Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Regenbogenfahne an Rathaus beschädigt

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin von Sonntag, 28. Juli.

Die beiden Unbekannten wollten die gehisste Regenbogen-Fahne vor dem Köpenicker Rathaus anzünden (Archivbild).

Die beiden Unbekannten wollten die gehisste Regenbogen-Fahne vor dem Köpenicker Rathaus anzünden (Archivbild).

Foto: Rainer Keuenhof / imago/Manngold

+++ Jugendliche wollten Regenbogenfahne am Köpenicker Rathaus anzünden +++

Zwei unbekannte Jugendliche haben in der Nacht zu Sonntag versucht, eine Regenbogenfahne am Köpenicker Rathaus anzuzünden. Nach Angaben von Zeugen sei einer der beiden Unbekannten gegen 0.30 Uhr den Fahnenmast vor dem Rathaus hinaufgeklettert, wie die Polizei mitteilte. Er habe dann mehrfach versucht, die gehisste Regenbogenfahne zu entzünden. Der zweite Unbekannte hatte ihm zuvor beim Erklimmen des Mastes geholfen. An der Fahne entstand lediglich ein kleines Brandloch. Die beiden Tatverdächtigen flüchteten anschließend. Die Zeugen filmten die Tat und stellten das Video der Polizei zur Verfügung. Die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung mit homophobem Hintergrund dauern an.

+++ Noch vor Dienstbeginn - Polizist stellt Graffiti-Sprayer +++

Ein Polizeikommissar hat am Sonntagmorgen auf dem Weg zum Dienst Graffiti-Sprayer beim Beschmieren einer Wand an der Indira-Gandhi-Straße in Wedding beobachtet. Wie die Polizei mitteilte, befand sich der Beamte gegen 5.20 Uhr im Bus der Linie N50 und sah einen jungen Mann, der eine Hauswand mit Farbe beschmierte. Der Beamte informierte seine Kollegen, stieg aus dem Bus, nahm zu Fuß die Verfolgung des Tatverdächtigen und dessen drei Begleitern auf, gab sich schließlich an der Lindenallee als Polizist zu erkennen und sprach die Gruppe an. Ein Mann entfernte sich auf einem Fahrrad, gemeinsam mit in diesem Moment eintreffenden Unterstützungskräften konnten die verbliebenen Männer jedoch festgehalten und überprüft werden. Ein 20-Jähriger räumte die Tat ein. Er war alkoholisiert und hatte noch diverse Spraydosen bei sich. Sowohl er als auch seine Begleiter wurden im Anschluss wieder entlassen. Die Ermittlungen wegen einer Sachbeschädigung durch Graffiti dauern an.

+++ Vermisste Schwimmerin tot aus dem Liepnitzsee geborgen +++

Eine 72-jährige Frau aus Bernau (Barnim) ist von Tauchern tot aus dem Liepnitzsee geborgen worden. Wie die Polizei am Sonntag berichtete, war die 72-Jährige von Angehörigen als vermisst gemeldet worden, weil diese am Freitagabend nach einem Besuch im Waldbad am Liepnitzsee nicht zurückgekehrt war. Zunächst wurden von Beamten mit einem Hubschrauber und einem Fährtenhund der Uferbereich und angrenzende Gebiete erfolglos abgesucht. Mit Hilfe eines Echolots und eines Sonars ortete die Feuerwehr dann im See in sieben Metern Tiefe einen Körper. Dort hätten Taucher am Samstag die Vermisste tot geborgen, berichtete die Polizei. Die Ermittlungen zur Todesursache dauerten an. Erfolglos blieb am Wochenende die Suche nach einer 55-Jährigen, die am Freitag nach einem Bad im Riewendsee in Brandenburg/Havel als vermisst gemeldet worden war. Die Suche mit Tauchern sei zunächst ohne Ergebnis geblieben, berichtete ein Sprecher des Lagedienstes am Sonntag.

