Verkehrsunfall

Radfahrerin in Charlottenburg getötet, Mahnwache am Freitag

Ein Autofahrer hat eine Radfahrerin erfasst und getötet. Er soll bei Rot gefahren sein. Am Freitag ist eine Mahnwache geplant.

Die Frontscheibe des Mercedes splitterte bei der Kollision.

Die Frontscheibe des Mercedes splitterte bei der Kollision.

Foto: Thomas Peise

Eine 69 Jahre alte Radfahrerin ist am Mittwochnachmittag in Charlottenburg bei einem Unfall getötet worden. Polizeiangaben zufolge soll die Frau am Luisenplatz bei grüner Fußgängerampel Richtung Charlottenburger Ufer auf die Straße gefahren sein.

Dort erfasste sie der Mercedes eines 25-Jährigen, der von der Schloßbrücke aus in Richtung Otto-Suhr-Allee unterwegs war und bei Rot gefahren sein soll.Trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen am Unfallort und später im Krankenhaus erlag die Frau ihren schweren Verletzungen.

Für Freitagabend (17.30 Uhr) ist eine Mahnwache für die Frau geplant. Am Ort des tödlichen Unfalls, der Schlossbrücke, will der Verkehrsverein Changing Cities ein weißes Fahrrad als Mahnmal aufstellen. Der Verein rief gemeinsam mit dem Fahrradclub ADFC zur Mahnwache mit anschließendem Fahrradkorso zum Roten Rathaus auf. Changing Citites erklärte, um solche Unfälle zu vermeiden, müsse der Autoverkehr eingedämmt werden. Das Netzwerk Fahrradfreundliches Charlottenburg-Wilmersdorf kritisierte, Rad-Infrastruktur fehle im gesamten Bezirk.

2019 wurden bisher 36 Menschen im Verkehr getötet. Davon waren 21 Fußgänger, 6 Radfahrer, 5 Autoinsassen sowie 4 weitere Verkehrsteilnehmer. Im vergangenen Jahr starben 45 Menschen bei Unfällen, davon 19 Fußgänger und 11 Radfahrer.

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