Spandau

Polizei stellt „maskierten Einbrecher“ und lässt ihn laufen

Kriminalpolizisten sicherten im Waldkrankenhaus in Spandau Spuren nach einem Einbruch - und erwischten den Täter. Warum er trotzdem gehen durfte.

Völlig verängstigt hockt der Waschbär in einer Ecke des Büros im Evangelischen Waldkrankenhaus.

Völlig verängstigt hockt der Waschbär in einer Ecke des Büros im Evangelischen Waldkrankenhaus.

Foto: Polizei Berlin

Noch am Tatort hat die Kriminalpolizei am Montagmorgen einen „maskierten Einbrecher“ ertappt. Der Täter durfte trotzdem wieder gehen, wie die Polizei Berlin auf Facebook mitteilte.

Der Einbrecher hatte in dem Büro auf dem Gelände des Evangelischen Waldkrankenhauses in Spandau Blumentöpfe und Aktenaufbewahrungen umgeworfen, zahlreiche Schubfächer aufgezogen und einen Telefonhörer aus der Halterung gerissen - ein Bild der Verwüstung.

Die Experten der Kriminalpolizei standen zunächst vor einem Rätsel. Wie hatte der Einbrecher die Räume verwüsten können, ohne dabei Spuren an Fenstern oder Türen zu hinterlassen? Es musste sich um einen Profi handeln. Unklar war auch zunächst, welche Wertgegenstände der Unbekannte sich „gekrallt“ hatte.

Verängstigter Waschbär hockte in einer Ecke

Doch bei der intensiven Suche nach Hinweisen stießen die Beamten schließlich auf den Täter, der mit schuldbewusstem Blick und eingezogenem Schwanz in einer Ecke hockte. Bei dem „maskierten Einbrecher“ handelte es sich um einen offensichtlich verängstigten Waschbären. Die Polizei vermutet, dass „Ede“ über eine ungesicherte Dachluke ungewollt in die Räume gelangt war.

Eine Beamtin vom Kriminaldauerdienst K1 schaffte es „in einem artgerechten, normenverdeutlichenden Gespräch auf sanfte Art und Weise, den Gast zum Gehen zu bewegen.“ Nun werde geprüft, ob „die nachtaktive Fellnase Teil einer stadtweit agierenden WaschGang“ sei.