Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Aktivisten blockieren Fahrbahnen

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr von Sonntag, 20. Oktober 2019 in Berlin.

Handschellen am Gürtel eines Polizisten (Symbolbild)

Handschellen am Gürtel eines Polizisten (Symbolbild)

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

+++ Aktivisten blockieren Fahrbahnen in Kreuzberg und Friedrichshain +++

Im Nachgang zu zwei überwiegend störungsfrei verlaufenen Demonstrationen, kam es am Sonnabendabend in Kreuzberg und Friedrichshain zu mehreren Versuchen, Fahrbahnen zu blockieren, wie die Polizei mitteilte. Auch mehrere Straftaten seien festgestellt worden. Über die Sozialen Medien war dazu aufgerufen worden, ab 18 Uhr den Kreuzungsbereich Am Oberbaum/ Stralauer Allee/Warschauer Straße/Mühlenstraße zu blockieren.

Rund 50 Personen versuchten laut Polizei schließlich zeitgleich die Oberbaumstraße zu betreten, "was durch den Einsatz von körperlicher Gewalt in Form von Schieben und Drücken von Polizeikräften verhindert werden konnte", wie es hieß.

Die Polizei nahm zwei Personen vorläufig fest, wegen einer Beleidigung und einer versuchten Gefangenenbefreiung. Aus der Gruppe der Personen, die die Blockadeversuche unternahmen, soll Reizgas in Richtung der eingesetzten Polizisten gesprüht worden sein. Drei Beamte erlitten dadurch leichte Verletzungen. Einem Polizisten wurde von einer derzeit noch unbekannten Person in den Rücken getreten, auch dieser Beamte wurde leicht verletzt.

Gegen 18.30 Uhr hätten dann Personen aus einer Menge von rund 70 Menschen heraus mobile Toiletten und Warnbaken auf die Fahrbahn der Skalitzer Straße gebracht. Die Gegenstände wurden fünf Minuten später von Polizeikräften wieder weggeräumt. Die Polizei sprach mehrfach Platzverweise aus. Gegen 19.10 Uhr hatten sich laut Polizei nach und nach alle Blockierer entfernt. Die verletzten Polizeikräfte blieben im Dienst. Es wurden Strafermittlungsverfahren wegen Beleidigung, versuchter Gefangenenbefreiung, schweren Landfriedensbruchs, Landfriedensbruchs, Widerstands und einem Verstoß gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Zwei Schwerverletzte bei Kreuzungs-Crash +++

Bei einem Verkehrsunfall in Wedding sind zwei Autofahrer in der vergangenen Nacht schwer verletzt worden. Ein 22-Jähriger fuhr mit seinem Mercedes gegen 1.20 Uhr auf der Müllerstraße in Richtung Chausseestraße. Vermutlich fuhr der Mann bei Rot in den Kreuzungsbereich Müllerstraße/Fennstraße ein und stieß mit dem Toyota eines 51 Jahre alten Fahrers zusammen, der nach links in die Fennstraße abbiegen wollte. Der Mercedesfahrer erlitt Kopfverletzungen und der 51-Jährige eine Fraktur am Oberarm. Beide wurden in ein Krankenhaus gebracht.

+++ Zug mit Fußballfans brennt - Großeinsatz der Feuerwehr am S-Bahnhof Bellevue +++

Großeinsatz der Feuerwehr: Ein Sonderzug mit Fußballfans ist am Sonnabendabend in Flammen geraten. Am S-Bahnhof Bellevue in Tiergarten stoppte der brennende Zug. Drei Menschen wurden durch Rauch verletzt. Lesen Sie HIER mehr!

+++ Rollerfahrerin rammt Auto - Frau schwer verletzt +++

Bei einem Zusammenstoß eines Motorrollers mit einem Auto in Prenzlauer Berg hat eine Frau schwere Verletzungen erlitten. Nach derzeitigen Erkenntnissen war gegen 18.30 Uhr eine 26-Jährige mit ihrer 28 Jahre alten Mitfahrerin auf einem Motorroller an der Schönhauser Allee unterwegs. Als sie nach links in die Wichertstraße abbiegen wollte, übersah sie nach eigenen Angaben einen VW, der auf der linken Spur in gleicher Richtung unterwegs war. Trotz einer Vollbremsung des Autofahrers kam es zum Zusammenstoß. Beide Frauen stürzten auf die Fahrbahn. Die 26-Jährige erlitt nur leichte Verletzungen, ihre 28 Jahre alte Freundin wurde von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht.

+++ Polizei räumt besetztes Haus +++

Unbekannte haben am Sonnabend in Potsdam ein Mehrfamilienhaus besetzt. Mehrere Jugendliche seien durch ein Kellerfenster in das Haus eingedrungen, teilte die Polizei am Abend mit. Nachbarn hätten sie dabei beobachtet. Beim Eintreffen der Polizei hätten sich Maskierte im Haus aufgehalten. Transparente seien an der Fassade befestigt gewesen.

