Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Vater überfährt Kind (4) beim Ausparken

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr von Montag, 9. September 2019 in Berlin.

Blaulicht

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Foto: Patrick Seeger / dpa

+++ Vater überfährt vierjähriges Kind beim Ausparken +++

Berlin. Beim Rückwärtsfahren bemerkte er einen Widerstand, als er ausstieg, sah er sein schwer verletztes Kind unter dem Wagen: Ein 34-Jähriger hat in Falkensee (Havelland) beim Ausparken sein vierjähriges Kind mit dem Auto überfahren. Der Mann wollte rückwärts von seinem Grundstück fahren, wie die Polizeidirektion West am Montag mitteilte. Dabei habe er das Kind übersehen. Rettungskräfte versorgten das lebensbedrohlich verletzte Kind nach dem Unfall am Sonnabendnachmittag zunächst vor Ort. Ein Rettungshubschrauber brachte es anschließend ins Krankenhaus, wo es wenig später starb. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Potsdam rekonstruiert ein Gutachter den Unfallhergang.

+++ Zwei Taschendiebe festgenommen +++

Zivilfahnder haben am Wochenende zwei Männer vorläufig festgenommen, nachdem sie mehrere Reisende am S-Bahnhof Olympiastadion bestahlen. Ein Taschendieb klaute am Sonntagmorgen gegen fünf Uhr einem schlafenden 36 Jahre alten Mann das Handy. Die Zivilfahnder nahmen den 32-jährigen Mann fest und stellten die Diebesgüter sicher.

Eine Stunde später beobachteten die Bundespolizisten, wie ein Mann einer 27 Jahre alten Frau das Tablet aus dem Rucksack klaute. Als die Frau wach wurde, ließ der Dieb die Beute liegen und rannte davon. Die Beamten nahmen den 36 Jahre alten Mann fest.

Die Bundespolizei leitete in beiden Fällen ein Ermittlungsverfahren wegen besonders schwerem Fall des Diebstahls ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kamen die Diebe wieder auf freien Fuß.

+++ Gutgläubiger Autofahrer mit goldfarbenen Ring betrogen +++

Ein Unbekannter hat auf der Autobahn bei Bernau die Hilfsbereitschaft eines 46-jährigen Mannes ausgenutzt und ihm mehrere Hundert Euro gestohlen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, war der Autofahrer am vergangenen Freitagabend auf dem Autobahndreieck Barnim unterwegs, als er am Fahrbahnrand ein Fahrzeug entdeckte, dessen Fahrer mit Handbewegungen auf sich aufmerksam machte. Nachdem der 46-Jährige angehalten hatte, gab der Unbekannte ihm gegenüber an, kaum noch Benzin und kein Geld mehr zu haben.

Der hilfsbereite Mann ließ sich darauf ein, dem Unbekannten 90 Euro für einen goldfarbenen Ring zu geben. Dieser forderte jedoch weiteres Geld. Der gutgläubige Mann fuhr von der Autobahn ab, um in Bernau mehrere Hundert Euro abzuheben. Während der Unbekannte hinter ihm herfuhr, kamen dem 46-Jährigen Zweifel und er verlangte Einsicht in ein Personaldokument des Fremden. Der Unbekannte riss ihm daraufhin das Geld aus der Hand und floh mit seinem Auto. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Betruges in Verbindung mit Diebstahl.

+++ Kleintransporter in Pankow ausgebrannt +++

Ein Kleintransporter ist in Pankow ausgebrannt. Das Auto stand am frühen Montagmorgen an der Talstraße in Flammen, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Nach Angaben der Polizei wurde ein weiterer Wagen durch die entstandene Hitze beschädigt. Außerdem soll in der Nähe der Brandstelle ein Kanaldeckel auf der Straße gelegen haben. Ob dieser die Einsatzkräfte behindern sollte, war jedoch unklar. Ein Brandkommissariat der Polizei ermittelt zur Ursache des Feuers.

+++ Angegriffen, weil er sich auf Hebräisch unterhielt +++

Am Montagmorgen ist vor einer Diskothek am Warschauer Platz in Friedrichshain ein 21-Jähriger attackiert worden, der sich mit drei gleichaltrigen Freunden auf Hebräisch unterhalten hatte. Der mutmaßlich antisemitische Angriff ereignete sich gegen 5 Uhr morgens. Ein Mann näherte sich dem 21-Jährigen und schlug ihn mit der Faust ins Gesicht. Danach flüchtete er. Der Geschlagene erlitt eine Gesichtsverletzung. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

+++ Bei Vermessungsarbeiten angefahren +++

Am Montagmorgen sind in Karlshorst zwei Männer angefahren worden, die an der Treskowallee in Höhe Stolzenfelsstraße gerade Vermessungsarbeiten durchführten. Ein 59-Jähriger erlitt Kopfverletzungen, sein 53 Jahre alter Kollege wurde am Bein verletzt. Beide kamen, ebenso wie eine Passantin, die einen Schock erlitten hatte, zu ambulanten Behandlungen in Krankenhäuser.

+++ Vier Männer bei versuchtem Motorraddiebstahl festgenommen +++

Zivilfahnder haben in der vergangenen Nacht in Haselhorst vier Männer ertappt, die gerade ein Motorrad stehlen wollten. Das Quartett hatten an der Nonnendammallee gerade eine Maschine der Marke BMW in einen Transporter verladen. Während ein Tatverdächtiger in den Transporter stieg und mit diesem weg fuhr, entfernten sich die drei Komplizen mit einem BMW. Am Saatwinkler Damm Ecke Gartenfelder Straße stoppten die Polizisten beide Fahrzeuge und nahmen den Transporter-Fahrer im Alter von 40 Jahren und die drei Insassen des BMW, 29, 32 und 35 Jahre alt, fest. Da der Besitzer des Motorrads nicht erreicht werden konnte, wurde das Zweirad sichergestellt.

+++ Müllcontainer brennen auf Schulgelände +++

Auf dem Gelände einer Schule an der Blücherstraße in Kreuzberg haben am Sonntagabend mehrere Müllcontainer und Buschwerk gebrannt. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen, verletzt wurde niemand. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

IC kollidiert in Brandenburg mit Wild - Mehrere Stunden Verspätung

Wegen eines Wildunfalls zwischen Wustermark und Ribbeck in Brandenburg haben Zugreisende in der Nacht zum Montag mehrere Stunden Verspätung hinnehmen müssen. Rund 450 Fahrgäste des ICs, der auf der Schnellstrecke von Berlin nach Hamm unterwegs war, hätten anderthalb Stunden in dem mitten im Wald verunfallten Zug auf Ersatzverkehr warten müssen, sagte ein Sprecher der Bahn am Montagmorgen. Die Strecke sei noch in der Nacht wieder freigegeben worden. Die restlichen Züge auf der Strecke hätten auf ein anderes Gleis ausweichen können. Einschränkungen für Reisende habe es auch am Morgen nicht gegeben, hieß es.

Laut Angaben der Bahn erfasste der IC das Wild gegen 21 Uhr. Der Zug wurde so stark beschädigt, dass er nicht mehr weiterfahren konnte. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr seien teilweise nur zu Fuß an den Unfallort gelangt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Der Ersatzzug habe die Fahrgäste zurück nach Berlin gebracht, von wo aus sie ihre Reise mit rund drei Stunden Verspätung fortsetzen konnten. Während der Sprecher der Bundespolizei sagte, bei dem Wild handele es sich wohl um einen Hirsch, konnte dies die Bahn nicht bestätigen.