+++ Antisemitischer Angriff auf 25-Jährigen in Potsdam +++

Ein 25-jähriger Potsdamer, der eine Kippa mit Davidstern trug, ist vor dem Potsdamer Hauptbahnhof angegriffen und beleidigt worden. Beamte der Bundespolizei hätten nach dem Vorfall als mutmaßliche Täter zwei syrische Staatsangehörige ermittelt, berichtete ein Sprecher des Lagedienstes der Brandenburger Polizei am Sonntag. Der 25-Jährige sei am Sonnabend angespuckt worden. Ermittelt werde gegen die beiden Syrer nun wegen eines möglichen fremdenfeindlichen Motivs. Der 25-jährige Student sagte der Deutschen Presse-Agentur, er trage die Kippa täglich aus Familientradition. "Als ich am Hauptbahnhof aus der Straßenbahn ausgestiegen bin, habe ich hinter mir Schatten wahrgenommen", berichtete er. Im nächsten Moment sei er schon angespuckt, antisemitisch beleidigt und mit Gebärden bedroht worden. Anschließend habe er die Bundespolizei alarmiert, die die beiden Männer nach kurzer Zeit gefasst hätten.

+++ Frau aus Brandenburg überlebt 50-Meter-Sturz am Watzmann +++

50 Meter tief ist eine 22 Jahre alte Bergsteigerin am Watzmann in den Berchtesgadener Alpen gestürzt - und wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Die junge Frau aus Brandenburg blieb auf einem Schneefeld liegen. Drei weitere Bergsteiger seilten sich nach dem Unglück am Sonnabend zu der 22-Jährigen ab und versorgten sie, wie ein Sprecher der Bergwacht am Sonntag mitteilte. Zwei der Ersthelfer seien zudem Bergretter gewesen. Wegen Nebels konnte zunächst kein Hubschrauber die Verunglückte bergen, so dass sich der Rettungseinsatz schließlich über zwölf Stunden hinzog. Insgesamt 37 Bergretter und vier Helikopter waren im Einsatz. Die Männer wurden so weit es die Sicht zuließ in die Nähe der Unglücksstelle geflogen und stiegen dann zu Fuß zur jungen Frau. Über einen extra errichteten Seilzug brachten sie die 22-Jährige in einer Trage über 40 Höhenmeter auf den Berggrat und zu Fuß weiter zur Hocheck-Hütte. Erst zweieinhalb Stunden später konnte sie dort der Hubschrauber abholen und in eine Klinik nach Salzburg bringen. Unter den Begleitern der jungen Frau waren ihr Vater und ihre Schwester. Sie wurden vom Kriseninterventionsteam betreut.

+++ Mercedes-Fahrer überholt Polizei-Auto und rast davon +++

Ein 43-Jähriger hat in der Nacht zu Sonntag in Rummelsburg einen Einsatzwagen der Berliner Polizei mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit überholt und sich danach eine Verfolgungsjagd mit den Beamten geliefert. Wie die Polizei mitteilte, bemerkten die Polizisten den Mercedes gegen 3.25 Uhr an der Kreuzung Blumberger Damm Ecke Alt-Biesdorf. Die Beamten folgten dem Fahrzeug, wobei der Fahrer alle Anhaltesignale und auch das eingeschaltete Blaulicht ignorierte. Er wechselte mehrfach die Fahrstreifen und verlangsamte auch nicht beim Überqueren von Kreuzungen. Die Beamten stoppten das Fahrzeug auf der Lichtenberger Brücke. Da der Mann alkoholisiert erschien, führten die Polizisten eine Atemalkoholkontrolle durch. Diese ergab einen Wert von rund 1,3 Promille. Führerschein und Fahrzeugschein wurden beschlagnahmt. Anschließend musste sich der Fahrer in einem Polizeigewahrsam einer Blutentnahme unterziehen.