Nach Rücksprache mit dem Eigentümer sei entschieden worden, das Haus zu räumen. Die Polizei nahm 16 Personen in Gewahrsam, die sich in dem Gebäude aufgehalten hatten. Gegen sie werde nun wegen Landfriedensbruchs ermittelt, hieß es. Zu eventuellen Forderungen der Besetzer oder einem möglicherweise politischen Hintergrund wurde zunächst nichts bekannt.

+++ Streit vor Diskothek in Rudow eskaliert +++

Vor einer Diskothek in Rudow ist es Sonntag früh zu einer Schlägerei gekommen, bei der sieben Personen verletzt wurden. Zunächst soll an der Neukölner Straße gegen 4 Uhr ein 22-Jähriger mit einem unbekannten Mann in Streit geraten sein, der dann handgreiflich wurde. Bekannte des einen und des anderen sollen sich dann eingemischt haben, so dass sich eine größere Rangelei entwickelt habe. Plötzlich sollen zwei Autos vorgefahren, deren Insassen sich an der Prügelei beteiligten. Einer der Männer habe Reizgas versprüht.

Anschließend flüchteten mehrere Tatverdächtige mit den beiden Autos. Zwei Frauen und fünf Männer im Alter von 19 bis 22 Jahren erlitten Reizungen der Augen und der Atemwege. Während sechs Verletzte am Ort durch Rettungskräfte medizinisch versorgt wurden, musste ein 22-Jähriger zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die weiteren Ermittlungen zu der gefährlichen Körperverletzung hat ein Fachkommissariat übernommen.

+++ Motorradfahrer bei Unfall schwer verletzt +++

Mehrere Rippen- und einen Beckenbruch hat ein Motorradfahrer bei einem Verkehrsunfall am Sonnabendabend in Alt-Treptow erlitten. Nach derzeitigen Erkenntnissen bog ein 61-Jähriger gegen 19 Uhr mit seinem VW von der Puschkinallee nach links in die Bouchéstraße ab. Er selbst gab an, vorher niemanden bemerkt zu haben und lediglich durch einen lauten Knall aufmerksam geworden zu sein. In diesem Moment habe er in seinem Rückspiegel den stürzenden Motorradfahrer bemerkt.

Der 57 Jahre alte Motorradfahrer konnte aufgrund der Verletzungen noch nicht zu dem Unfall befragt werden. Aufgrund der Unfallsituation geth die Polizei aber davon aus, dass er auf der Puschkinallee in entgegenkommender Richtung unterwegs war und von dem Autofahrer übersehen wurde. Rettungskräfte der Feuerwehr brachten den Verletzten in eine Klinik. Die Puschkinallee musste für rund 45 Minuten gesperrt bleiben.

+++ Landrover kracht in Bäckerei - Keiner will es gewesen sein +++

In Johannisthal ist Sonntag früh ein Auto in eine Bäckerei gefahren. Zeugen hatten gegen 3.10 Uhr Polizei und Feuerwehr alarmiert, nachdem sie einen lauten Knall gehört hatten. Ein Land Rover war aus bisher ungeklärter Ursache im Kreisverkehr der Straße am Flugplatz / Eisenhutweg von der Fahrbahn abgekommen und über den Gehweg in die Front des Ladens gekracht.

Als Polizisten wenig später bei dem Unfallwagen ankamen, war der Fahrersitz leer. Auf dem Beifahrersitz saß eine schwerverletzte 22-Jährige, auf dem Rücksitz ein verletzter 26-Jähriger. Der Mannreagierte sehr aggressiv und behauptete, nicht gefahren zu sein. Die Fahrertür ließ sich nicht öffnen. Der 26-Jährige hatte Verletzungen im Gesicht. Zeugen, die den Land Rover zuvor bemerkt hatten, gaben an, dass dieser mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein soll. Andere Zeugen, die unmittelbar nach dem lauten Knall aus dem Fenster gesehen hatten, teilten mit, dass sie niemanden aus dem Wagen steigen sahen.

Die beiden verletzten Insassen, die nichts zu dem Unfall sagen wollten, wurden von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurde beiden auch Blut abgenommen und der Führerschein des 26-Jährigen beschlagnahmt. Dagegen legte der Mann ausdrücklich Widerspruch ein. Das Fahrzeug wurde zur Erstellung eines technischen Gutachtens sichergestellt. Bei dem Unfall wurde auch eine Straßenlaterne beschädigt. Es entstand ein hoher Sachschaden an Laterne, Geschäft und Fahrzeug. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Fahrgast in U-Bahn homophob beleidigt +++

Am Sonnabendabend hat ein Mann wegen einer homophober Beleidigung Anzeige erstattet. Der 24-Jährige gab an, dass er gegen 19.30 Uhr am U-Bahnhof Frankfurter Allee in Lichtenberg beim Einsteigen in einen Zug von einem unbekannten Fahrgast mit homophoben Pöbeleien zum Aussteigen aufgefordert worden sein soll. Der Mann soll zudem mit dem Ziehen eines Messers gedroht haben. Der 24-Jährige soll daraufhin den Zug wieder verlassen haben. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt wird die weiteren Ermittlungen zu dem Fall übernehmen.