Autobrandstiftung

Jaguar von AfD-Politiker angezündet - Anschlag vermutet

Ein Jaguar wird in Berlin angezündet, die Polizei geht einem möglichen politischen Motiv nach. Laut AfD gehört das Auto Frank Hensel.

Die Feuerwehr hat die Flammen an dem angezündeten Jaguar gelöscht.

Die Feuerwehr hat die Flammen an dem angezündeten Jaguar gelöscht.

Foto: Morris Pudwell

Berlin. Innerhalb von nur einem Monat haben bislang unbekannte Täter erneut einen Anschlag auf das Fahrzeug eines AfD-Politikers verübt. Am frühen Montagmorgen brannte der Pkw des Parlamentarischen Geschäftsführers der AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Frank-Christian Hansel, aus. Die Polizei nannte den Namen des Autobesitzers nicht, er wurde von der AfD veröffentlicht.

Wie die Berliner Polizei mitteilte, hatte ein Passant gegen 3.55 Uhr in Schöneberg Rauch an einem geparkten Jaguar aufsteigen gesehen. Der Zeuge alarmierte daraufhin die Feuerwehr zur Eisenacher Straße. Die Einsatzkräfte löschten die Flammen an dem Pkw, konnten aber nicht verhindern, dass zwei daneben geparkte Autos, ein Audi und ein BMW, durch das Feuer ebenfalls beschädigt wurden. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen. Ein politisches Tatmotiv könne nicht ausgeschlossen werden, heißt es.

Auto von AfD-Politiker angezündet: Bekennerschreiben aus der linksradikalen Szene

AfD-Fraktionschef Georg Pazderski verurteilte den Brandanschlag scharf. „Es ist die nächste abstoßende Tat in einer nicht enden wollenden Serie. Zuletzt hatte es in Berlin den Vorsitzenden des AfD-Notvorstandes und eine AfD-Bezirksverordnete in Lichtenberg getroffen“, teilte er mit. Er frage sich, wo die empörten Aufschreie aus den Altparteien blieben und wo die umfassenden Berichte über linken Terror. „Wo sind die Sofortmaßnahmen des Senats?“ Trotz Hetze und Gewalt lasse sich die Partei nicht einschüchtern.

Auto des AfD-Landesvorsitzenden Nicoluas Fest angezündet

Vor rund vier Wochen, in der Nacht zum 10. März, war das Auto des kommissarischen Berliner AfD-Landesvorsitzenden Nicolaus Fest angezündet worden. Am Haus des innenpolitischen Sprechers der AfD-Bundestagsfraktion, Gottfried Curio, wurden zwei Fenster eingeschlagen und eine Beschimpfung auf die Hauswand gesprüht. Auf einer linksradikalen Internetseite gab es einen Bekennertext. Laut Polizei stand auch das Wort „Antifa“ auf der Wand. In der Nacht zum 2. März hatten unbekannte Täter in Sachsen einen Brandanschlag auf das Auto des AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla verübt.

Zahlreiche ähnliche Anschläge und Sachbeschädigungen an Büros, Autos und Häusern von AfD-Politikern waren in den vergangenen Jahren mutmaßlich von linksextremistischen Tätern begangen worden. Immer wieder hatte es auch Bekennerschreiben aus der linksradikalen Szene gegeben. Die Autos der Vize-Bundesvorsitzenden Beatrix von Storch und des Berliner Fraktionsvorsitzenden waren 2015 und 2017 beschädigt worden.

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