Kriminalität

Randale an Halloween: 200 Jugendliche greifen Polizisten an

Die Polizei muss an Halloween wieder an der Pallasstraße durchgreifen. Diesmal fliegen Eier. Drei Randalierer werden festgenommen.

Foto: Patrick Seeger / dpa

Über 200 Jugendliche haben am Halloween-Abend in Berlin randaliert und Polizisten angegriffen. In der Potsdamer Straße stellte die Polizei am Donnerstagabend in einem Hausflur drei vorbereitete Brandsätze sicher, wie die Beamten am Freitag mitteilten.

Ein Nachbar hatte die Beamten auf die Flaschen mit brennbarer Flüssigkeit hingewiesen. Verletzt wurde bei den Attacken niemand. In Schöneberg wurden drei Jugendliche festgenommen, die Eier geworfen und Pyrotechnik gezündet haben sollen. 24 Verdächtige und zwei Autos wurden überprüft.

Potsdamer Straße: Eier auf Autos geworfen

Nach der Randale zu Silvester und Halloween an der Pallasstraße in den vergangenen zwei Jahren hatte die Berliner Polizei angekündigt, dort entschieden gegen Störer vorzugehen. Von 16.30 Uhr bis 1.30 Uhr bewachten 55 Polizisten einer Einsatzhundertschaft den Bereich. Kurz nach 18.00 Uhr versammelten sich laut Polizei rund um die Potsdamer Straße rund 70 Jugendliche und junge Männer und bewarfen vorbeifahrende Autos mit Eiern. Sie zündeten auch Feuerwerk. Die Polizei verteilte elf Platzverweise und beschlagnahmte die Böller.

In der Brunnenstraße im Stadtteil Gesundbrunnen versammelten sich gegen 20.00 Uhr bis zu 150 Jugendliche und bewarfen Sicherheitsleute der Deutschen Bahn mit Eiern. Auch Polizisten, Streifenwagen und vorbeifahrende Autos wurden beworfen. Feuerwerkskörper wurden gezündet. Die Polizei sprach auch dort Platzverweise aus. Kurz nach 21.00 Uhr zerstreute sich die Gruppe wieder. In Schöneberg ermitteln die Beamten wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, in Gesundbrunnen wegen gefährlicher Körperverletzung.

Bereits Halloween 2018 gab es Randale

Es war nicht das erste Mal, dass an Halloween in Schöneberg randaliert wurde. 2018 wurde an Halloween (31. Oktober) aus mehreren kleinen Grüppchen heraus in der Pallasstraße/Potsdamer Straße ein Linienbus und Autos mit Eiern und Böllern beworfen. Auch eine Radfahrerin wurde zum Ziel eines Böllers. An Silvester versammelten sich dort laut Polizei bis zu 150 Menschen und beschossen vorbeifahrende Autos und Passanten mit Feuerwerk. 2017 hatte es an den beiden Tagen ähnliche Vorfälle gegeben.

Der Berliner Senat kündigte im September an, dass Feuerwerkskörper und Böller in der Silvesternacht an der Pallasstraße verboten werden. Die beiden Zonen seien in den vergangenen Jahren in der Silvesternacht „Gefahrenbrennpunkte“ gewesen, hatte Innen-Staatssekretär Torsten Akmann (SPD) im Innenausschuss erklärt. Der Senat wollte auch einen Antrag stellen, den Verkauf des Feuerwerks längerfristig über eine Änderung des Bundesgesetzes auf ein bis zwei Tage zu verkürzen.