Reinickendorf ist am Sonntag in einer Firma Alarm ausgelöst worden. Die gerufenen Polizisten verzichteten auf eine Festnahme und ließen den kleinen Einbrecher ungestraft wieder frei.

+++ Travestie-Künstlerin und -Künstler beschimpft und geschlagen +++

Eine Travestie-Künstleorin und ein Travestie-Künstler sind in der Nacht zu Montag in Neukölln beleidigt, beworfen und geschlagen worden. Der Polizei zufolge waren die 40-Jährige und der 43-Jährige gegen 22 Uhr auf dem Heimweg, als sie in der Flughafenstraße von zwei laut der Beschreibung Jugendlichen homophob beschimpft worden seien. Als der 43-Jährige die beiden ansprach, sollen sie ihn weiter beleidigt haben. Zudem habe einer der Jugendlichen einen Gürtel aus der Hose gezogen und dem Mann gegen ein Bein geschlagen haben. Außerdem habe er seinen Döner nach den beiden geworfen. Zeitgleich soll aus dem Haus gegenüber eine Flasche in Richtung der beiden geworfen worden sein, die auf der Fahrbahn zerbrach. Beide Jugendlichen flüchteten. Der 43-Jährige habe über leichte Schmerzen am Bein geklagt, eine ärztliche Behandlung sei jedoch nicht notwendig gewesen.

+++ Jugendlicher bewirft Polizist mit Fahrrad +++

Ein Jugendlicher hat auf der Flucht vor der Polizei ein Fahrrad auf einen Beamten geworfen und ihn leicht verletzt. Eine Gruppenstreife hatte gegen 22.10 Uhr an der Chaussee- Ecke Torstraße in Mitte zwei Jugendliche bemerkt, die mit ihren Fahrrädern die Kreuzung bei Rot überquerten. Als die Beamten über einen Lautsprecher die beiden 16- und 17-Jährigen aufforderten stehenzubleiben, tat das nur der Jüngere. Der 17-Jährige ignorierte die Aufforderung, auch die folgende mit Hilfe eines Anhaltestabs. Stattdessen wendete er und fuhr auf dem Gehweg davon. Einer der Beamten verfolgte ihn zu Fuß. Als er den 17-Jährigen fast erreicht hatte, sprang der Jugendlich vom Rad, hob es hoch und warf es in Richtung des Beamten, den er am Knie traf.

Der Jugendliche rannte weiter in die Friedrichstraße und warf dabei einen Tabakbeutel und ein Portemonnaie weg. Zivilkräfte versperrten dem 17-Jährigen schließlich kurz vor der Claire-Waldoff-Straße mit ihrem Auto den Weg und nahmen ihn fest. In dem Beutel wurden Drogen gefunden. Der Jugendliche wurde vor Ort wieder entlassen. Der verletzte Beamte benötigte keine ärztliche Behandlung.

+++ 15-Jähriger in Lichtenberg rassistisch beleidigt - Mann geschlagen +++

Am Sonntagnachmittag soll ein 42-Jähriger gegen 16.50 Uhr einen 15-Jährigen vor einem Schnellrestautrant im S-Bahnhof Lichtenberg rassistisch beschimpft haben. Anschließend soll der 42-Jährige einem 29-Jährigen mit einer Faust ins Gesicht geschlagen haben. Der Angegriffene hielt den Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der Polizei fest, die ihn dann festnahm. Rettungskräfte versorgten die Verletzungen des 29-Jährigen am Ort. Der Festgenommene wurde nach Personalienfeststellung und einer Atemalkoholkontrolle, die einen Wert von rund 2,2 Promille ergeben hatte, am Ort entlassen. Der Jugendliche blieb unverletzt. Die Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz bei Landeskriminalamt übernommen.

+++ Mann bei Unfall schwer verletzt - Unfallfahrer betrunken +++

Bei einem Verkehrsunfall in Brandenburg an der Havel mit einem betrunkenen Autofahrer ist ein Mann schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei fuhr er am Sonntagabend Richtung Stadtzentrum, als ihm an einer Kreuzung ein Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit die Vorfahrt nahm. Der 27-Jährige konnte nicht mehr ausweichen und stieß mit dem Fahrzeug zusammen. Er wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der 22 Jahre alte Unfallverursacher blieb unverletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest bei ihm ergab 2,56 Promille. Zudem besaß der Mann keine Fahrerlaubnis. In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Potsdam nahm ihn die Polizei vorläufig fest. Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Trunkenheit im Straßenverkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis laufen.

( BM/dpa )