Brandenburger Tor

Vor Adlon gedriftet: Autos von Hochzeitskorso sichergestellt

Wieder einmal hat ein Hochzeitskorso für einen Polizeieinsatz in Berlin gesorgt. Vor dem Adlon kam es zu waghalsigen Fahrmanövern.

Berlin. Ein Hochzeitskorso hat am Donnerstagabend in Berlin-Mitte für einen Polizeieinsatz gesorgt. Mitarbeiter des Zentralen Objektschutzes bemerkten gegen 19.10 Uhr etwa zehn Autos, die in einem Hochzeitskorso auf den Pariser Platz fuhren.

Zwei BMW-Fahrer fuhren aus dem Hochzeitskorso heraus und drifteten mit quietschenden Reifen in Höhe des Mittelstreifens. Während dieser Aktion versammelten sich Personen um die Fahrzeuge. Der Abstand zwischen den Schaulustigen und den driftenden Autos soll mitunter nur ein bis zwei Meter betragen haben.

Laut Polizei sollen die Insassen vor dem Brandenburger Tor auch ein Feuerwerk entzündet haben. Als der Hochzeitskorso wieder losfahren wollte, griff die Polizei an der Kreuzung Unter den Linden/Wilhelmstraße ein.

Gegen acht Personen wurden Anzeigen gefertigt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Berlin wurden zwei BMW beschlagnahmt, sowie die Führerscheine der Fahrer, 18 und 23 Jahre alt. Gegen die beiden Männer wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet.

Hochzeitskorso mit gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr - lesen Sie hier die Meldung der Berliner Polizei im Original

Eine Karte zeigt, wo ungefähr der Hochzeitskorso in Berlin unterwegs war.

Hochzeitskorso: Autofahrer driftet auf Kreuzung vor Bahnhof Zoo

Im Februar sorgten Videos in den sozialen Netzwerken für Aufsehen, in denen zu sehen ist, wie ein schwarzer Maserati an der Kreuzung vor dem Bahnhof Zoo über den Asphalt driftete. Laut Erkenntnissen der Polizei soll das Auto zu einem Hochzeitskorso gehört haben. Wenige Tage später stellte sich ein 22 Jahre alter Fahrer der Polizei. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.

Seit Jahren wird die Polizei in Berlin, Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern wiederholt alarmiert, weil große Hochzeitsgesellschaften mit zahlreichen Autos im Korso fahren und den Straßenverkehr gefährden.

Teilweise schießen die Insassen mit Schreckschusspistolen aus den Fenstern - wie bei einem Hochzeitskorso an der Simon-Dach-Straße in Friedrichshain Anfang Dezember 2019. Bei türkischen und arabischen Hochzeiten gehört die große Autokolonne oft zu den Ritualen des Festes dazu.