+++ Kellerbrand in Friedrichshain - Zwei Bewohner gerettet +++

In dem Keller eines Wohnhauses an der Seumestraße in Friedrichshain ist am Sonntagvormittag ein Feuer ausgebrochen. Zwei Bewohner wurden aus den verrauchten Bereichen in Sicherheit gebracht, wie die Feuerwehr mitteilte. Eine Person kam in eine Klinik. Bei dem Feuer kam es zu starker Rauchentwicklung. 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort und löschten den Brand.

+++ Rettungswagen stößt mit Smart zusammen - Schwangere verletzt +++

Bei einem Unfall am Sonnabendmittag in Reinickendorf sind zwei Personen verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war ein Rettungswagen gegen 12 Uhr mit Blaulicht und Martinshorn auf der Humboldtstraße in Fahrtrichtung Lindauer Allee unterwegs. Dort stieß er mit dem entgegenkommenden Smart eines 30-Jährigen zusammen. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der Kleinwagen gegen einen geparkten Renault geschleudert. Der 30-Jährige und seine 25 Jahre alte schwangere Ehefrau wurden von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Die Besatzung des Rettungswagens, der anschließend zur Auslesung des Unfalldatenspeichers beschlagnahmt wurde, blieb unverletzt. Für den Zeitraum der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme blieb der Bereich über zwei Stunden gesperrt. Die Ermittlungen zum Unfall dauern an.

+++ Zwei Gruppen werfen mit Flaschen aufeinander - 29-Jähriger stürzt Treppe hinunter +++

Bei einem gewaltsamen Streit zwischen zwei Gruppen an der Revaler Straße in Friedrichshain ist am Sonnabendvormittag ein 29-Jähriger eine Treppe hinuntergestürzt. Er erlitt dabei schwere Kopfverletzungen. Wie die Polizei mitteilte, war es gegen 9 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen einer etwa sieben- und einer etwa 15-köpfigen Gruppe gekommen. Dabei bewarfen sich die Beteiligten zunächst mit Glasflaschen, bevor der 29-Jährige die etwa 20-stufige Treppe zwischen zwei Imbissständen hinabstürzte. Polizisten konnten sechs Tatverdächtige im Alter zwischen 18 und 29 Jahren noch vor Ort festnehmen. Sie mussten sich anschließend in einem Polizeigewahrsam erkennungsdienstlichen Behandlungen und Blutentnahmen unterziehen. Anschließend konnten sie ihren Weg fortsetzen. Die anderen Beteiligten konnten unerkannt fliehen. Ein Fachkommissariat ermittelt.

+++ Homophobe Pöbeleien: 19-Jähriger beleidigt andere Fahrgäste +++

Ein betrunkener 19-Jähriger hat am Sonnabendabend in einem Zug der U-Bahnlinie U3 in Charlottenburg mehrere Fahrgäste beleidigt und bedroht. Wie die Polizei mitteilte, hatte der junge Mann zunächst mehrfach zwei unbekannt gebliebene Männer homophob beleidigt, die T-Shirts mit Regenbogenflaggen trugen. Eine 72-Jährige hatte den 19-Jährigen daraufhin aufgefordert, das zu unterlassen, woraufhin er auch sie beleidigte. Nachdem die beiden Männer die Bahn verlassen hatte, bepöbelte der 19-Jährige andere Fahrgäste. Er beleidigte und bedrohte sie und gab volksverhetzende Äußerungen von sich. Als die Zeugen schließlich die Polizei verständigt hatten und gemeinsam mit der ebenfalls alkoholisierten 61 Jahre alten Mutter des 19-Jährigen die Bahn verließen, fuhr dieser weiter. Seine Mutter nannte den Polizisten jedoch seinen Namen. Die Ermittlungen wegen Beleidigung, Bedrohung und Volksverhetzung dauern an. Der Betrunkene habe unter anderem „Nazi-Power“ gerufen. „Der Vorfall zog sich hin von der Station Nollendorfplatz bis zum Heidelberger Platz“, sagte eine Polizeisprecherin.