Reinickendorf

Freund der Schwester niedergestochen? 20-Jähriger in U-Haft

Mit Beziehung nicht einverstanden: Der mutmaßliche Täter soll den Freund seiner Schwester niedergestochen haben.

Polizei-Streifenwagen stehen an einem Einsatzort. (Symbolbild)

Polizei-Streifenwagen stehen an einem Einsatzort. (Symbolbild)

Foto: Daniel Bockwoldt / picture alliance / Daniel Bockwoldt

Berlin. Nachdem ein 29 Jahre alter Mann in Berlin-Reinickendorf lebensgefährlich verletzt wurde, ist gegen den Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Dem 20-Jährigen werde versuchter Mord vorgeworfen, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. Demnach wurde er am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt. Zu den Hintergründen der Tat gab es auch am Mittwoch noch keine genauen Informationen.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll das Opfer am Montagabend das Internet-Café an der Residenzstraße betreten haben. Einem Bericht der Zeitung B.Z. vom Dienstag zufolge sollen Zeugen Stichwunden am Rücken, am Hals und an den Armen des 29-Jährigen gesehen haben. Der schwer verletzte Mann wurde von Sanitätern in ein Krankenhaus gebracht und dort notoperiert.

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Berliner Morgenpost sagte, handelt es sich offenbar um eine Beziehungstat zwischen drei Personen mit türkischer Herkunft.

Mordversuch in Berlin-Reinickendorf: 20-Jähriger geht auch auf Schwester los

Nach ersten Ermittlungen hatte der 29-Jährige eine Beziehung zu einer 25 Jahre alten Frau. Das habe dem 20 Jahre alten Bruder offenbar nicht gefallen und er überraschte das Paar in einer Wohnung an der Residenzstraße.

Laut Staatsanwaltschaft griff der 20-Jährige seine Schwester mit einem Messer an und verletzte sie leicht. Vermutlich hat der Mann die Beziehung seiner Schwester nicht toleriert, hieß es bei der Staatsanwaltschaft. Ihr Freund ging dazwischen, um die Frau vor ihrem Bruder zu schützen und wurde von dem Messerangreifer schwer verletzt.

Mehrere Messerstichwunden: Opfer muss notoperiert werden

Der 29-Jährige konnte flüchten und rettete sich nach bisherigen Erkenntnissen mit mehreren Messerstichen kurz nach 19 Uhr ein Geschäft an der Residenzstraße. Er soll eine Menge Blut verloren haben. Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten in eine Klinik. Dort musste er notoperiert werden. Der Mann befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Martin Steltner sagte der Morgenpost: „Der Mann hat Glück gehabt, dass er überlebt hat.“

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